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Branchenmeldungen 19.10.2012

Implantatprothetik – Erfolgsfaktor Teamarbeit

Implantatprothetik – Erfolgsfaktor Teamarbeit

53. Bayerischer Zahnärztetag: Programm für Zahnärzte und Praxispersonal

„Implantatprothetik – im Team erfolgreich“ – unter diesem Motto stand beim 53. Bayerischen Zahnärztetag die Zusammenarbeit von Zahnarzt, Zahntechniker, Praxisteam und Patient im Mittelpunkt. Am 19. und 20. Oktober beleuchteten in München hochkarätige Referenten die vielseitigen Aspekte der Implantatprothetik. Ergänzt wurden die Vorträge durch Themen aus dem vertragszahnärztlichen Bereich. Parallel zum wissenschaftlichen Kongress fand der Kongress Zahnärztliches Personal mit dem Thema „Mehr Wissen, mehr Erfolg“ statt.

Wie immer steht der praktische Nutzen für den Zahnarzt im Mittelpunkt des Bayerischen Zahnärztetages. „Der Schwerpunkt liegt auf praxisbezogenen Themen. Wir geben einen Überblick über das, was innovative Implantologie leisten kann, wo deren Grenzen sind und wie sich die Verzahnung mit den anderen Fachgebieten gestaltet“, erklärt Christian Berger, Leiter des Bayerischen Zahnärztetags und Vizepräsident der Bayerischen Landeszahnärztekammer (BLZK).

Video zum 53. Bayerischen Zahnärztetag

Zu Beginn des Kongresses beschäftigte sich Prof. Dr. Dr. Joachim E. Zöller,Köln, mit Wunsch und Wirklichkeit der Implantatpositionierung und zeigte die wesentlichen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Implantatprothetik auf. Anknüpfend an die Planung und Chirurgie erläuterte Dr. Paul Weigl, Frankfurt am Main, inwieweit in der Implantatprothetik die Regeln der „normalen“ Prothetik gelten und stellte u. a. Regeln vor, die ausgedehnte Anhänger und stark abgewinkelte Implantate zulassen. Am Nachmittag stellte Dr. Wolf Richter, München, die endodontische Versorgung der Implantation gegenüber und behandelte Faktoren, die zur Entscheidung für oder gegen den Erhalt einen geschädigten Zahns führen. Prof. Dr. Rainer Buchmann, Düsseldorf, erläuterte das Zusammenspiel von Parodontologie und Implantologie und zeigte praxisnahe Konzepte auf, um Therapiesicherheit zu gewinnen. Priv.-Doz. Dr. Hans-Joachim Nickenig, Köln, beschäftigte sich mit computergestützter Implantation: Er erklärte das „Backward Planning“ auf Basis dreidimensional bildgebender Verfahren mit Führungsschablonen. Abschließend präsentierte Dr. Wolf-Dieter Seeher, München, ein systematisches Behandlungskonzept aus funktioneller Sicht und widmete sich der Frage, ob die Implantatbasis ein spezielles Oklusionskonzept erforderlich macht.

Impressionen aus München

Als Auftakt zum zweiten Kongresstag zeigte Dr. Peter Randelzhofer, München, wie die CAD/CAM-Technik in der Implantatprothetik in der modernen Praxis effizient integriert werden kann und welche Möglichkeiten sich daraus für Patienten und Behandlerteam ergeben. Ein Update zur ästhetischen Versorgung und deren mögliche Risiken in der Implantologie gab Dr. Claudio Cacaci, München. Dr. Detlef Hildebrand, Berlin, stellte anhand klinischer Dokumentationen das „Berliner Team-Konzept“ vor. Das komplexe Zusammenspiel einer sorgfältigen Diagnostik in der prothetisch orientierten Planung einerseits und der sich daraus ergebenden zahnärztlich implantatchirurgischen Umsetzung andererseits standen dabei im Mittelpunkt. Anhand zahlreicher klinischer Beispiele erörterte Horst Dieterich, Winnenden, anschließend den Einsatz von Provisorien vor der Implantation bzw. idealerweise schon bei einer notwendigen Extraktion. Dem demografischen Wandel gewidmet war der Vortrag von Prof. Dr. Dr. Ingrid Grunert, Innsbruck. Sie stellte prothetische Versorgungskonzepte vor, die sich bei älteren Patienten bewährt haben, und zeigte auf, welche zusätzlichen Faktoren – von Allgemeinerkrankungen bis zu manuellem Geschick und besonderer Hygiene – dabei zu beachten sind.

Vertragszahnärztliche Themen – Praxismarketing – juristische Fragestellungen

Vortragsblöcke zu unterschiedlichen Themen und mit hohem Praxisbezug ergänzten das wissenschaftliche Programm. Dr. Peter Klotz, München, erklärte am Freitag die „Abrechnung von implantologischen Leistungen im Rahmen der vertragszahnärztlichen Versorgung“. Am Samstag gab Nikolai Schediwy, München, einen „Wegweiser durch den Dschungel der Richtlinien“ im Hinblick auf die gesetzgeberischen Herausforderungen, die in den nächsten Jahren auf die Zahnärzteschaft im Bereich der Qualitätssicherung zukommen. Dem folgte ein Vortrag von Prof. Dr. Gerhard F. Riegl, Augsburg, zum Patientengespräch rund um die Implantattherapie unter dem Titel „Wie überzeuge ich meinen Patienten, ohne zum Verkäufer zu werden?“. Den Abschluss des Kongresses machte Prof. Dr. Thomas Ratajczak aus Sindelfingen: Was geschieht, wenn sich der Behandlungserfolg nicht einstellt? Er erklärte die Unterschiede zwischen den Begriffen Misserfolg und Behandlungsfehler und deren Bedeutung für Schadenersatz- und Schmerzensgeldforderungen.

Verleihung des Dissertationspreises VFwZ

Ein Novum des Kongresses ist die Verleihung des Dissertationspreises des Vereins zur Förderung der wissenschaftlichen Zahnheilkunde in Bayern (VFwZ). Der VFwZ verlieh den Preis am Freitag für herausragende Dissertationen aus dem Bereich der Zahnheilkunde. Geehrt wurden Doktoranden mit abgeschlossenen Dissertationen aus den Jahren 2010/2011, die an einer bayerischen Hochschule erfolgt sind.

Kongress für Praxispersonal: „Mehr Wissen, mehr Erfolg“

Unter dem Motto „Mehr Wissen, mehr Erfolg“ vermittelten die Referenten des Kongresses Zahnärztliches Personal praktisches Wissen von Zahnbehandlung über Abrechnung und Qualitätsmanagement bis zum Umgang mit Patienten. Auch hier spielte u. a. das Thema Implantatprothetik eine Rolle, zum Beispiel bei der Nachsorge dentaler Implantate oder bei Abrechnung implantologischer Leistungen. Zudem gab es Neues zur Hygiene und OP-Vorbereitung, zu Auswirkungen der Lebensgewohnheiten auf die Mundgesundheit, zur Dokumentation der zahnärztlichen Behandlung und zur Wirtschaftlichkeitsprüfung in der Zahnarztpraxis.

www.bayerischer-zahnaerztetag.de

Foto: © OEMUS MEDIA AG
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