Branchenmeldungen 10.09.2026

Aktualisierte BfR-Informationen zu Bisphenol A: Kein gesicherter Zusammenhang zwischen BPA und Kreidezähnen



Bisphenol A, kurz BPA, begegnet Menschen in zahlreichen Alltagsprodukten. Die Industriechemikalie wird unter anderem zur Herstellung von Polycarbonatkunststoffen und Epoxidharzen eingesetzt. Rückstände können aus Lebensmittelkontaktmaterialien freigesetzt und vor allem über die Nahrung aufgenommen werden. Ob BPA auch an der Entstehung sogenannter Kreidezähne beteiligt sein könnte, wird seit Jahren diskutiert.

Aktualisierte BfR-Informationen zu Bisphenol A: Kein gesicherter Zusammenhang zwischen BPA und Kreidezähnen

Foto: Ivan Uralsky – stock.adobe.com

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hatte die wissenschaftliche Datenlage dazu bereits 2018 untersucht. Nach Einschätzung der Behörde besteht kein gesicherter Zusammenhang zwischen der Aufnahme von BPA über Lebensmittelkontaktmaterialien und der Entstehung einer Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation bei Kindern. Auch einen direkten ursächlichen Zusammenhang zwischen BPA und MIH beim Menschen hält das Institut für unwahrscheinlich.

Grundsätzlich bewertet das BfR eine mögliche gesundheitliche Belastung durch BPA differenziert. Erste Erkenntnisse deuteten darauf hin, dass die Aufnahme über Lebensmittel für den Großteil der Bevölkerung unterhalb des vom Institut abgeleiteten gesundheitlichen Richtwerts liegt. Bei Kindern und Jugendlichen bestünden jedoch weiterhin Unsicherheiten. Für eine verlässliche aktuelle Risikobewertung seien deshalb neue Daten zur tatsächlichen BPA-Aufnahme erforderlich.

Die Europäische Kommission hat Ende 2024 die Verwendung von BPA bei der Herstellung der meisten Lebensmittelkontaktmaterialien verboten. Für verschiedene Produktgruppen gelten noch Übergangsfristen.

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