Anzeige
Branchenmeldungen 04.05.2021

Ernährung und Zahngesundheit: Zusammenhänge mit Zahnerkrankungen

Ernährung und Zahngesundheit: Zusammenhänge mit Zahnerkrankungen

Foto: Alliance – stock.adobe.com

Für die Zahngesundheit spielt die Ernährung eine wesentliche Rolle, denn über die Nahrungsmittel kommen die Zähne in Kontakt mit verschiedenen Nähr- und Mineralstoffen. Während einige von ihnen die Zähne schützen, sind andere eher schädlich – vor allem Zucker und Säure. Fehlt zusätzlich die nötige Prophylaxe in Form einer guten Mundhygiene und weiterer Maßnahmen, kann es zu behandlungsintensiven Zahnerkrankungen kommen.

Ernährungsbedingte Zahnerkrankungen

Viele Menschen denken, der Zustand der Zähne habe sich im Laufe der Geschichte stetig verbessert. Schließlich hat sich die Zahnmedizin weiterentwickelt und bietet heutzutage bessere Methoden zur Behandlung sowie Prävention. Dennoch zeigen archäologische Funde, dass beispielsweise die amerikanischen Ureinwohner einen sehr guten Zahnzustand hatten. Ebenso gab es in anderen Zeitaltern deutlich weniger Zahnprobleme als heutzutage in der Moderne. Grund dafür ist in erster Linie die Ernährung, die immer weniger aus natürlichen und immer mehr aus industriell verarbeiteten Lebensmitteln besteht. Dadurch fehlen einerseits wichtige Bestandteile, um die Zähne auf natürliche Art und Weise zu reinigen sowie zu schützen. Andererseits stehen Lebensmittel auf dem Speiseplan, welche die Zahngesundheit aktiv gefährden. Zahnerkrankungen wie Karies sind daher ein zunehmendes Problem, trotz moderner Zahnmedizin. Es lohnt sich somit ein Blick auf ernährungsbedingte Zahnerkrankungen. 

Zahnfäule (Karies)

Die Zahnfäule, auch Karies genannt, ist die in Deutschland am weitesten verbreitete Zahnerkrankung. Personen im Alter von 35 bis 44 Jahren haben durchschnittlich elf Zähne, die von Karies befallen sind oder waren – also bereits behandelt wurden. Sogar bei Kindern ist Karies weit verbreitet: Etwa zwei von zehn Kindern mit zwölf Jahren leiden oder litten an ihren bleibenden Zähnen bereits unter Karies an mindestens einem Zahn. Bei den Sechs- bis Siebenjährigen, die noch Milchzähne haben, war etwa die Hälfte schon mindestens einmal betroffen. Das bedeutet zwar eine erhebliche Verbesserung in den vergangenen Jahren, wie auch die Fünfte Deutsche Mundgesundheitsstudie belegt, trotzdem ist Karies damit eine der häufigsten Erkrankungen in Deutschland überhaupt.

Als eine der Hauptursachen von Karies gilt eine falsche Ernährung. Vor allem kurzkettige sowie vergärbare Kohlenhydrate fungieren als Auslöser. Dabei handelt es sich in erster Linie um Zucker. Dieser bleibt nämlich gemeinsam mit den Essensresten auf der Zahnoberfläche oder in den Zahnzwischenräumen hängen und greift den Zahnschmelz an. Es bilden sich Bakterien und Säure, sodass der Zahn allmählich zerstört wird. Diese Kariesbakterien sind zudem durch den Speichel übertragbar und können somit auf weitere Zähne übergreifen. Kinder mit Milchzähnen sind für Karies besonders anfällig, weshalb eine zuckerarme Ernährung sowie eine gute Mundhygiene für sie äußerst wichtig sind. Diese empfehlen sich aber auch in jedem anderen Lebensalter, um die Zähne vor Karies zu schützen. Eine pflanzenbasierte Ernährung hat sich dabei als nützlich erwiesen.

Zahnbettentzündung (Parodontitis)

Bei der Parodontitis, die häufig auch als Parodontose bezeichnet wird, ist das Zahnbett entzündet. Dieses besteht einerseits aus dem Zahnfleisch, andererseits werden aber auch das Bindegewebe sowie die knöcherne Kieferstruktur im betroffenen Bereich hinzugezählt. Durch die Bakterien, die in dieses Zahnbett eindringen, kommt es zu einer Immunreaktion, die das eigene Körpergewebe angreift. Dadurch geht das Zahnfleisch immer weiter zurück, es kann zu Zahnfleischbluten oder sogar einem Zahnverlust kommen, wenn die Parodontitis unbehandelt bleibt. Auch hierbei handelt es sich keinesfalls um eine seltene Erkrankung. Im Gegenteil: Laut Fünfter Deutscher Mundgesundheitsstudie sind durchschnittlich 75 Prozent der Deutschen betroffen. Die Zahl steigt vor allem im höheren Lebensalter rasant an. Während also bei den 35-Jährigen etwa die Hälfte betroffen ist, sind es bei Senioren sogar über 90 Prozent. 

