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Branchenmeldungen 21.02.2011

curasan AG launcht Knochenersatzmaterial

curasan AG launcht Knochenersatzmaterial

Allein in Deutschland werden jährlich zirka 800.000 Zahnimplantate gesetzt. Bei fast jedem zweiten Patienten ist vor der Implantation ein Knochenaufbau nötig, da der Kieferknochen bereits zu stark atrophiert ist. Die Entwicklung von Knochenersatzmaterialien ist in den letzten Jahren besonders im Bereich der reinen Gerüstsubstanzen weit fortgeschritten.

Die Bandbreite ist groß, sie reicht von autologen, vollsynthetischen bis zu xenogenen Materialien. „Mit Osbone® haben wir jetzt ein vollsynthetisches Hydroxylapatit der neuen Generation, das im Gegensatz zu bovinen Materialien keinerlei potenzielle Infektions- oder Allergierisiken in sich trägt, welche bei xenogenen Materialien niemals völlig ausgeschlossen werden können“, erläuterte am Montag Dr. Wolf-Dietrich Hübner, Leiter des Bereichs Medizin auf der Pressekonferenz der curasan AG.



Bildunterschrift v.l.n.r.: Dr. Wolf-Dietrich Hübner (curasan AG, Kleinostheim), Dr. Andreas Holweg (Facharzt für Mund- und Kieferchirurgie aus Fulda) und Dr. med. Dr. med. dent. Marcus Oliver Klein (Klinik für MKG-Chirurgie der Uni Mainz).

Die synthetischen Hydroxylapatite früherer Generationen zeigten wegen ihrer geringen Porosität und unzureichenden biokompatiblen Eigenschaften nicht immer die gewünschten klinischen Resultate. Osbone® dagegen ist wegen seiner hohen Porosität und moderner Herstellungsverfahren äußerst biokompatibel und ermöglicht eine schnelle Osseointegration und damit ein stabiles Implantatlager für die spätere Implantation. Synthetisch gewonnene Arzneimittel und Medizinprodukte können in einer höheren Reinheit hergestellt werden und entsprechen somit den Anforderungen einer fortschrittlichen Medizin. „Bisher gab es zu den bovinen Ersatzmaterialien und dem Einsatz autologer Knochensubstanz wenig praktikable Alternativen. Hier sind die neuen synthetischen Materialien vielversprechend, auch weil es die Patientenaufklärung deutlich vereinfacht und das Haftungsrisiko reduziert“, bestätigt Dr. Andreas Holweg, Facharzt für Mund- und Kieferchirurgie aus Fulda.

Indikation und optimale Anwendbarkeit


Osbone® ist ein synthetisches Hydroxylapatit und eignet sich auf Grund seiner Eigenschaften für den Einsatz im Bereich der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie für viele Indikationen.

Entsprechend seiner langsamen Resorptionskinetik und seiner polygonal gebrochenen Form eignet sich Osbone® insbesondere zur Füllung von Defekten bzw. zur Augmentation von Arealen, in denen ein stabiles Lager für Implantate erforderlich ist. Um ein optimales Ergebnis zu erreichen, sollten zur Vorbereitung des Implantatlagers Knochenfragmente, nekrotisches Gewebe und Bindegewebe sorgfältig entfernt werden. Direkter Kontakt von Osbone® mit dem blutenden vitalen Knochen und eine gründliche Anfrischung des Knochens vor dem Einbringen unterstützen die Besiedlung mit Knochenzellen und Durchsetzung mit Blutgefäßen. Dieser Hinweis gilt in gleicher Weise übrigens auch für andere Knochenersatzmaterialien. Osbone® sollte vor dem Einbringen in den Defekt mit Eigenblut aus der Defektregion gemischt werden, da der Organismus dort bereits die an der Wundheilung beteiligten Faktoren angereichert hat. Eingebunden in die visköse Konsistenz des koagulierenden Eigenbluts lässt sich Osbone® leicht in den Defekt applizieren. Eine Anwendung zusammen mit autologer Spongiosa, Knochenmark-Aspirat oder Plättchenreichem Plasma (PRP) ist ebenfalls möglich. Die multiporöse Struktur des Granulates bildet die Basis für die Erschließung des Materials und die Zellversorgung.

Osbone® erlaubt dem Arzt eine vereinfachte Patientenaufklärung. Aufgrund seiner synthetischen Herstellung entfallen Erklärungen über einen biologischen Ursprung des Materials, seine Herkunft und mögliche, durch das Produkt induzierte Restrisiken für Infektionen und Allergien. Der Mediziner ist in der Lage, seinen Patienten eine Alternative zu bovinem Hydroxylapatit anzubieten. Der gesetzlich vorgeschriebenen Aufklärungspflicht und dem Selbstbestimmungsrecht des Patienten kann der Arzt so ohne Sorge gerecht werden.

Mehr Informationen unter www.osbone.de

Quelle: Pressekonferenz der curasan AG, 15.03.2010

Foto: © curasan AG
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