Branchenmeldungen 20.08.2026
Gesund beginnt im Mund – und gesundes Kauen beginnt mit Prävention
Aktuelle Daten der Sechsten Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS 6) zeigen, dass parodontale Erkrankungen in Deutschland weiterhin weit verbreitet sind.1 So weisen laut dem parodontalen Ergebnisbericht der DMS 6 etwa 95 % der untersuchten Erwachsenen parodontale Auffälligkeiten auf, und die Prävalenz schwerer Parodontitis liegt weiterhin auf hohem Niveau.2 Als entzündliche Erkrankung des Zahnhalteapparats zählt Parodontitis zu den häufigsten Ursachen für Zahnverlust. Die Folgen können Kaufunktion, Ernährungsverhalten und Lebensqualität nachhaltig beeinträchtigen. Eine zentrale Maßnahme zur Vorbeugung ist die Kontrolle des dentalen Biofilms, denn bakterielle Plaque gilt als Hauptursache für Gingivitis und spielt eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Parodontitis.3
Viele Menschen überschätzen ihre Mundhygiene
Viele Patient:innen setzen die tägliche häusliche Plaque-Kontrolle zwischen den Zahnarztbesuchen zwar regelmäßig, aber nicht gründlich genug um. Aktuelle Laborstudien der Universität Gießen mit über 1.000 Proband:innen zeigen, dass es den meisten Patient:innen sogar bei bestmöglichem Putzen nicht gelingt, Plaque auf den Zähnen hinreichend zu entfernen. Insbesondere Stellen am Zahnfleischrand und an den Innenflächen werden bei der Reinigung vernachlässigt. In der Folge ist selbst nach dem Putzen die Hälfte der Zähne am Zahnfleischrand noch von Plaque besiedelt.4 Die Ergebnisse verdeutlichen den anhaltenden Aufklärungsbedarf hinsichtlich einer effektiven häuslichen Mundhygiene.
Zahnarztpraxen sind wichtigster Ansprechpartner
Zahnärzt:innen und Praxisteams spielen eine wichtige Rolle dabei, Patient:innen individuell zu Präventionsmaßnahmen zu beraten und alltagstaugliche Empfehlungen zu geben. Wissenschaftlich bestätigt ist der Nutzen der sogenannten 3-fach-Prophylaxe: Diese kombiniert mechanisches5 und chemisches6 Biofilmmanagement. Neben dem Zähneputzen und der Reinigung der Zahnzwischenräume mit Zahnseide oder Interdentalbürsten kann die Anwendung einer Mundspülung mit antibakterieller Wirkung die häusliche Mundhygiene sinnvoll ergänzen.6 Die größten Effekte konnten laut der S3-Leitlinie durch Mundspüllösungen, die ätherische Öle (wie z.B. in LISTERINE®) oder Chlorhexidin enthielten, erzielt werden.6 Dieser Ansatz kann dazu beitragen, die tägliche Biofilmkontrolle zu verbessern und auch jene Bereiche zu erreichen, die durch mechanische Reinigung allein häufig nicht ausreichend gereinigt werden.
Orientierung bei Empfehlungen wird einfacher
Um Patient:innen die Auswahl einer passenden Mundspülung zu erleichtern, hat LISTERINE® sein Portfolio kürzlich weiterentwickelt. Im Mittelpunkt stehen insbesondere alkoholfreie Varianten, die unterschiedliche Anwendungspräferenzen berücksichtigen und individuelle Empfehlungen erleichtern sollen.
Zusätzliche Orientierung bieten neue Geschmacksintensitäten von extra mild bis intensiv sowie eine vereinfachte Kennzeichnung auf den Verpackungen.
- Blaues Sicherheitssiegel für alkoholfreie Produkte
- Schwarzes Sicherheitssiegel für Varianten mit Alkohol
Durch diese Orientierungshilfen wird die Produktauswahl vereinfacht. Gleichzeitig trägt die bewährte Kombination ätherischer Öle dazu bei, den Plaquebiofilm wirksam zu bekämpfen. Auf diese Weise wird die tägliche häusliche Mundhygiene evidenzbasiert unterstützt und die Ergänzung um den dritten Schritt – zusätzlich zum Zähneputzen und zur Interdentalpflege – deutlich einfacher umsetzbar.
Gute Mundgesundheit als Grundlage für langfristige Kaufähigkeit
Eine gute Mundgesundheit beginnt mit der täglichen häuslichen Mundhygiene. Besonders wirksam hat sich die Kombination aus mechanischer und chemischer Biofilmkontrolle erwiesen. Damit Patient:innen präventive Maßnahmen dauerhaft in ihren Alltag integrieren können, sind neben einer fundierten zahnärztlichen Beratung auch leicht verständliche Orientierungshilfen entscheidend. So lassen sich Zahnfleisch und Zähne langfristig gesund erhalten – und damit bestenfalls auch die Kaufähigkeit bis ins hohe Alter.
[1] Tag der Zahngesundheit, 2026. Gesund beginnt im Mund – Kau dich fit!. [Online] Verfügbar unter: https://www.tagderzahngesundheit.de/ [Zugriff am 21.07.2026]
[2] Schwendicke F, Dörfer C, Jordan AR et al., „Parodontale Erkrankungen in Deutschland – Ergebnisse aus der Sechsten Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS 6)“. In: Deutsche Zahnärztliche Zeitschrift (DZZ) 2025; pp. 102–121.
[3] Gurenlian JR. The role of dental biofilm in oral health. J Dent Hyg. 2007; Special supplement: 4-12
[4] ZWP Online, 2025. Zähneputzen im Realitätscheck: fleißig, aber oft nicht gründlich genug. [Online] Verfügbar unter: https://www.zwp-online.info/zwpnews/dental-news/branchenmeldungen/das-zahneputzen-auf-dem-prufstand-der-wissenschaft [Zugriff am 11.08.2026].
[5] S3-Leitlinie: Häusliches mechanisches Biofilmmanagement in der Prävention und Therapie der Gingivitis. AWMF-Registernummer: 083-022, Stand: November 2018, Amendment: Dezember 2020
[6] S3-Leitlinie: Häusliches chemisches Biofilmmanagement in der Prävention und Therapie der Gingivitis. AWMF-Registernummer: 083-016, Stand: November 2018, Amendment: Dezember 2020