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Branchenmeldungen 10.06.2013

30 Jahre Parodontitis Therapie – alles wunderbar?

30 Jahre Parodontitis Therapie – alles wunderbar?

Notwendig vs. machbar - parodontale Therapie am älteren Patienten/ Neuheiten und Highlights aus Wissenschaft und Praxis

Bei der Jahrestagung 2013 der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie e.V. (DGParo) stehen die älteren Patientinnen und Patienten im Zentrum des wissenschaftlichen Programms. Der demographische Wandel ist auch in der zahnmedizinischen Praxis und Forschung ein immer wichtiger werdendes Thema, wie Tagungspräsident und DGParo-Vorstand Prof. Thomas Kocher betont. Zudem stehen für den zahnmedizinischen Nachwuchs an den Universitäten und in der Praxis spezielle Angebote auf der Agenda der wissenschaftlichen Fachtagung. Referenten, Inhalte, Vortragsformate und Rahmenprogramm versprechen vom 19. bis 21. September 2013 viel Neues in einer abwechslungsreichen Tagung. Bis zum 30.6.2013 gibt es attraktive Teilnahmevergünstigungen, für Studierende sogar Reisebeihilfen.

Zahnärzte müssen sich zunehmend damit auseinandersetzen, welche Therapien für ältere Patienten noch adäquat sind. Diese Patienten sind häufig multimorbid, nehmen unterschiedliche Medikamente ein, sind gebrechlich und in ihren Bewegungen eingeschränkt. Wie beeinflussen diese Gegebenheiten die Behandlungsmöglichkeiten? Welche Informationen aus der Anamnese älterer Patienten sind bei der Behandlungsplanung zu beachten, welche Medikamente sind zu berücksichtigen? Diesen Fragen widmet sich der diesjährige DGParo-Jahreskongress, zu dem 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet werden.

30 Jahre Parodontitis Therapie – alles wunderbar?

Parodontal mittel bis stark geschädigte Zähne können mit konsequenter Therapie über Jahrzehnte erhalten werden. Selbst Zähne mit stark reduziertem Stützgewebe können über lange Zeiträume voll funktionstüchtig bleiben. Das belegen zahlreiche wissenschaftliche Publikationen. Worauf es bei einer systematischen Behandlung ankommt, bestehend aus Initialbehandlung, weiterführender chirurgischer Behandlung und erfolgreicher Erhaltungstherapie, darauf wird u.a. Dr. Wolfgang Westermann eingehen. Auch das wichtige Thema der Mitarbeit der Patienten wird thematisiert.

Seit über 30 Jahren dokumentiert Westermann Parodontal-Fälle mit Patienten, die zu Beginn der Therapie ca. 35 bis 45 Jahre alt waren. Zur Beurteilung des Status der Patienten nach so langer Behandlungszeit ist das Augenmerk natürlich auf die Sondierungstiefen zu richten. Bei älteren Patienten aber sind auch horizontaler Knochenabbau als Alterungsprozess, „lange“ Zähne, Lockerungen aufgrund längerer Hebel und Zahnsubstanzverlust durch Pflegemaßnahmen zu beachten. Westermann verspricht Fälle zu zeigen, „die Sie staunen lassen, die Sie begeistern, die Sie an sich und Ihrer Therapie zweifeln lassen, die vielleicht alles in Frage stellen, oder aber Sie in Ihrem täglichen Tun bestärken, Ihnen Mut machen.“ Wenn das mal nicht vielversprechend ist!

Interaktiv und praxisnah Fälle diskutieren

Wie bei den Jahrestagungen der DGParo üblich, wird eine Vielzahl nationaler und internationaler Experten aus unterschiedlicher Sicht das Tagungsthema beleuchten. Zusätzlich zu den Vorträgen werden Tischdemonstrationen angeboten. In kleinen Gruppen erörtern renommierte Referentinnen und Referenten alltägliche Herausforderungen der Implantologie, Parodontound gehen gezielt auf Fragen der Teilnehmer ein. Solche interaktiven Vortragsformate machen die diesjährige Jahrestagung noch attraktiver und für die eigene Anwendung in der Praxis noch nachhaltiger.

