Branchenmeldungen 17.09.2026
Gesundheitstipps auf Social Media – Nationalrätin fordert klarere Regeln für Medfluencer
Diese empfehlen in sozialen Medien unter anderem Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel und Therapien oder treten als medizinische Fachpersonen auf. Nach Ansicht Lochers entstehen daraus neue Herausforderungen für den Konsumentenschutz und die öffentliche Gesundheit. Besonders gefährdet seien Jugendliche und junge Erwachsene, deren Gesundheitsverhalten durch digitale Inhalte stark beeinflusst werden könne.
Zwar bestehen in der Schweiz mit dem Heilmittelrecht und dem Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb bereits gesetzliche Grundlagen. Im digitalen Raum seien diese jedoch oft nur schwer durchsetzbar, schreibt Locher. Problematisch seien irreführende Gesundheitsversprechen, unzureichend gekennzeichnete Werbung sowie die Vermischung von unabhängiger Information und kommerziellen Interessen.
Die Nationalrätin möchte deshalb wissen, ob aus Sicht des Bundesrates Gesetzeslücken bestehen und wie wirksam die geltenden Vorschriften auf sozialen Plattformen durchgesetzt werden. Zudem fragt sie nach den Massnahmen der Behörden gegen unzulässige Versprechen und Gesundheitsdesinformation.
Zur Diskussion stellt Locher spezifische Regeln oder Leitlinien für gesundheitsbezogene Inhalte von Influencern. Der Bundesrat soll insbesondere prüfen, ob strengere Kennzeichnungsvorschriften und Transparenzpflichten für digitale Gesundheitswerbung nötig sind. Auch Prävention und Medienkompetenz spielen eine zentrale Rolle: Junge Menschen sollen problematische Inhalte besser erkennen und kommerzielle Empfehlungen kritisch einordnen können.
Quelle: Schweizer Parlament