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Branchenmeldungen 04.01.2018

2018 startet mit zahlreichen gesetzlichen Änderungen

2018 startet mit zahlreichen gesetzlichen Änderungen

Mit Beginn des neuen Jahres treten zahlreiche gesetzliche Änderungen in Kraft. Sie betreffen Steuerzahler, die Sozialversicherungen, Bezieher von Hartz-IV, geringfügig Beschäftigte, werdende Mütter, aber auch Autofahrer und Onlinekäufer.

Bei der Einkommensteuer steigt der Grundfreibetrag für Ledige von 8820 Euro auf 9000 Euro. Bei Ehepaaren und eingetragenen Lebenspartnerschaften sind es künftig 18 000 Euro. Das Kindergeld wird um zwei Euro pro Monat erhöht. Für die ersten beiden Kinder gibt es nun je 194 Euro pro Monat, beim dritten Kind sind es 200 Euro und bei jedem weiteren Kind 225 Euro.

In der Krankenversicherung sinkt der Zusatzbeitrag, den Kassenpatienten allein zahlen, im Durchschnitt aller Kassen von 1,1 auf 1,0 Prozent des Bruttolohns. Für freiwillig versicherte Selbstständige soll ein neues Verfahren dafür sorgen, dass sich die Kassenbeiträge stärker am realen Einnahmen orientieren. Der Beitragssatz für die gesetzliche Rentenversicherung sinkt zum 1. Januar von 18,7 auf 18,6 Prozent. Verbesserungen gibt es zudem bei der Erwerbsminderungsrente. Ferner soll eine Neuregelung Betriebsrenten für kleine und mittlere Unternehmen attraktiver machen. Die staatliche Grundzulage für Riester-Sparer steigt von 154 Euro auf 175 Euro.

Der Regelsatz für alleinstehende Hartz-IV-Empfänger erhöht sich von 409 auf 416 Euro pro Monat. Bei Paaren gibt es künftig 374 Euro pro Person – sechs Euro mehr. Die Sätze für Kinder steigen abhängig vom Alter um drei bis fünf Euro.

Der Mindestlohn für Pflegekräfte steigt im Westen und Berlin von 10,20 Euro auf 10,55 Euro und im Osten von 9,50 auf 10,05 Euro. Im Elektrohandwerk endet die Differenzierung in Ost und West – hier liegt die einheitliche Lohnuntergrenze künftig bei 10,95 Euro. Der branchenunabhängige, gesetzliche Mindestlohn bleibt bei 8,84 Euro.

Schülerinnen und Studentinnen können ab 2018 Mutterschutz in Anspruch nehmen. Bei minderjährigen Trennungskindern steigt der Mindestsatz beim Unterhalt. Abhängig vom Alter des Kindes und dem Einkommen der Eltern erhöhen sich die monatlichen Sätze um sechs bis zwölf Euro. Gleichzeitig werden die Einkommensklassen reformiert, was für einige Kinder zu Einbußen führen dürfte.

Bei der Abgasuntersuchung wird die Messung am Endrohr wieder Pflicht. Verbraucher haften beim Missbrauch ihrer Kreditkarte oder ihres Online-Bankings in der Regel nur noch bis zu 50 Euro statt wie bisher bis 150 Euro. Wer ein Geschäft oder Restaurant betreibt, muss ab 2018 mit unangemeldeten Besuchen von Finanzbeamten rechnen. Damit soll Manipulationen an Registrierkassen vorgebeugt werden.

Kleine Obstbrennereien müssen sich ab 2018 am Markt behaupten. Für sie fällt nach 100 Jahren das deutsche Branntweinmonopol. Die Subvention garantierte den Schnapsbrennern beim Verkauf ihres Rohalkohols einen Preis weit über dem Marktwert.

Quelle: dpa

Foto: DedMityay – stock.adobe.com
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