Es handelt sich somit ebenfalls um eine der häufigsten, aber keinesfalls um eine harmlose Erkrankung. Die Zahnbettentzündung kann unbehandelt sogar einen tödlichen Verlauf nehmen, indem gefährliche Bakterien in den Blutkreislauf gelangen und im gesamten Körper verschiedene Krankheiten auslösen können. Mögliche Folgen sind zum Beispiel Herz-Kreislauf-Erkrankungen und damit die in Deutschland häufigste Todesursache. Prävention ist bei einer Parodontitis daher ebenso wichtig wie eine frühzeitige Behandlung – und in beiden Fällen spielt die Ernährung eine essenzielle Rolle. Denn einige Lebensmittel sind gut für das Zahnbett und andere nicht. Weiterhin steht eine entzündungshemmende Ernährung im Vordergrund, welche das Immunsystem stärkt, um sich besser gegen die Parodontitis wehren zu können.

Zahnfleischentzündung (Gingivitis)

Ähnlich wie das Zahnbett, kann sich auch das Zahnfleisch entzünden. Die Sprache ist dann von der Gingivitis. Eine solche Infektion kann chronisch oder akut verlaufen und verschiedene Auslöser haben. Meistens wird die Zahnfleischentzündung durch Bakterien hervorgerufen, jedoch können in Einzelfällen auch Pilze oder Viren die Ursache sein. Die Symptome ähneln jener der Parodontitis, beispielsweise in Form von Zahnfleischbluten. Auch gerötetes oder geschwollenes Zahnfleisch ist ein wichtiger Hinweis auf eine Entzündung. In Mitteleuropa tritt die Gingivitis bei etwa 90 Prozent der 18-Jährigen auf. Es handelt sich also um eine Erkrankung, die bereits in jungen Jahren alles andere als selten ist und die chronisch werden kann. Sie ist zudem ein möglicher Auslöser für eine Parodontitis. 

Auch bei der Gingivitis ist mittlerweile bekannt, dass die richtige Ernährung präventiv sowie lindernd wirken kann. Eine zahnfreundliche sowie entzündungshemmende Nahrungsweise kann das Risiko einer Zahnfleischentzündung mindern oder den Körper dabei unterstützen, eine bestehende Gingivitis zu bekämpfen. Die Ernährung ist somit eine wertvolle Hilfe bei der Therapie, jedoch reicht sie allein nicht in jedem Fall aus. Je nach Schwere der Entzündung, kommen daher begleitend weitere Behandlungsmethoden zum Einsatz.

Schmerzempfindliche Zähne

Die sogenannte dentine Hypersensibilität beschreibt eine Störung der Zähne, bei denen diese überempfindlich auf verschiedene Reize reagieren. So kann beispielsweise kaltes oder saures Essen bei den Betroffenen bereits Schmerzen auslösen – ohne dass dafür eine organische Ursache wie eine Entzündung besteht. Es handelt sich daher um eine Ausschlussdiagnose, sprich der Zahnarzt muss zuerst abklären, ob die Überempfindlichkeit durch eine anderweitige Zahnerkrankung hervorgerufen wird. International wird die Häufigkeit von schmerzempfindlichen Zähnen deshalb unspezifisch mit zehn bis 70 Prozent angegeben.

In Deutschland lag der Wert im Jahr 2001 bei 39 Prozent (Quelle: ZMK Aktuell), wobei Frauen öfters betroffen sind als Männer. Interessant ist zudem, dass es sich um keine Krankheit handelt, die mit dem Alter fortschreitet, sondern die meisten Fälle treten bei Menschen mittleren Alters zwischen 20 und 40 Jahren auf. Bei der dentinen Hypersensibilität wird die Ernährung also vor allem zu Therapiezwecken angepasst. Es gilt, die Auslöser zu meiden und die Zähne vor schädlichen Substanzen zu schützen. Vor allem Säure muss daher von den Betroffenen vermieden werden. Zudem sind die Pausen zwischen den Mahlzeiten entscheidend, denn der ständige Kontakt mit säurehaltigen Lebensmitteln oder Getränken gilt als problematisch bei schmerzempfindlichen Zähnen.

