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Zahntechnik 15.06.2018

Vorhersagbare Natürlichkeit durch Prothesenzähne

Vorhersagbare Natürlichkeit durch Prothesenzähne

Für vorhersagbare ästhetische und funktionelle Ergebnisse in der Prothetik braucht es neben zahntechnischer Erfahrung einen Prothesenzahn, der auf Basis des von der Natur vorgegebenen ästhetisch-funktionellen Regelwerks entwickelt wurde. VITAPAN EXCELL (VITA Zahnfabrik) ist ein solcher Frontzahn, der sich durch lebendige Formen mit „goldenen Proportionen“ auszeichnet. Zahnachsen, Langen-Breiten-Verhältnis und Winkelmerkmale orientieren sich konsequent am natürlichen Vorbild. Zudem ermöglicht seine besondere Schichtstruktur ein natürliches Farbspiel. ZT Darius Northey (Buderim, Australien) zeigt im folgenden Fallbericht, wie er den neuen Prothesenzahn für eine implantatgetragene Rehabilitation erfolgreich einsetzen konnte.

1. Klinische Ausgangssituation

Eine 78-jährige Patientin war unzufrieden mit der Lagestabilität ihrer Unterkieferprothese. Die Kunststoffzähne zeigten sich stark abradiert, verfärbt und sehr matt. Nach der Beratung entschied sich die Patientin für zwei Implantate im Unterkiefer (UK), um mehr funktionelle Stabilität zu erreichen, und wurde an einen Oralchirurgen überwiesen. Nach einer Einheilzeit von drei Monaten waren die Implantate in der UK-Inzisalregion osseointegriert. Erst wollte die Patientin keine neue Totalprothese im Oberkiefer (OK), obwohl die Mittellinie extrem nach rechts verschoben war und funktionelle Nachteile durch die abgetragene und irreguläre Okklusion zu erwarten waren. Sie befürchtete, ihr gewohntes Erscheinungsbild würde sich durch eine Neuversorgung verändern. Nach umfassender Beratung entschied sie sich letztendlich doch für eine Neuversorgung.

2. Erste Schritte zur Rehabilitation

Die Rehabilitation im Unterkiefer begann mit einer anatomischen Alginatabformung. Um sich an der alten OK-Prothese im Sinne der „Copy Denture“-Technik orientieren zu können, wurde diese mit Knetsilikon dubliert und mit einem Kaltpolymerisat für Prothesenbasen reproduziert. Für den Unterkiefer wurde ein individueller Abformlöffel hergestellt, eine mukodynamische Abformung in mehreren Schritten durchgeführt und damit die Abformkäppchen fixiert. Anhand des Modells wurde eine einfache Stegkonstruktion gefertigt und mit Kunststoff an den Attachments fixiert. Ein Wachswall wurde über den Steg im UK kreiert und Platten für die Aufzeichnung des gotischen Bogens auf diesem und dem OK-Duplikat positioniert. Laterotrusion, Protrusion und Zentrik wurden aufgezeichnet und fixiert. Das Duplikat wurde im Aufstellungsbereich sukzessive reduziert, um erst den VITAPAN EXCELL Frontzahn und danach den VITAPAN LINGOFORM Seitenzahn zu positionieren und einzuprobieren.

3. Prothesenherstellung und Finalisierung

Nach kompletter funktioneller und ästhetischer Einprobe wurde im Oberkiefer eine mukodynamische Abformung mit Wachsaufstellung auf duplierter Basis genommen. Der Biss wurde mit Silikon registriert. Im Oberkiefer wurde ein definitives Meistermodell hergestellt und entsprechend der vertikalen Dimension artikuliert. Die OK- und UK-Aufstellungen wurden in Küvetten eingebettet, ausgebrüht und mit Heißpolymerisat in verschiedenen Gingivafarben gepresst. Nach der Polymerisation wurden beide Arbeiten reartikuliert und eine Okklusionskontrolle durchgeführt. Die Prothesen wurden mit feinen Hartmetallfräsen und Gummipolierern ausgearbeitet. Die finale Politur wurde mit Bimsstein und Polierpaste sowie Schwabbel umgesetzt. Die Patientin war sehr zufrieden mit dem funktionellen und ästhetischen Ergebnis. Dank der lebendigen Formen mit „goldenen Proportionen“, dem dreidimen-sionalen anatomischen Schicht- aufbau und der facettenreichen Oberflächentextur wirkt die prothetische Versorgung mit VITAPAN EXCELL sehr natürlich.

Autor: ZT Darius Northey

Dieser Beitrag ist in der ZT Zahntechnik Zeitung 6/18 erschienen.

Foto: ZT Darius Northey
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