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Branchenmeldungen 03.06.2016

Erfolgreiche CAMLOG COMPETENCE TOUR 2015/16

Erfolgreiche CAMLOG COMPETENCE TOUR 2015/16

Die CAMLOG Competence Tour – Erfolgreiche Veranstaltungsreihe in sechs deutschen Städte

CAMLOG® und CONELOG® gehören zu den beliebtesten Implantatsystemen. Und sie überzeugen immer mehr Anwender durch die Summe ihrer Vorteile. Die CAMLOG COMPETENCE TOUR lief von November 2015 bis März 2016 in deutschen Großstädten. Sie zeigte, welches Implantat in welcher Indikation am besten funktioniert – und dass dabei auch individuelle Vorlieben eine Rolle spielen. Die Teilnehmer erhielten zusätzlich Einblick in digitale Konzepte, die sich elegant und nutzbringend umsetzen lassen.

Das Potenzial an Patienten, die implantologisch versorgt werden könnten, ist laut Michael Ludwig, gewaltig. Den Nutzen ziehen werden nach seiner Überzeugung implantologische Teams, die „gute Versorgungen zu angemessenen Preisen“ bieten können. Dabei spielen für Ludwig zukunftssichere Lösungen, auch im Digitalbereich, eine zentrale Rolle. Bei allen Punkten sieht er CAMLOG sehr gut aufgestellt. Zahnärzte wie Zahntechniker profitieren ihrerseits davon, wenn sie den stetig schneller werdenden Wandel aktiv mitgestalten.

Impressionen

Flexible und effiziente Chirurgie

CONELOG für Chirurgen, CAMLOG für Prothetiker – ganz so einfach ist die Wahl des idealen Implantats nicht. Vielfältige klinische Voraussetzungen und der Teamgedanke erfordern eine differenzierte Betrachtung. Auf der COMPETENCE TOUR fokussierte jeweils ein Referent die Vorteile eines Systems. Dabei wurde deutlich, dass beide chirurgisch wie prothetisch hervorragend funktionieren. So betonte Dr. Claudio Cacaci (München), wie flexibel er aufgrund der kongruenten Außengeometrie und des identischen Aufbereitungsprotokolls wählen kann.

Neben praktischen und wissenschaftlichen Aspekten spielt bei der Entscheidung offenbar der persönliche Erfahrungshintergrund eine wichtige Rolle. Cacaci verwendet schon lange Implantate mit konischer Verbindung, richtet sich aber selbstverständlich bei Zuweisern nach deren Präferenzen. Mit CONELOG sammelt er seit dem Jahr 2010 Daten für eine praxisbasierte Multizenterstudie. Der Knochen bleibt nach bisherigen Ergebnissen stabil, was durch Zweijahresergebnisse einer universitären Studie bestätigt wird [1]. Dr. med. habil. Wolfram Knöfler hat vollständig von CAMLOG auf CONELOG umgestellt. Der Leipziger Kieferchirurg und Zahnarzt ist Ehrenmitglied der DGI und setzte 1977 sein erstes Implantat, inzwischen sind es rund 5.400. Von seinen gut 300 CONELOG Implantaten gingen bisher nur zwei verloren (weniger als 1 %). Ebenso wichtig sind für Knöfler die einfache Chirurgie und der geringe oder gar nicht vorhandene Knochenabbau. Diesen demonstriert er überzeugend anhand von Literatur, Röntgenbildern und eigenen umfangreichen Daten. In Kieferabschnitten mit reduziertem Knochenangebot sind für Knöfler 7 mm CONELOG Implantate eine gute Alternative.

Für Dr. Thorsten Wilde (Berlin) ist CONELOG vor allem bei Kronen und kleinen Brücken ideal. „Das Implantat ist schnell am Start, ich benötige nur wenig Vorarbeit.“ Die tiefere Knochenposition führe dazu, dass periimplantäres Gewebe besser erhalten wird. Zudem lasse sich das Implantat mit einem kleinen krestalen Schnitt freilegen. Abformpfosten werden laut Wilde durch die Rotationssicherung sicher eingebracht, Positionen zuverlässig übertragen. Die CONELOG Innenverbindung müsse aber vor dem Einschrauben von Bauteilen sorgfältig gereinigt werden.

