Branchenmeldungen 09.06.2026

Grenzbereich nichtchirurgische Parodontaltherapie: Die tiefe Tasche als Chance?

REGEDENT – Bei parodontalen Taschen ≥6 mm ist die Erfolgsrate der alleinigen subgingivalen Instrumentierung gering (<40 %). Dies bedeutet in der Praxis, dass die Patienten nicht direkt in die unterstützende Parodontaltherapie (UPT) überführt werden können, sondern die verbleibenden Taschen erneut behandelt werden müssen. 

Grenzbereich nichtchirurgische Parodontaltherapie: Die tiefe Tasche als Chance?

Foto: Regedent

Eine zweite Instrumentierung führt in den meisten Fällen zu keiner befriedigenden Auflösung der Taschen, hier zeigen bis dato lediglich chirurgische Maßnahmen (z.B. CPT – Chirurgische Parodontaltherapie) eine vorhersagbare Verbesserung.

Durch die zusätzlichen Behandlungsschritte wird allerdings das Risiko der Entstehung von gingivalen Rezessionen erhöht. Zudem wird die Behandlung unter den Bedingungen der Budgetierung zunehmend ökonomisch kritisch.

Das CLEAN&SEAL®-Konzept ergänzt die subgingivale Instrumentierung (SRP) als adjuvante Maßnahme. Es basiert auf einer gründlichen Entfernung des Biofilms durch mechanische Reinigung in Kombination mit der adjuvanten Anwendung eines Reinigungsgels und anschließender Versiegelung des Defekts mit vernetzter Hyaluronsäure (xHyA), um eine erneute Infektion zu verhindern sowie Heilungs- und Regenerationsprozesse zu unterstützen.

Klinische Daten zeigen signifikante Verbesserungen aller parodontalen Parameter über alle Therapiephasen (Phase II und III). So können auch bei tiefen Taschen ≥6 mm Erfolgsraten von mehr als 80 % erzielt werden. Diese Ergebnisse liegen in einem Bereich, der sonst typischerweise nur durch chirurgische Interventionen erzielt werden kann.

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