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Branchenmeldungen 22.03.2017

Kariesprophylaxe durch Hydroxylapatit-Zahncreme

Kariesprophylaxe durch Hydroxylapatit-Zahncreme

Lange galt Fluorid für viele Experten als unverzichtbar für die Kariesprophylaxe. Klinische Studien, die belegen, dass fluoridfreie Zahnpasten die gleiche Wirksamkeit in der Kariesprophylaxe aufweisen wie fluoridhaltige, waren bislang nicht bekannt. In einer auf der IDS 2017 präsentierten klinischen Studie wurde gezeigt, dass eine hydroxylapatithaltige Zahnpasta in der Kariesprophylaxe mindestens genauso wirksam ist wie die Fluoridreferenz.

Bei der Pressekonferenz am Mittwoch erwartete die Medienvertreter eine besondere Produktvorstellung: Die Firma Dr. Wolff präsentierte mit „Karex“ eine neuartige Zahncreme mit dem Wirkstoff Hydroxylapatit. Dessen Wirksamkeit im Bereich der Kariesprophylaxe wurde in einer klinischen Studie bestätigt und die Ergebnisse von Prof. Dr. Ulrich Schlagenhauf vorgestellt.

Die Studie wurde an den Universitätskliniken Würzburg, München, Dresden, Frankfurt und Regensburg an 150 Zahnspangenträgern mit hohem Kariesrisiko durchgeführt. Für die Untersuchung erhielten die Probanden nach dem Zufallsprinzip entweder eine kommerziell erhältliche Zahnpasta mit Aminfluorid/Zinnfluorid oder eine fluoridfreie Zahnpasta mit Hydroxylapatit. „Die Patienten wussten ebenso wenig wie die an der Studie beteiligten Zahnärzte, wer mit welcher Paste putzte“, erläuterte Studienleiter Prof. Dr. Schlagenhauf. Beide Gruppen zeigten am Ende der sechsmonatigen Studie einen vergleichbaren Schutz vor Karies, der in der Fluoridgruppe im Mittel sogar etwas weniger stark ausgeprägt war. „Das belegt weltweit erstmalig, dass die hydroxylapatithaltige Zahnpasta in der Karies-Prophylaxe einer bewährten Aminfluorid/Zinnfluorid-Zahnpasta nicht unterlegen ist“, so Prof. Dr. Schlagenhauf. Die Beurteilung der Karies erfolgte auf der Grundlage des modernen Internationalen Karies Detektions- und Bewertungssystems, kurz ICDAS.

Über die Studienergebnisse hinaus führte Dr. Joachim Enax (Senior Scientist Oral Care) in die Historie des biomimetischen Wirkstoffs Hydroxylapatits ein und erläuterte zudem die wichtigsten Produktinformationen. Zusätzlich zum Effekt der klinisch bestätigten effektiven Kariesprophylaxe enthält die Zahncreme „Karex“ beispielsweise speicherfördernde Inhaltsstoffe sowie antibakterielle Substanzen (Zink, Xylit).

Nach einer abschließenden Fragerunde mit den Referenten wurde das Fazit gezogen, dass durch strenge Kriterien der wissenschaftlichen Studie ein Wirkstoff gefunden wurde, welcher mit Fluorid auf Augenhöhe stehen kann. Aufgrund der im Gegensatz zu Fluorid nicht beschränkten Einsatzmenge ist Hydroxylapatit außerdem besonders interessant für die Kinderzahnheilkunde. Zudem wagte Prof. Dr. Schlagenhauf den Ausblick, dass Hydroxylapatit-Partikel als Zahnpastabestandteil zu einer bedeutsamen Alternative in der klinischen Kariesprävention werden könnten.

Quelle: Dr. Wolff

Foto: OEMUS MEDIA AG
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