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Branchenmeldungen 29.11.2017

„Die Angst vor der Wurzelkanalbehandlung sinkt“

„Die Angst vor der Wurzelkanalbehandlung sinkt“

Endodontie als Säule der Zahnerhaltung wird zunehmend wichtiger. Die Aufbereitung eines Wurzelkanals gehört dabei unbestritten zu den Herausforderungen der Zahnheilkunde. Eine unzureichende Reinigung oder Feilenbruch gehören zu den Risiken. Gefragt sind deshalb Produkte für ein Mehr an Sicherheit, Effizienz und Präzision.

Dr. Jörg Weiler, Mitinhaber der „Zahnarztpraxis Rodenkirchen Dr. Gereon Josuweck & Dr. Jörg Weiler“ in Köln, ist Allgemeinzahnarzt mit Schwerpunkt auf restaurative und adhäsive Zahnheikunde mit Affinität zur Endodontie. Er hat bei seiner täglichen Arbeit besonders das Endo-Eze™ GENIUS® System von Ultradent Products schätzen gelernt. Im Interview steht er zu seinen Beweggründen Rede und Antwort.

Herr Dr. Weiler, warum haben Sie sich für das Endo-Eze GENIUS System entschieden, wo es doch eine Vielzahl an Systemen auf dem Markt gibt?

Ich bin ein Freund und Verfechter von reziproken Aufbereitungssystemen und seit vielen Jahren Anwender des Endo-Eze™ TiLOS® Systems von Ultradent Products sowie des SafeSiders® Systems von EDS. Das Endo-Eze GENIUS System ist eine konsequente Weiterentwicklung und Verbesserung dieser Systeme.

Was zeichnet das Endo-Eze GENIUS System aus?

Das Endo-Eze GENIUS System ist, im Vergleich zu den oben genannten, ein asymmetrisch reziprokierendes System. Solche gibt es bereits einige auf dem Markt, allerdings haben diese deutlich größere Schnittwinkel. Das bedeutet, dass diese Systeme mit 150° bis 360° schneiden, während das Endo-Eze GENIUS System nur mit 90° schneidet. Außerdem können alle anderen Systeme dann nur reziprok arbeiten, während das Endo-Eze GENIUS mit derselben Feile auch noch rotierend arbeiten kann.

Wie genau kann man sich den Arbeitsablauf mit Endo-Eze GENIUS vorstellen?

Es gibt erfreulicherweise nur wenige Arbeitsschritte, da eigentlich jede Behandlung mit den zwei GENIUS-Feilen aus NiTi möglich ist, die jeweils in vier Stärken erhältlich sind. In einem ersten Schritt erfolgt die rotierende Erweiterung des Kanaleingangs, in einem folgenden die reziproke Ausformung des Kanals mit der ersten Feile. Danach folgt die reziproke Aufbereitung des apikalen Anteils mit einer zweiten Feile und schließlich die Entfernung des Debris aus dem Kanal mit demselben Instrument unter rotierender Bewegung.

Welche Vorteile entstehen daraus?

Die Kombination von reziproken und rotierenden Bewegungen mit demselben Instrument ist ein entscheidendes Plus. Denn das reduziert nicht nur die Instrumentenzahl und schafft echten Workflow, sondern verringert auch die Behandlungszeit. Meist sind nur zwei Feilen für jede Behandlung nötig. Das empfinde ich als praktisch – und als wohltuende Abkehr vom so genannten „Ein-Feilen-System“, wie es andere Anbieter propagieren.

Auch ist der GENIUS-Motor im Vergleich zu anderen Motoren für nahezu alle gängigen Feilen nutzbar, da er frei programmiert werden kann. Andere Hersteller haben fast immer die Einschränkung auf nur einen freien Programmplatz für ein rotierendes Instrument. Eine Programmierung der Winkel im reziproken Bereich ist da nach meinem Wissen nicht möglich. Das hat zur Folge, dass man quasi unfreiwillig an den Hersteller gebunden ist. Der GENIUS-Motor dagegen bietet dem Zahnarzt insgesamt jeweils neun Programmplätze für rotierende und reziprokierende Instrumente an, so dass auch neue Instrumente oder individuelle Sequenzen alter Instrumente eingestellt werden können. Und nicht zu vergessen ist das „Zubehör“ zum System, der Apex-Locator FIND. Er liefert sehr genaue Messwerte und ist dazu noch einfach zu bedienen.

Was bedeutet das konkret für die Behandlung?

Nach den aktuellen Referentenmeinungen auf dem Kongress der Europäischen Gesellschaft für Endodontologie (ESE) in Brüssel im September 2017 sind Instrumente mit einem Taper 0.4 und einem Durchmesser von 0,30 – 0,35 mm wohl optimal für Reinigung, sicheres Abfüllen und Schonung von gesundem Dentin – Minimalinvasivität sollte der zentrale Aspekt sein. Genau die dafür notwendige Beschaffenheit haben die GENIUS-Instrumente. Sie haben alle den Taper .04. Das bedeutet auch, dass man sich als Behandler nicht immer wieder die Frage stellen muss, welches Taper ist zu welcher Zeit bei welchem Zahn richtig etc. Das bringt mir als Behandler mehr Sicherheit.

Inwiefern profitieren Ihre Patienten von dem neuen System?

Das Bewegungsmuster der GENIUS-Feilen ist für den Patienten aus zwei Gründen besser. Erstens sinkt durch die geringeren Schnittwinkel und Arbeitskräfte die Frakturrate dramatisch und zweitens ist der Abtrag von Zahnsubstanz bei den Schnittwinkeln weniger aggressiv und für den Patienten deutlich angenehmer. Dieses Feedback habe ich jedenfalls oft bekommen. Oder anders gesagt: Die Angst vor der Wurzelbehandlung sinkt.

Würden Sie sich wieder für das Endo-Eze GENIUS System entscheiden und warum?

Auf jeden Fall! Unter anderem ist der universelle Motor auch für zukünftige Systeme nutzbar und
Instrumente anderer Hersteller können problemlos verwendet werden. Der Motor ist in vollständigen Sequenzen programmierbar. Die Instrumente sind in der Anzahl übersichtlich und so, wie ich es einschätze, für alle Situationen einsetzbar – für dünne, große, gebogene oder gerade Kanäle – und von der Geometrie her substanzschonend, wobei sie gleichzeitig trotzdem ein sicheres Abfüllen ermöglichen. Und nicht zuletzt ist es außergewöhnlich, das reziprokierende und rotierende Bewegungsmuster in einem System vorzufinden. Durch diese Tatsache sind beide Vorteile bei maximaler Behandlungssicherheit vereint. Ich würde mich als endodontologisch bzw. restaurativ ambitionierten Allgemeinzahnarzt bezeichnen und sehe für mich hier das optimale System.

Herr Dr. Weiler, vielen Dank für das Gespräch.

Foto: Ultradent Products/Dr. Jörg Weiler
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