Junior Committee bringt frischen Wind in die Jahrestagung

Erstmals wird auch das neu gegründete Junior Committee der DGParo eine eigene Sektion der Jahrestagung unter der Leitfrage gestalten: Warum ist gerade die Parodontologie interessant für junge Zahnärzte und Studierende? Anhand ihrer eigenen Werdegänge wollen sie die Vielfalt an Tätigkeitsfeldern von parodontologisch ausgebildeten Zahnärzten in Wissenschaft und Praxis aufzeigen. „Was das Fach bietet, welche Perspektiven sich öffnen und wie spannend dieser Bereich sein kann, wenn man ihn als Schnittstellenfach versteht, das sehen unsere Altersgenossen oft noch gar nicht“, sagt die Fachzahnärztin für Parodontologie Dr. Inga Harks, die sich für eine Karriere an der Universität entschieden hat. Auch Dr. Katrin Nickles und PD Dr. Stefan Fickl arbeiten im klinischen Bereich an der Universität und sind als Kliniker schon in jungen Jahren erfolgreich. Dr. Moritz Kebschull, ein weiteres junges DGParo-Mitglied, hat es in die Grundlagenforschung gezogen. Ganz anders bei Dr. Stefanie Kretschmar und Stephan Rebele: Sie haben sich für die Selbständigkeit entschieden, weil sie neben der Arbeit am Patienten auch die Herausforderung in einem Freien Beruf reizt.

Natürlich werden die Junioren am Samstagvormittag aber auch über ihre Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern diskutieren - in interaktiver Form versteht sich.

Rahmenprogramm – für Jung und Alt

In der DGParo wollen die Junioren nicht nur den Vorstand und die Ziele der wissenschaftlichen Fachgesellschaft unterstützen. Sie möchten eigene Akzente setzen und Neues ausprobieren. Das gilt nicht nur für die wissenschaftliche Agenda. Auch im Rahmenprogramm setzen sie auf angeregten Austausch, Abwechslung, Interaktivität und Lockerheit. Die Namen sind Programm: Rookie Dinner (Rookie = Nachwuchs) statt Gala Dinner, Flying Buffet statt gesetztes Menü. Die Junioren wollen mehr Bewegung, mehr Austausch und das in anderer Atmosphäre. Das Restaurant Faustus ist für das Rookie-Dinner ein geeigneter Ort. Nach dem Essen geht es weiter zum entspannten Clubbing. Hier treffen sich die Generationen dann doch wieder, um gemeinsam im Kaisersaal wichtige Kontakte zu knüpfen, sich auszutauschen und mit verschiedenen Kolleginnen und Kollegen zu reden. Das kommt bei Jung und Alt, Mann und Frau gut an und ist immer auch ein Teil des wertvollen informellen Vernetzens und Austauschens. Also Visitenkarten nicht vergessen!

Informationen zur Jahrestagung im Internet

Weitere Informationen zur DGParo Jahrestagung 2013 vom 19. bis 21. September in der Messe Erfurt finden sich im Internet unter www.dgparo-jahrestagung.de. Für Studierende stehen übrigens 100 Reisestipendien in Höhe von 200 Euro für die Jahrestagung in Erfurt zur Verfügung, um die sie sich online unter der oben genannten Adresse bewerben können. Und auch für alle anderen Teilnehmer gibt es bis zum 30. Juni Frühbucherrabatte. Für DGParo-Mitglieder sowie Thüringer Zahnärzte und ihre Mitarbeiterinnen sind die Beiträge besonders günstig.

Quelle: DGParo

Foto: © krishnacreations - Fotolia.com
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