Perfekte Prothetik

Bereits bei der Entwicklung des CAMLOG Systems durch das Filderstädter Team um Dr. Axel Kirsch war es erklärtes Ziel, „die designbedingten mechanischen Probleme, die Unzulänglichkeiten im Handling der vorhandenen Systeme zu überwinden“ [2]. Auf die Frage „Warum CAMLOG?“ zeigt Dr. Peter Randelzhofer einfach ein Bild der Tube-in-Tube-Verbindung. Für den Münchner Prothetiker, der gemeinsam mit Dr. Cacaci praktiziert, zählen die universelle Verwendbarkeit und das unschlagbare Preis-Leistungs-Verhältnis von CAMLOG.

Die hohe Effizienz des „für den Praktiker besten Systems“ erlaube es ihm, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Nicht zuletzt überzeugt ihn die Tatsache, dass es sich durchgehend um „absolute Premiumprodukte mit höchstem Sicherheits- und Qualitätsanspruch“ handelt. Dazu gehört für ihn auch die perfekte Betreuung durch den Außendienst.

Für Privatdozent Dr. Michael Stimmelmayr (Cham) ist CAMLOG ein „geiles, prothetik-orientiertes System“. Auch seine wichtigsten Teampartner fordern es wegen der hochpräzisen prothetischen Anbindung und einfachen Positionierung. Stimmelmayr hebt hervor, dass eine verblockt-verschraubte Abformung ab drei Implantaten nachweislich die präziseste ist [3,4]. Diese Option werde bei divergierenden Implantaten und begrenzten Platzverhältnissen mit CAMLOG auf einzigartige Weise dadurch gelöst, dass die Halteschraube durch Abknicken mit dem Inbus-Schraubendreher um 3 mm kürzbar ist.

Stimmelmayr betont, dass bei CAMLOG mithilfe von Röntgenbildern einfacher als bei CONELOG kontrolliert werden könne, ob das Abutment seine endgültige vertikale Position erreicht hat. Er präsentierte eine Patientin mit desolater Ausgangssituation, für die er mit parodontaler Vorbehandlung und viel Geduld wertvolle Zähne erhalten konnte. Die implantatprothetische Versorgung umfasste eine sorgfältige Ausformung der Weichgewebe mit individuellen Gingivaformern von DEDICAM, die in individuelle Abformpfosten und später in die Restaurationen überführt wurden.

Periimplantitis durch Knochenüberlastung?

Dass die Qualität der Hardware von großer klinischer Bedeutung ist, betont auch die Freiburger Oralchirurgin Professor Katja Nelson. Für ihre Forschung steht die Präzision im Mittelpunkt, mit der die orale Situation auf die Restauration übertragen wird. Hier zeigten die CAMLOG Verbindungen mit Nuten und Nocken besonders gute Ergebnisse in jeder Dimension, also in Bezug auf Rotation und vertikale Abweichung („Shimstockfolien haben nur 8 µm“) [5].

Auch CONELOG erreicht laut Nelson – im Vergleich zu anderen konischen Systemen – sehr geringe Abweichungen, die allerdings über denjenigen von CAMLOG liegen [6]: „Das liegt in der Natur der Sache.“ Die erreichte Präzision hänge neben der Verbindungsgeometrie von der Anwendungsqualität der CNC-Fräsmaschinen ab, bei der selbst hochpreisige Systeme anderer Anbieter erhebliche Abweichungen von erreichbaren Werten zeigen. Klar erwiesen ist laut Nelson auch, dass kein Implantatsystem wirklich dicht ist. Ob eine Periimplantitis entsteht, sei aber von mehreren Faktoren abhängig. Für sie nimmt eine optimale Mikrobelastung des zervikalen Knochens eine Schlüsselrolle ein. Nelson warnt davor, Implantate mit geringem Durchmesser in kaubelasteten Bereichen einzusetzen. Diese könnten zyklisch, aber auch permanent verformt werden und den Knochen dadurch überlasten.

