Branchenmeldungen 25.03.2026

Dentaurum kürt Hans-Peter Bantleon Preisträger 2026 auf der ÖGKFO-Tagung

DENTAURUM – Kitzbühel wurde in diesen Tagen erneut zum Treffpunkt der internationalen Kieferorthopädie-Szene: Zur 54. Internationalen Fortbildungstagung der ÖGKFO (Österreichische Gesellschaft für Kieferorthopädie) kamen zahlreiche Fachbesucher zusammen. Das mehrtägige Programm spannte einen Bogen von aktuellen klinischen Themen wie der „Aligner-Therapie bei Kindern und Jugendlichen“ bis hin zu praxisrelevanten Herausforderungen wie „Cybercrime in der Praxis“.

Dentaurum kürt Hans-Peter Bantleon Preisträger 2026 auf der ÖGKFO-Tagung

Foto: Dentaurum

Ein besonderer Höhepunkt der Tagung war die Verleihung des Hans-Peter-Bantleon-Förderpreises für Kieferorthopädie. Dentaurum stiftete auch in diesem Jahr das Preisgeld für den ersten Platz der renommierten wissenschaftlichen Auszeichnung der ÖGKFO.

20 Jahre Förderung für die KFO-Forschung    

Der Förderpreis wird seit 2006 jährlich anlässlich der Jahrestagung der ÖGKFO verliehen. In Gedenken an den langjährigen ÖGKFO-Präsidenten Prof. Dr. Hans-Peter Bantleon ( 2021) wurde der „Wissenschaftliche Förderpreis der ÖGKFO“ 2022 in „Hans-Peter Bantleon Förderpreis“ umbenannt. Seit 2013 fungiert Dentaurum als Hauptsponsor des Preises.

Als führendes Unternehmen in der Dentalbranche fördert Dentaurum international Fachkräfte und setzt auf Dialog: Kooperationen mit Universitäten, Zahnärzten und Zahntechnikern sichern optimale Ergebnisse. Intensive Forschungs- und Entwicklungsarbeit münden in technologisch innovativen Fertigungstechnologien und erstklassigen Produkten. 

Weitere nennenswerte von Dentaurum gestiftete Förderpreise sind u. a. der seit 1910 auf der DGKFO (Deutsche Gesellschaft für Kieferorthopädie) verliehene Arnold-Biber Preis, der zu den ältesten Auszeichnungen in der Zahnmedizin zählt, sowie seit einigen Jahren das Sponsoring eines Wissensawards im Rahmen der EOS (European Orthodontics Society) im europäischen Raum. Außerdem gibt der Medizinproduktehersteller sein Wissen über umfangreiche Weiterbildungsprogramme weiter.

2026 hat die Studie von Dr. med. dent. Theresa Kastl in Zusammenarbeit mit Dr. med. dent. Karoline Rosner, Dr. med. dent. et Dr. med. scient. Linda Schwarz und Priv.-Doz. Mag. PhO Brenda Laky unter der wissenschaftlichen Leitung von Univ.-Prof. Dr. med. dent. Michael Bertl (alle Sigmund Freud Privatuniversität Wien) das Expertengremium nachhaltig überzeugt. Unter dem Titel “The influence of digital instructional videos on the oral hygiene of adolescent patients during multi-bracket treatment” untersuchte die Arbeitsgruppe den Einfluss digitaler Instruktionsvideos auf die häusliche Mundhygiene jugendlicher Patienten während einer festsitzenden KFO-Behandlung.

An der randomisierten, kontrollierten klinischen Studie nahmen insgesamt 110 Patienten teil, die sich alle über den Studienzeitraum einer Multibandbehandlung unterzogen haben. Sie wurden nach dem Zufallsprinzip zu gleichen Teilen (jeweils 55 Teilnehmer) entweder der Interventions- oder der Kontrollgruppe zugeordnet. Beide Gruppen erhielten zu Beginn der Studie Anweisungen zur Mundhygiene. Die Interventionsgruppe erhielt zusätzlich über eine mobile Nachrichten-App alle zwei Wochen Videos mit Anleitungen zur Mundhygiene. 

Zu Beginn (T0) sowie nach 8 Wochen (T1) wurde der Kieferorthopädische Plaque-Index (OPI) bestimmt, um die Mundhygiene zu bewerten. Dieser Index konzentriert sich auf den Bereich in der Nähe des Brackets und dokumentiert die Plaqueakkumulation sowie Entzündungszeichen der Gingiva. Zur Beschreibung des durchschnittlichen OPI-Wertes pro Patient über alle untersuchten Zähne hinweg wurde eine modifizierte Version des Index verwendet. Nach 8 Wochen zeigte die Interventionsgruppe eine signifikant stärkere Verbesserung der Mundhygiene (OPI-Differenz: 0,9 ± 0,9 Punkte) als die Kontrollgruppe (0,2 ± 0,7 Punkte; p < 0,001).

Darüber hinaus wies die Interventionsgruppe nach 8 Wochen einen signifikant niedrigeren OPI-Wert von 3.0 ± 0.9 auf im Vergleich zur Kontrollgruppe mit einem OPI von 3.6 ± 0.6 Punkten (p < 0.001). Es gab signifikante Unterschiede beim Durchschnitts-OPI zwischen T0 und T1 in der Interventionsgruppe, mit OPI-Werten von jeweils 2.93 ± 0.81 und 1.68 ± 0.91 (p < 0.001).

Neue Strategien für eine verbesserte Mundhygiene während der KFO-Behandlung

Die Bereitstellung von Videos mit Anweisungen zur Mundhygiene im Abstand von zwei Wochen über eine mobile Messenger-Anwendung führte bei Patienten mit festsitzenden kieferorthopädischen Apparaturen zu einer kurzfristigen Verbesserung der Mundhygieneindize. Die Ergebnisse legen nahe, dass digitale Mundhygieneinstruktionen per Messenger eine praxisnahe Zusatzmaßnahme in der kieferorthopädischen Behandlung sein können, um die Compliance und die Mundhygiene von Patienten mit festsitzenden Apparaturen kurzfristig zu verbessern.

Nach der Vorstellung ihrer Studienarbeit beglückwünschten Matthias Kühner und Sebastian Pavlovic Dr. Kastl im Namen von Dentaurum. Neben der Auszeichnung überreichten sie der Preisträgerin einen Scheck über 3.000 Euro. Auch ÖGKFO-Präsident Univ.-Prof. Dr. Adriano Crismani, zugleich diesjähriger Tagungsleiter, gratulierte.

Der Hans-Peter Bantleon Förderpreis würdigt und fördert Forscher in der Kieferorthopädie, die in Österreich tätig sind. Diese können ab sofort entsprechende wissenschaftliche Arbeiten einreichen und sich für die Preisvergabe 2027 bewerben. 

Weitere Informationen sind erhältlich bei der Österreichischen Gesellschaft für Kieferorthopädie unter https://www.oegkfo.at/dhans-peterbantleon-foerderpreis oder unter http://www.dentaurum.de/hans-peterbantleon-foerderpreis

Dieser Beitrag stammt von dem Anbieter und spiegelt nicht die Meinung der Redaktion wider.
Mehr News aus Branchenmeldungen

ePaper