Ernährung als prophylaktische Maßnahme

Die aufgeführten Beispiele haben deutlich gemacht, wie wichtig die Rolle der Ernährung für die Zahngesundheit ist. Sie kann einerseits lindernd wirken, sprich bei einer bestehenden Zahnerkrankung ist die Anpassung der Ernährung oftmals eine wichtige (begleitende) Behandlungsmethode. Andererseits kann Ernährung auch präventiv eingesetzt werden, damit die genannten oder weitere Zahnkrankheiten gar nicht erst entstehen. Es ist daher für jeden Menschen sinnvoll, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen und sich eine zahnfreundliche Ernährung anzueignen.

Zahnfreundlich, das bedeutet die Auswahl der richtigen Nahrungsmittel sowie Inhaltsstoffe, aber auch die richtigen Verhaltensweisen. Die Ernährung wirkt zudem nicht nur äußerlich auf den Zahn, sondern auch von innen. Nur, wenn nämlich alle wichtigen Nährstoffe wie beispielsweise Calcium aufgenommen werden, kann der Zahn von innen heraus gesund sein und bleiben; und dann ist er zugleich robuster gegenüber den äußeren Einflüssen wie eben Säure oder Zucker. Denn Calcium spielt für die Zähne sowie für den gesamten Körper eine essenzielle Rolle und ist daher ein hervorragendes Beispiel dafür, wie die Ernährung auf mehreren Ebenen gleichzeitig für die Zahngesundheit förderlich sein kann: Es sorgt beispielsweise für härtere Zähne, eine bessere Mundflora, weniger (zuckerhaltige) Essensrückstände und eine verbesserte Wundheilung, um gegenüber Infektionen widerstandsfähiger zu sein. Und damit ist die Liste noch lange nicht zu Ende.

Welche Lebensmittel empfohlen werden oder nicht, hängt teilweise vom Einzelfall ab. So müssen beispielsweise Menschen mit schmerzempfindlichen Zähnen bei Säure besonders vorsichtig sein, wohingegen bei einer Parodontose verschiedene Vollkornprodukte nur in Maßen empfohlen werden. Dennoch lässt sich eine zahnfreundliche Ernährung unterm Strich allgemeingültig zusammenfassen. Sie gleicht nämlich einer gesundheitsförderlichen Ernährung, wie sie gemeinhin empfohlen wird. Sie kommt also auch, aber nicht nur, den Zähnen zugute:

  • Zucker in jeglicher Form sollte möglichst vermieden werden. Dabei handelt es sich vor allem um raffinierten Zucker, aber auch Fruchtzucker, Honig oder Rohrzucker können Zahnerkrankungen hervorrufen. Wer auf Süßigkeiten nicht verzichten kann, sollte zu dunkler Schokolade mit einem Kakaoanteil von mindestens 50, besser sogar über 70 Prozent, greifen. Denn sie schützt das Zahnfleisch und kann somit der Entstehung von Parodontitis entgegenwirken. Allerdings enthält sie im Regelfall auch Zucker und sollte daher nur in kleinen Mengen verzehrt werden.
  • Gemüse ist stets eine gute Wahl und daher sollten mehrmals am Tag unterschiedliche Gemüsearten gegessen werden. Rohkost hat dabei einen Effekt wie eine natürliche Zahnbürste, weshalb beispielsweise rohe Karotten, Paprika oder Kohlrabi für die Zähne sehr gut sind. Rohes Gemüse regt außerdem durch das Kauen die Speichelproduktion an, was ebenfalls der Zahngesundheit zugutekommt.
  • Wie bereits erwähnt, ist Calcium ein wichtiger Nährstoff für die Zähne. Calciumhaltige Lebensmittel sind daher ebenfalls eine gute Wahl. Dabei kann es sich um Fleisch und Eier handeln, aber auch einige pflanzliche Lebensmittel wie Brokkoli, Grünkohl, Nüsse und Samen sind reich an Calcium.
  • Viel zu trinken ist wichtig, damit so wenig Essensreste wie möglich in den Zahnzwischenräumen verbleiben. Dabei greifen Sie am besten auf Wasser zurück, denn dieses regt den Speichelfluss an. Auch zuckerfreie Alternativen sind jedoch möglich, zum Beispiel Tee. Grüner und schwarzer Tee haben dabei eine besonders gute Wirkung für die Zahngesundheit, denn sie enthalten viel Fluorid und machen den Zahnschmelz dadurch härter. Zudem weisen sie Catechine auf, welche die Bildung von Säuren durch Kariesbakterien verhindern. Allerdings können diese Teesorten zu Verfärbungen führen, sodass eine regelmäßige professionelle Zahnreinigung empfohlen wird.
  • Neben Fluorid und Calcium sind auch einige Vitamine wichtig für gesunde Zähne. Dazu zählt zum Beispiel Vitamin A, das die Mundflora verbessert und gegen Entzündungen wirken kann. Lebensmittel wie Leber, Spinat, Grünkohl, Karotten, Tomaten oder Feldsalat enthalten viel Vitamin A und sind daher eine gute Wahl.
  • Auch Vitamin C ist wichtig, denn es ermöglicht eine gesunde Funktion des Immunsystems. Dadurch kann sich der Körper besser gegen Bakterien sowie Viren verteidigen. Allerdings ist Vitamin C oft in sehr säurehaltigen Lebensmitteln enthalten, die nur in Maßen verzehrt oder – je nach Zahnerkrankung – gemieden werden sollten. Am besten geeignet sind daher als Träger für das Vitamin C die Paprika oder der Kohl.
  • Zuletzt sollte darauf geachtet werden, ausreichend Vitamin D aufzunehmen. Das geht nur bedingt durch die Ernährung, denn der Großteil des Vitamins wird durch den Körper bei Sonneneinstrahlung gebildet. Dennoch kann die richtige Ernährung durch fette Fische, Speisepilze, Eier und Leber durchaus unterstützend wirken. Denn Vitamin D macht die Zähne härter sowie robuster. Es ist zudem eine Grundvoraussetzung dafür, dass der Körper überhaupt andere wichtige Nährstoffe wie das Calcium aufnehmen kann.

