Branchenmeldungen 11.09.2026
Brandenburg: Zwei Landarztstipendien künftig für Zahnärzte vorgesehen
Für die Vertreterversammlung der KZVLB ist die Erweiterung des Landärzteprogramms auf Zahnärzte seit Langem ein wichtiges Anliegen. Dr. Matthias Stumpf, Vorsitzender der Vertreterversammlung, sagt: „Die zahnmedizinische Versorgung im ländlichen Raum steht vor großen Herausforderungen. Deshalb ist es wichtig, dass die Landespolitik jetzt auch bei der Zahnmedizin gezielt Anreize für eine Tätigkeit in Brandenburg schafft.“
Zwei Stipendien werden den bestehenden Bedarf noch nicht decken, sind aber ein wichtiger Anfang. „Wir wissen um die begrenzten finanziellen Möglichkeiten des Landes. Deshalb ist es gut, dass jetzt der erste Schritt erfolgt. Darauf können wir aufbauen“, ergänzt Rouven Krone, Vorstandsmitglied der KZVLB.
René Wilke, Minister für Arbeit, Soziales, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt des Landes Brandenburg, erklärt dazu: „Die wohnortnahe medizinische und zahnmedizinische Versorgung braucht vor allem eines: gut ausgebildete Fachkräfte, die auch bereit sind, dauerhaft im Land zu arbeiten. Wir wollen deshalb auch angehende Zahnärzte frühzeitig für eine berufliche Perspektive vor Ort gewinnen und zur Sicherung der zahnmedizinischen Versorgung im ländlichen Raum beitragen.“
Das Landärzteprogramm hat sich in der Humanmedizin bereits als Instrument der Nachwuchsgewinnung etabliert. Für die Zahnmedizin besteht aus Sicht der KZVLB ein vergleichbarer Handlungsbedarf. Die Studienkapazitäten im Land sind jedoch begrenzt. Bislang besteht in Brandenburg nur an der privaten Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane (MHB) die Möglichkeit, Zahnmedizin zu studieren.