Anzeige
Branchenmeldungen 07.02.2020

Forscher optimieren Peptid zur Kariesprophylaxe

Forscher optimieren Peptid zur Kariesprophylaxe

Der menschliche Speichel spielt eine wichtige Rolle bei der Prävention von Karies. Er reinigt die Mundhöhle, neutralisiert Säuren und trägt zur Remineralisierung der Zähne bei. Chinesische Forscher haben in einer kürzlich veröffentlichten Studie ein Peptid aus dem Speichel so modifiziert, dass es zur gezielten Kariesprophylaxe eingesetzt werden kann.

Das Peptid mit der Bezeichnung H5 kommt natürlich im Speichel vor, es wirkt antimikrobiell, kann vom Zahnschmelz absorbiert werden und so Bakterien und Pilze im Mundraum eliminieren. Dieses Peptid nutzten die Forscher als Grundlage, um ein Gel zu entwickeln, das eine modifizierte Version von H5 enthält. Sie fügten dem Peptid eine Phosphoserin-Gruppe hinzu, damit es verstärkt Kalziumionen binden kann, welche zur Remineralisierung des Zahnschmelzes beitragen. Das Gel baut somit eine Schutzbarriere gegen S. mutans auf und gibt dem Zahn gleichzeitig die Möglichkeit, sich in Ruhe von bereits vorhandener Demineralisierung zu erholen.

Die Tests mit Molaren waren bereits erfolgreich. Die Wissenschaftler weisen im ACS Applied Materials & Interfaces jedoch darauf hin, dass das Peptid lediglich zur Prophylaxe einsetzbar sein wird und keine vorhandene Karies rückgängig machen kann.

Foto: vectorfusionart – stock.adobe.com

Mehr News aus Branchenmeldungen

ePaper

Anzeige