Prinzipiell empfiehlt sich zudem eine gesunde und ausgewogene Ernährung mit Vollkorngetreide, Hülsenfrüchten, frischem Gemüse, Kräutern & Co, um den Körper sowie das Immunsystem im Gesamten zu stärken. Das kommt auch der Zahngesundheit zugute.

Zahnschädliche Nahrungsmittel

Demgegenüber gilt es, gewisse Lebensmittel zu meiden. Denn neben den vielen Nahrungsmitteln, die zum Erhalt oder zur Wiederherstellung der Zahngesundheit beitragen, gibt es auch einige, die schädlich für die Zähne sind. Dabei handelt es sich in erster Linie um zucker- sowie säurehaltige Lebensmittel. Bei einigen Nahrungsmitteln ist dieser Säure- oder Zuckergehalt offensichtlich, beispielsweise bei Süßigkeiten oder Zitronen. Jedoch gibt es auch Lebensmittel, die gemeinhin als gesund gelten, aber versteckte Zucker oder Säuren enthalten und daher den Zähnen zuliebe ebenfalls gemieden – oder zumindest nur in Maßen genossen – werden sollten; zum Beispiel eben die Zitrone. Als zahnschädlich gelten unter anderem:

  • Energy-Drinks, denn sie weisen eine Vielzahl gesundheits- und zahnschädlicher Inhaltsstoffe auf. Vor allem der hohe Säuregehalt kann dabei zum Problem werden. Dieser greift die Zähne aktiv an und sorgt für einen regelrechten Zerfall der Zahnstruktur.
  • Kartoffeln sind ein wichtiges Grundnahrungsmittel und einer der beliebtesten Lieferanten für Kohlenhydrate. Allerdings sind solche stärkehaltigen Lebensmittel ebenfalls nur bedingt empfehlenswert, denn die Stärke bleibt in den Zahnzwischenrumen haften und kann dadurch die Entstehung von Säuren im Mund mit all ihren Folgen fördern. Kartoffeln sollten daher zwar nicht ganz gemieden, aber eher in kleinen Mengen genossen werden.
  • Kombucha gilt als das Trend-Getränk mit zahlreichen positiven Effekten auf die Gesundheit. Leider beinhaltet das Teegetränk aber viel Säure und greift daher den Zahnschmelz an.
  • Obst, denn einige Obstsorten weisen ebenfalls einen hohen Zucker- oder Säuregehalt auf – oftmals sogar in Kombination. Aufgrund der wertvollen Inhaltsstoffe sollte frisches Obst zwar auf dem Speiseplan stehen, jedoch in gesunden Maßen. Auch der Konsum von Fruchtsäften sollte daher die Ausnahme sein, anstatt die Regel.
  • Salzige Snacks werden gerne als scheinbar gesündere Alternative zu Süßigkeiten herangezogen. Auch sie beinhalten aber oftmals Zucker und selbst, wenn nicht, so bestehen sie aus einfachen Stärken. Diese werden noch im Mund zu Zucker umgewandelt und haben daher denselben schädigenden Effekt. Zudem bleiben diese Stärken in den Zahnzwischenräumen hängen und dienen hier als Nährboden für Bakterien.
  • Trockenfrüchte sind angeblich verträglicher als frisches Obst, doch der Eindruck täuscht. Beim Trocknen geht der Zuckergehalt nämlich nicht verloren, sondern er wird lediglich komprimiert. Zudem bleiben oft Rückstände der Früchte an den Zähnen kleben und bilden damit einen hervorragenden Angriffspunkt für Bakterien.
  • Zuckerfreie Limonade, denn diese scheint zwar auf den ersten Blick weniger schädlich für die Zähne zu sein. Auf den zweiten Blick ist sie aber stark säurehaltig und zudem haben viele solche Limonaden gesundheitsschädliche Inhaltsstoffe wie Aspartam.

