Branchenmeldungen 11.09.2026

Brandenburg: Zwei Landarztstipendien künftig für Zahnärzte vorgesehen

KZVLB – Die Kassenzahnärztliche Vereinigung Land Brandenburg (KZVLB) begrüßt, dass die von ihr geforderte Erweiterung des Landärzteprogramms auf Zahnärzte nun umgesetzt werden soll. Nach dem vom Kabinett beschlossenen Entwurf des Doppelhaushalts 2027/2028 sollen – vorbehaltlich des parlamentarischen Verfahrens – künftig zwei der insgesamt 18 Landarztstipendien pro Jahr für angehende Zahnärzte zur Verfügung stehen.

Brandenburg: Zwei Landarztstipendien künftig für Zahnärzte vorgesehen

Foto: oneinchpunch – stock.adobe.com

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„Wir freuen uns sehr, dass aus der Ankündigung im Koalitionsvertrag nun ein konkreter Schritt wird“, erklärt Dr. Eberhard Steglich, Vorstandsvorsitzender der KZVLB. „Gerade angesichts der wachsenden Herausforderungen bei der Gewinnung zahnärztlichen Nachwuchses ist das ein wichtiges Signal für die Zukunft der zahnmedizinischen Versorgung im Land.“

Für die Vertreterversammlung der KZVLB ist die Erweiterung des Landärzteprogramms auf Zahnärzte seit Langem ein wichtiges Anliegen. Dr. Matthias Stumpf, Vorsitzender der Vertreterversammlung, sagt: „Die zahnmedizinische Versorgung im ländlichen Raum steht vor großen Herausforderungen. Deshalb ist es wichtig, dass die Landespolitik jetzt auch bei der Zahnmedizin gezielt Anreize für eine Tätigkeit in Brandenburg schafft.“

Zwei Stipendien werden den bestehenden Bedarf noch nicht decken, sind aber ein wichtiger Anfang. „Wir wissen um die begrenzten finanziellen Möglichkeiten des Landes. Deshalb ist es gut, dass jetzt der erste Schritt erfolgt. Darauf können wir aufbauen“, ergänzt Rouven Krone, Vorstandsmitglied der KZVLB.

René Wilke, Minister für Arbeit, Soziales, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt des Landes Brandenburg, erklärt dazu: „Die wohnortnahe medizinische und zahnmedizinische Versorgung braucht vor allem eines: gut ausgebildete Fachkräfte, die auch bereit sind, dauerhaft im Land zu arbeiten. Wir wollen deshalb auch angehende Zahnärzte frühzeitig für eine berufliche Perspektive vor Ort gewinnen und zur Sicherung der zahnmedizinischen Versorgung im ländlichen Raum beitragen.“

Das Landärzteprogramm hat sich in der Humanmedizin bereits als Instrument der Nachwuchsgewinnung etabliert. Für die Zahnmedizin besteht aus Sicht der KZVLB ein vergleichbarer Handlungsbedarf. Die Studienkapazitäten im Land sind jedoch begrenzt. Bislang besteht in Brandenburg nur an der privaten Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane (MHB) die Möglichkeit, Zahnmedizin zu studieren.

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