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Branchenmeldungen 24.09.2014

DENTSPLY Stipendium für Seniorenzahnmedizin verliehen

DENTSPLY Stipendium für Seniorenzahnmedizin verliehen

Vergleich: Ältere Zahnärzte haben bessere Mundgesundheit als andere Senioren

Auf der Jahrestagung in Böblingen haben die Deutsche Gesellschaft für AlterszahnMedizin e.V. (DGAZ) und DENTSPLY am 20. Juni 2014 erneut das „DENTSPLY Stipendium für Seniorenzahnmedizin“ verliehen. Die Jury prämierte diesmal die „Epidemiologische Untersuchung zur Mundgesundheit und Versorgungsgrad von Zahnärzten im Seniorenalter“. Preisträger Dr. Maximilian Ohneis und Prof. Dr. Benz verglichen in ihrer Studie die Daten von Zahnmedizinern der Altersgruppe 65 bis 74 Jahre, die beim Zahnärztlichen Bezirksverband (ZBV) Niederbayern im Jahr 2010 gemeldet waren, mit der entsprechenden Referenzgruppe der Vierten Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS IV). Die Ergebnisse von Dr. Ohneis und Prof. Dr. Benz geben einen interessanten Ausblick auf die Mundgesundheit in Deutschland.

In diesem Jahr haben die DGAZ und DENTSPLY mit dem für herausragende Arbeiten im Bereich der Seniorenzahnmedizin geschaffenen „Stipendium für Seniorenzahnmedizin“ die Verfasser einer epidemiologischen Studie gewürdigt, welche die orale Gesundheit und Lebensqualität von Ruheständlern untersucht hat. Die Preisträger  analysierten die Daten einer Befragung von 98 Zahnärzten des ZBV im Seniorenalter zu den Aspekten „Mundgesundheit und Versorgungsgrad“ im Vergleich zur Durchschnittsbevölkerung. Die Kernfrage bestand darin, inwieweit ein Maximum an Fachwissen auch zur Genese und zum langfristigen Erhalt einer bestmöglichen oralen Situation und der damit verbundenen höheren Lebensqualität beitrüge.

Folgende Teilergebnisse seien kurz dargestellt: Die Mundhygiene der Zahnarzt-Senioren ist nach Definition der DMS IV etwa doppelt so gut wie die der Durchschnittsbevölkerung, mit entsprechend niedrigeren DMFT- und CPI-Werten bei den Zahnmedizinern. Die befragte Zahnarztgruppe benutzt dreimal mehr Hilfsmittel zur Reinigung der approximalen Bereiche und bevorzugt elektrische Zahnbürsten. Der durchschnittliche DMFT-Wert ist bei den Zahnärzten nur halb so hoch wie bei den übrigen Senioren; letzteren fehlen im Durchschnitt 14 Zähne, während bei der Zahnarztgruppe nur 4 Zähne fehlen. Alle befragten Zahnärzte haben festsitzenden Zahnersatz, während nur bei einem Viertel der DMS IV-Vergleichsgruppe Zahnlücken festsitzend versorgt sind. Noch deutlicher fällt der Unterschied bei Implantaten aus: 20 Prozent der Zahnarzt-Senioren haben implantatgetragenen Zahnersatz, in der Vergleichsgruppe dagegen nur 2,5 Prozent.

Ergo: Die mundgesundheitsbezogene Lebensqualität der untersuchten Senioren-Zahnmediziner ist wesentlich besser als beim gleichaltrigen Durchschnitt und sogar deutlich besser als bei Erwachsenen im Alter zwischen 35 und 40 Jahren, welche festsitzenden oder keinen Zahnersatz haben. Die epidemiologische Studie zeigt insgesamt, dass die zahnärztliche Wahrnehmung und eigene Einflussnahme auf die Mundgesundheit entsprechend hoch ist, während die Durchschnittsbevölkerung trotz guter Wahrnehmung und vorhandenen Wissens über die Eigenverantwortlichkeit die notwendigen Mundhygienemaßnahmen häufiger falsch oder eventuell fehlerhaft umsetzt.

Die Preisverleihung nahmen am 20. Juni 2014 Prof. Dr. Ina Nitschke, Präsidentin der DGAZ, sowie Frau Olga Kerenceva, DENTSPLY DeTrey GmbH, vor.

Der diesjährige Gewinner des DENTSPLY Stipendiums für Seniorenzahnmedizin erhält mit dem Förderpreis eine kostenfreie Teilnahme an einem von der DGAZ unterstützten Curriculum zur Seniorenzahnmedizin. Das gerostomatologische Curriculum kann mit einer Prüfung abgeschlossen werden. Erfolgreiche Absolventen der Fortbildung erhalten ein Zertifikat und können so mit Hilfe des DENTSPLY Stipendiums auch die weitere Qualifikation zum „Spezialisten für SeniorenzahnMedizin“ anstreben.

Quelle: DENTSPLY DeTrey

Foto: © DENTSPLY DeTrey
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