Saubere Arbeitsweise zählt auch digital

Ab dem Jahr 2020 werden weltweit Digital Natives in der Mehrheit sein. Daher sollte nach Überzeugung des Teams Dr. Martin Gollner (Bayreuth) und ZTM Stefan Picha (Fürth) jede Praxis umgehend in die digitale Zahnheilkunde einsteigen. Dass sich das lohnt und viel Freude macht, demonstrierten sie anhand teilweise oder komplett digital gelöster Beispiele. Entscheidend ist laut Picha – wie in der analogen Zahntechnik – eine saubere Arbeitsweise mit „picobello“ Oberflächen ohne Porösitäten, Rauigkeiten oder Restoxiden.

Im Gegensatz zu anderen Systemen gibt es laut Picha mit DEDICAM „ganz wenig Probleme“. Er könne zudem frei zwischen unterschiedlichen Kombinationen interner und externer Herstellungswege wählen. Auch Sonderanfertigungen werden gerne und mit gewohnter Qualität übernommen. Entscheidend sind für das Team Gollner/Picha nicht die schnellere digitale Umsetzung, sondern eine erhöhte Flexibilität, kontinuierliche Material- und Oberflächengüte und das Einsparen zeitraubender Arbeitsschritte, wie das Beschleifen konfektionierter Abutments. Gewonnene Zeit lasse sich für Beratung, ästhetische Analyse und Akquise nutzen.

Was zählt, ist Begeisterung

„Der Patient glaubt daran, dass Sie die Versprechen einlösen werden, die Sie in Bezug auf die Behandlung gemacht haben.“ Das Produkt muss also stimmen, aber starke Kundenbindung wird laut Motivationstrainer Jörg Löhr erst durch menschliche Faktoren erreicht. Um erfolgreich zu sein, müssten Praxis- und Laborchefs Begeisterung und Freude an der Arbeit vorleben. Löhr, ehemaliger Weltklasse-Handballer und seit Jahren Motivationsberater in Sport und Wirtschaft, empfiehlt, begrenzende Überzeugungen durch positive zu ersetzen. Statt Hindernissen sollten Chancen gesehen werden. Beim Visualisieren eines Erfolgs würden dieselben Gehirnregionen angeregt wie beim Erfolg selbst.

Fazit

Die CAMLOG COMPETENCE TOUR stellte Fragen – qualifizierte und glaubwürdige Experten lieferten Antworten. Unter der engagierten Moderation von Dr. Christian Hammächer (Aachen), Professor Konrad Wangerin (Stuttgart) oder Professor Axel Zöllner (Witten-Herdecke) wurde deutlich, dass beide Implantatsysteme hervorragend funktionieren. Konische oder Tube-in-Tube-Verbindung, digitaler Umsteiger oder Senkrechtstarter: Anwender von CAMLOG Produkten sind mit Sicherheit gut aufgestellt.

Literatur

[1] Guerra F, Rocha S, Moergel M, Wagner W, Messias A, Nicolau P. Platform switching in implants with internal conical abutment connection: two-year results of a two-center prospective study. Poster P1151, Europerio, London 2015. poster, 2015.

[2] Kirsch A, Ackermann K-L, Neuendorff G, Nagel R. Neue Wege in der Implantatprothetik. Der klinische Einsatz des Camlog-Systems. Teamwork Journal of Multidisciplinary Collaboration in Prosthodontics 2000;3:8-39.

[3] Stimmelmayr M, Erdelt K, Guth JF, Happe A, Beuer F. Evaluation of impression accuracy for a four-implant mandibular model--a digital approach. Clin Oral Investig 2012;16:1137-1142.

[4] Lee H, So JS, Hochstedler JL, Ercoli C. The accuracy of implant impressions: a systematic review. J Prosthet Dent 2008;100:285-291.

[5] Nelson K, Zabler S, Wiest W, Schmelzeisen R, Semper-Hogg W. Die Implantat-Aufbau-Verbindung. Implantologie 2013;21:355-363.

[6] Semper-Hogg W, Kraft S, Stiller S, Mehrhof J, Nelson K. Analytical and experimental position stability of the abutment in different dental implant systems with a conical implant-abutment connection. Clin Oral Investig 2013;17:1017-1023.

Autor: Dr. Jan H. Koch

Foto: © CAMLOG
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