Unterm Strich sind es also vor allem säurehaltige, zuckerhaltige sowie klebrige Lebensmittel, die schlecht für die Zähne sind und daher gemieden werden sollten.

Verhaltensweisen für gute Zahngesundheit  

Weiterhin sind es die Verhaltensweisen vor, während und nach dem Essen, die eine wesentliche Rolle für die Gesundheit der Zähne spielen. Folgende Verhaltensregeln sollten daher zur Gewohnheit werden, um die Zahngesundheit zu schützen beziehungsweise aktiv zu fördern:

  • Zähne putzen – aber richtig! Denn die regelmäßige Zahnreinigung befreit die Zähne von Speiseresten sowie überschüssigem Zucker und Säure. Doch wer falsch Zähne putzt, kann ihnen mehr schaden als nutzen. Es lohnt sich daher, sich vom Zahnarzt beraten zu lassen oder sich (beispielsweise im Internet) über die richtige Zahnputztechnik zu informieren.
  • Ausdauernd kauen, denn das Kauen regt die Speichelproduktion an und Speichel bringt den pH-Wert ins Gleichgewicht. Durch das bewusste Kauen kann daher Karies vorgebeugt werden, ebenso wie Verdauungsstörungen.
  • Ruhepausen für die Zähne sind wichtig, schließlich brauchen sie Zeit, bis sich der pH-Wert im Mund nach dem Essen wieder neutralisiert hat. Wenn diese Zeit durch ständiges „Snacken“ fehlt, steigt das Karies-Risiko.
  • Nichts Süßes nach Saurem, denn säurehaltige Nahrungsmittel machen die Zähne noch empfindlicher, indem sie den Zahnschmelz angreifen. Wer anschließend Zuckerhaltiges isst, bietet somit mehr Angriffsflächen für Bakterien. Zudem sollte Zucker, wie bereits erwähnt, am besten vollständig gemieden werden.
  • Kein Zähneputzen nach Saurem! Gerade, weil die Zähne nach dem Verzehr von säurehaltigen Lebensmitteln angegriffen sind, kann das anschließende Zähneputzen zu dauerhaften Schäden am Zahn(schmelz) führen. Es ist daher wichtig, einige Stunden zu warten, bis sich die Zähne regeneriert haben. Wie vorab geschildert, sollte zudem mit Säuren im Allgemeinen vorsichtig umgegangen werden.

Wer diese Verhaltensweisen zur Gewohnheit macht, kann einigen Zahnerkrankungen vorbeugen oder zumindest deren Fortschreiten verlangsamen.

Zahnerkrankungen vorbeugen

Zusätzlich zu diesen Verhaltenstipps gibt es weitere Maßnahmen, die ergriffen werden können, um Zahnerkrankungen vorzubeugen. Das regelmäßige sowie richtige Zähneputzen und ein gutes Essverhalten sind dafür bereits die besten Voraussetzungen. Hinzu kommen drei weitere vorbeugende Maßnahmen, die dabei helfen, die Zahngesundheit zu erhalten:

  1. Regelmäßige Kontrollen beim Zahnarzt,
  2. eine professionelle Zahnreinigung und
  3. Beschwerden sofort behandeln zu lassen.

Dadurch können viele Zahnprobleme präventiv verhindert oder zumindest frühzeitig erkannt sowie behandelt werden. Somit bleiben die Zähne im bestmöglichen Zustand und im Fall der Fälle kann verhindert werden, dass sich der Zustand weiter verschlimmert. Unterm Strich hat also jeder seine Zahngesundheit ein Stück weit selbst in der Hand. Eine Ernährungsumstellung kann dafür sinnvoll sein – und kommt auch der Gesundheit im Gesamten zugute.

Mehr News aus Branchenmeldungen

ePaper

Anzeige