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Branchenmeldungen 21.02.2011

Beihilfe: Einheitliche Erstattung bei modernen Restaurationen

Beihilfe: Einheitliche Erstattung bei modernen Restaurationen

Die Freie Zahnärzteschaft (FZ) begrüßt die aktuelle Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs (VGH) Bayern, die Erstattungsgleichheit für die bayerischen Beihilfeberechtigten bringt. Auch in Bayern wird nun für dentinadhäsive Rekonstruktionen (DAR) seitens der Beihilfe bis zum 2,3-fachen Satz der analog abgerechneten GOZ Positionen 214-217 erstattet.

Der stellvertretende Vorsitzende der FZ, Dr. Peter Klotz hatte in seiner Eigenschaft als GOZ-Referent des ZBV Oberbayern für dieses Verfahren eine fundierte Stellungnahme erstellt. Die FZ hält dies mit für ausschlaggebend bei der erfreulichen Trendwende in der bislang restriktiven Erstattungspraxis.

Bisher hatten die Beihilfestellen in Bayern unter Verweis auf das vorhergehende Urteil des VGH Bayern (30.05.2006, 14 BV 02.2643) nur die Erstattung des 1,5-fachen Faktors der Inlay-Positionen vorgenommen. Dazu FZ-Vize Klotz: „Endlich wurde für Gleichbehandlung gesorgt, denn bisher bekam ein Beamter z. B. in Nordrhein-Westfalen mehr erstattet als ein bayerischer Beamter.“

Das Fazit des neuen Urteils des VGH Bayern vom 26.04.2010, Az: 14 BV 08.915:

- auch in Bayern muss nun die Beihilfe bei der Analogberechnung der DAR nach GOZ 214 – 217 bis zum 2,3-fachen Steigerungssatz ohne weitere Begründung des Zahnarztes erstatten

- der Zahnarzt kann auch bei der Analogberechnung nach § 6 Abs.2 GOZ den Steigerungssatz innerhalb des Gebührenrahmens vom Steigerungssatz 1,0 bis 3,5 gemäß den Vorgaben des §5 GOZ nach billigem Ermessen festlegen.

Dr. Klotz fordert alle bayerischen Zahnärzte auf, von ihrem Recht in sachgerechter Weise Gebrauch zu machen und die Dentinadhäsive Rekonstruktion nicht schematisch, sondern einzelfallbezogen zu bewerten, um den berechtigten Interessen von Patient, Zahnarzt und auch der Beihilfe gerecht zu werden. Jeder Zahnarzt solle seine beihilfeberechtigten Patienten unterstützen, indem er bei Erstattungsproblemen bei der DAR auf dieses Urteil verweise.

Eine Abschrift des Urteils finden Sie hier.

Quelle: Freie Zahnärzteschaft, 19.06.2010

Foto: © Shutterstock.com
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