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Branchenmeldungen 05.11.2018

BTI DAY’18 – Mit Wachstumsfaktoren auf Wachstumskurs

Georg Isbaner
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BTI DAY’18 – Mit Wachstumsfaktoren auf Wachstumskurs

Dr. Ralf Rauch eröffnete am 3. November als neuer BTI General Manager den BTI DAY’18 im Hilton Frankfurt Airport. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die minimalinvasiven implantologischen Ansätze des BTI-Gründers, Erfinders und Oralchirurgen Dr. Eduardo Anitua.

Dass die moderne Implantologie gepaart mit dem richtigen Material und den richtigen Techniken zahlreiche minimalinvasive Ansätze bietet, wurde vor allem auf dem BTI DAY’18 im Hilton Hotel am Flughafen Frankfurt a.M. deutlich. Dr. Eduardo Anitua und sein Referententeam zeigten in ihren Vorträgen, dass gerade bei ausgeprägten Kieferatrophien mit durchmesser- und/oder längenreduzierten Implantaten Augmentationsmaßnahmen umgangen werden können. Kurze und extrakurze Implantate können beispielsweise die gleichen Krafteinwirkungen absorbieren wie ihre längeren Brüder und Schwestern – selbst bei einem Implantat-Kronen-Verhältnis von 1:4. 

Wie Dr. Anitua in hausinternen Studien mittels finiter Elementeanalysen belegen konnte, konzentriert sich die Zugkraft in den ersten drei bis vier Windungen des Implantats, sodass der untere Teil des Implantatkörpers nicht signifikant belastet wird. Hierbei spiele lediglich der Implantatdurchmesser eine entscheidende Rolle, so Dr. Anitua – je größer der Durchmesser der extra kurzen Implantate, desto besser die Kraftverteilung. Das eröffnet die Möglichkeit, horizontale Knochendefekte mit längenreduzierten Implantaten zu versorgen, ohne funktionelle und mechanische Kompromisse eingehen zu müssen. Voraussetzung dafür ist natürlich eine ausreichende horizontale Knochendimension, um die von Dr. Anitua empfohlenen Ultrakurzimplantate mit einem Durchmesser von 5 mm zu inserieren.

Bei der Versorgung mit Ultrakurzimplantaten ist u.a. die genaue Bestimmung der Knochendichte des zu implantierenden Areals entscheidend. Je höher die Knochendichte, desto näher muss der Bohrerdurchmesser an den Implantatdurchmesser heranreichen, um unnötige Knochenkompressionen beim Einbringen des Implantatkörpers zu verhindern. Ein von BTI konzipierter Spezialbohrer mit frontaler Schneide ermöglicht sowohl einen geschlossenen Sinuslift als auch die Kontrolle bei der Insertion von extra kurzen Implantaten in der Nähe des Nervus alveolaris inferior, ohne kritische anatomische Strukturen zu zerstören.

Falls die knöchernen Defekte selbst für die extra kurzen Implantate zu groß sind, empfiehlt Dr. Anitua den Einsatz von Plasma Rich Growth Factors – PRGF. Hinter dem Namen PRGF®-Endoret® von BTI verbirgt sich eine biomedizinische Technologie mit dem Zweck, die Geweberegeneration mithilfe autologer Proteine zu stimulieren. „Hunderte von endogenen Proteinen sind an den Prozessen der Geweberegeneration beteiligt. Hierzu gehören auch Angiogenese, Chemotaxis und Zellprolieferation. Es gibt einen exogenen Wirkstoff, der diese Prozesse wirksam beeinflussen kann. Mit der Endoret- Technologie können die Proteine aus dem Blut isoliert und konzentriert werden, die an der Geweberegeneration beteiligt sind und entsprechend in situ angewandt werden“, heißt es seitens des Unternehmens.

Hinsichtlich der durchmesserreduzierten Implantate stellte Dr. Eduardo Anitua das neue Interna 3.0 vor. Mit seinem Durchmesser von 3 Millimetern eignet es sich besonders bei horizontalen Atrophien. Mittels universeller Distanzhülsen lassen sich alle herkömmlichen BTI-Prothetikaufbauten auf das schmale Implantat verschrauben. Für den posterioren Bereich sind die Distanzhülsen am oberen Bereich verbreitert, damit eine breitere prothetische Emergenz und ein stärkerer Schutz des Zahnfleischs gewährleistet sind. Angulierte Versionen dieser Distanzhülsen sind ebenfalls erhältlich, was die prothetische Flexibilität erhöht.

Dass nicht nur das Implantatdesign, sondern auch die Reinheit bzw. Sterilität der Implantatoberflächen wichtige Aspekte einer erfolgreichen Implantattherapie sein können, besprach Dr. Dirk Duddeck, Geschäftsführer der CleanImplant Foundation, in seinem Vortrag. Mikroskopisch kleine Partikel, die die Implantatoberfläche verunreinigen, können, laut Dr. Duddeck, das Risiko peri-implantärer Entzündungen erhöhen. Mittlerweile gibt es zahlreiche Hersteller – darunter auch BTI –, deren Implantatoberflächen durch die Stiftung zertifiziert wurden. So können sich auch Zahnärzte für ihre Patienten absichern, so Dr. Duddeck.

Wie die Praxistauglichkeit der BTI-Produkte und -Verfahren ausfällt, konnte der Berliner Implantologe Norman Jacob mit zahlreichen Patientenfällen darstellen. Vor allem die minimalinvasiven Konzepte, die mithilfe der BTI-Produkte umgesetzt werden können, überzeugen seine Patienten, so Jacob.

BTI zeigte mit seinem fünften BTI DAY, dass es sich lohnt, überkommene Verfahren in der dentalen Implantologie zu hinterfragen. Die vorgestellten minimalinvasiven Techniken und regenerativen Maßnahmen für das Hart- und Weichgewebe können für Patienten eine gleichsam sichere, aber eben auch schonendere Alternative darstellen.

Foto: OEMUS MEDIA AG
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