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Wissenschaft und Forschung 22.01.2020

Stillen und Karies: Wie Fluorid Kinderzähne schützt

Stillen und Karies: Wie Fluorid Kinderzähne schützt

Wie sich zu langes Stillen auf die Zahngesundheit der Kinder auswirkt, haben bereits verschiedene Studien untersucht. Anknüpfend daran konnten australische Forscher zeigen, wie Fluorid dem entgegenwirken kann.

Sie nutzten als Grundlage ihrer Analyse Daten einer größer angelegten Studie zur Mundgesundheit von Kindern, der National Child Health Study, von 2012 bis 2014. In diesem Zuge wurden rund 4.500 Kinder im Alter von fünf bis sechs Jahren hinsichtlich des Vorhandenseins und Schweregrads von Karies untersucht. Zudem lagen Fragebögen unter anderem zum Stillverhalten der Eltern vor. Daraus unterteilte das Forscherteam der Adelaide University, Australien, die Studienteilnehmer in vier Gruppen hinsichtlich der Stilldauer: kein bzw. minimales Stillen (unter einem Monat), ein bis sechs Monate, sechs bis 24 Monate und länger als 24 Monate.

Sie fanden heraus, dass der Zusammenhang zwischen der Dauer des Stillens und der Zahngesundheit der gestillten Kinder nicht linear ist. Vielmehr gibt es einen konkreten Zeitraum, in dem eine optimale Wirkung auf die Entwicklung der Kinderzähne erreicht wird. Nämlich, wenn Kinder zwischen einem und 24 Monaten gestillt werden. Kürzeres oder gar kein Stillen sowie eine längere Versorgung mit Muttermilch über zwei Jahre ist mit einem erhöhten Risiko für Karies verbunden. Interessanterweise war Karies aber dann weniger stark ausgeprägt, wenn sie ab dem sechsten Monat mit fluoridiertem Wasser versorgt wurden.

Die Studie ist im Journal of Dental Research erschienen.

Foto: JenkoAtaman – stock.adobe.com

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