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Prophylaxe 22.08.2013

Aufbereitung von Produkten der Gruppen semikritisch und kritisch B

Aufbereitung von Produkten der Gruppen semikritisch und kritisch B

Die Risikobewertung der aufzubereitenden Medizinprodukte obliegt dem Praxisinhaber. Er muss unter Berücksichtigung der Aufbereitungsinformationen des Medizinprodukteherstellers und der Einsatzrahmenbedingungen die richtige Risikobewertung aufgrund nachvollziehbarer, dokumentierter Sachinformationen durchführen.

Im Zweifelsfall ist immer die höhere Risikoklasse zu wählen. Kritisch B Produkte sind grundsätzlich maschinell validiert aufzubereiten, Produkte der Klasse semikritisch B bevorzugt maschinell aufzubereiten. Das nachfolgende Beispiel stellt diese Aufbereitung exemplarisch dar.

Definition der Risikogruppe B


Zur Gruppe der semikritischen Medizinprodukte zählen die Instrumente, die mit Schleimhaut oder krankhaft veränderter Haut in Berührung gekommen sind. Unter kritisch werden die Medizinprodukte zusammengefasst, die die Haut oder Schleimhaut durchdringen und dabei in Kontakt mit Blut, inneren Geweben oder Organen kommen, einschließlich Wunden.

Semikritische und kritische Medizinprodukte können weiter eingeteilt werden in solche, bei denen die Aufbereitung ohne besondere Anforderungen (Gruppe A) oder mit erhöhten Anforderungen (Gruppe B) durchgeführt werden muss. Medizinprodukte, die erhöhte Anforderungen an die Aufbereitung stellen, sind solche Medizinprodukte, bei denen die Effektivität der Reinigung nicht durch Inspektion unmittelbar beurteilbar ist, beispielsweise aufgrund von Hohlräumen mit nur einer Öffnung.

Ebenfalls spricht man von erhöhten Anforderungen, wenn Anwendungs- oder Funktionssicherheit beeinflussende Effekte der Aufbereitung einschließlich des Transportes auf das Medizinprodukt und seine Materialeigenschaft nicht auszuschließen sind, beispielsweise in Form von knickempfindlicher Medizinprodukte und empfindlicher Oberflächen, die somit einen erhöhten Aufwand bei der technisch-funktionellen Prüfung erfordern. Übertragungsinstrumente wie Turbinen, Hand- und Winkelstücke gehören zur Gruppe B mit erhöhten Anforderungen.
















Mit diesem Symbol gekennzeichnete Übertragungsinstrumente und Motoren können im RDG (Reinigungs- und Desinfektionsgerät) thermisch gereinigt und desinfiziert werden.


Mit diesem Symbol gekennzeichnete Übertragungsinstrumente und Dentalmotoren sind für die Sterilisation zugelassen.

Lesen Sie hier mehr über die Aufbereitung von Instrumenten der Risikoklasse B.

Veröffentlichung aus der ZWP extra von Dürr Dental, enretec und W&H; RKI/Hygiene 1/2013.

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