Branchenmeldungen 16.11.2015

1. Curriculum des ITI erfolgreich gestartet

Dr. Georg Bach
Dr. Georg Bach
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1. Curriculum des ITI erfolgreich gestartet

Foto: © Georg Bach

„Ein bedeutender Schritt für das ITI!“

Prof. Gerhard Wahl, Past-Sektionsvorsitzender der Deutschen ITI und Curriculum-Beiratsmitglied brachte es auf den Punkt: „Der Start dieses Curriculums ist ein bedeutender Schritt für das ITI!!“ Mit einer deutlich größeren Gruppe als für die erste Staffel startete Anfang November dieses fachübergreifende, postgraduale und strukturierte Curriculum in Hamburg. Thomas Kreuzwieser, Sektionsadministrator des Deutschen ITI, ergänzt: „Uns ging es nicht darum das x-te, weitere Implantat-Ccurriculum zu präsentieren, hier gibt es zweifellos eine ganze Reihe hervorragender Produkte. Nein, uns lag daran ein Curriculum quasi mit der Essenz des unglaublichen Wissens und der Philosophie unseres einzigartigen Netzwerkes ITI auf den Weg zu bringen!“

Prof. Dr. med. Johannes Kleinheinz, amtierender Vorsitzender der Deutschen ITI-Sektion und ebenfalls Beiratsmitglied des Curriculums, sieht ein weiteres Alleinstellungsmerkmal: „Unser curriculäres Ausbildungsangebot zeichnet sich nicht nur durch eine außergewöhnlich hohe Qualität der internationalen und nationalen Referenten aus, sondern fußt zudem auf evidenzbasierten Inhalten auf Basis der einzigartigen ITI Treatment Guides und Konsensuskonferenzen!“

Und so entstand nach sorgfältiger Vorbereitung, für die neben den Professors Wahl und Kleinheinz auch Thomas Kreuzwieser und Frau Privatdozentin Dr. Dr. Ulrike Webersberger (Innsbruck) verantwortlich zeichnen, ein attraktives Curriculum mit modularem Aufbau und mit Online-Modulen. Ein erster Erfolg: Kurz nach Präsentation war die erste Staffel, mit deutlich mehr Teilnehmern als im Vorfeld erwartet, ausgebucht -21 Teilnehmern (17 aus Deutschland, drei aus Österreich, ein Teilnehmer aus der Schweiz) werden nun als erste die Ausbildungsstaffel durchaufen. Wer gedacht hätte, dass die jüngere Generation dieses Curriculums alleine für sich in Anspruch nimmt, sah sich in Hamburg getäuscht. In der Tat überwogen zwar die „Young-Professionals", die in die Implantologie einsteigen wollen, aber auch einige erfahrene Zahnärzte, die nun mit dem Implantieren beginnen wollen, füllten die Reihen.

Zum Aufbau des Curriculums:

Das Curriculum besteht aus neun Modulen, welche länder- und fachübergreifend in Deutschland, Österreich und Ungarn (davon ein Doppelmodul in Budapest mit Übungen am Humanpräparat) und zwei Hospitationen in ausgesuchten Hospitationszentren durchgeführt werden. Die Dauer des Curriculums ist mit einem Jahr angesetzt, wobei das letzte Modul (Nummer 9) im Dezember angesetzt ist, begleitet von den beiden Hospitationen im Anschluss an die Module. Und der Blick geht bereits nach vorn – das nächste Curriculum im Herbst 2016 ist bereits in Planung. Die Teilnahme am Curriculum indes ist nicht an eine Mitgliedschaft im Internationalen Team für Implantologie gebunden, es bestehen jedoch gewisse Vorteile für Mitglieder, wie ein Preisvorteile durch Mitgliedschaft, neben der sonstigen Benefits (Netzwerk, Study Clubs etc.).

Start des ersten ITI-Curriculums am 6./7. November in Hamburg – Vermittlung der Grundlagen der Implantologie

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ersten ITI-Curriculums wurden durch den ITI-Curriculum Beirat, vertreten durch Univ.-Professor Dr. Gerhard Wahl begrüßt, der auch viele Jahre der Deutschen ITI-Sektion als Vorsitzender vorstand. Wahl ging auf die Ziele des einzigartigen Netzwerkes ITI ein, das sich wesentlich in der Vermittlung von Wissen über die Implantologie unter strikter Beachtung evidenzbasierter Erkenntnisse, sieht. Hier spielen die ITI-Treatment-Guides eine ganz wesentliche Rolle, ergänzt durch die Ergebnisse der ITI-Konsensuskonferenzen und der Forschung auf dem Gebiet der Implantologie. Nicht ohne Stolz konnte Professor Wahl darauf hinweisen, dass das ITI momentan der größte nichtstaatliche Geldgeber für Forschungsprojekte auf dem Gebiet der Oralen Implantologie ist und zudem auch in großem Maße Scholarship-Stipendien vergibt. Ein kurzer Abriss über die Entstehung und Geschichte der ITI rundeten die Ausführungen Wahls ab. Bereits bei der Gründung des ITI spielten deutsche Wissenschaftler und Praktiker eine ganz wesentliche Rolle – bis heute ist die deutsche Sektion eine der größten und aktivsten innerhalb der ITI-Familie.

Die ITI Sektion Deutschland hat sich bereits früh auf dem Fortbildungssektor engagiert und bietet seit vielen Jahren ein überaus attraktives Fortbildungsprogramm an – aus diesem großen Wissenspool entstand die Idee für das ITI-Curriculum. So hat die deutsche ITI-Sektion das ITI-Curriculum mit dem Ziel, implantologisches Basiswissen strukturiert zu vermitteln initiiert, sodass jeder Teilnehmer später nachweisen kann, dass er in der Implantologie ausreichend fortgebildet ist. Hohen Stellenwert im Curriculum nehmen die Vermittlung allgemeinmedizinischer Inhalte und die Einbindung der Online Academy (im Zeitalter der digitalen Medien überaus sinnvoll) ein. So ist es folgerichtig, dass ein Online-Modul für das Eigenstudium bereits ins Curriculum integriert ist.

Auch wurde bereits ein Class Room für das ITI-Curriculum innerhalb des Deutschen Campus in der ITI-Online-Academy (also ein geschützter Raum, in dem die Inhalte dieses Curriculums eingebunden sind und ausgetauscht werden können) eingerichtet. Erfreut konnten Thomas Kreuzweiser und Nicole Ritter, die für die Organisation verantwortlich zeichnen, über ein sehr gutes Feedback der Teilnehmer berichten, vor allem die praktischen Übungen „von Anfang an“ wurden begrüßt. Auch die Location im Hafen-Klub und das gemeinsame Abendessen im Au Quai in Hamburg, welches einen ersten intensiven Austausch unter den Absolventen ermöglichte, trugen zu dem positiven Resümee der Auftaktveranstaltung bei.

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