Branchenmeldungen 27.04.2016

Keine Beziehung von Dauer: Weshalb Patienten den Zahnarzt wechseln

Katja Kupfer
Katja Kupfer
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Keine Beziehung von Dauer: Weshalb Patienten den Zahnarzt wechseln

Foto: © Yuriy Shevtsov – Fotolia.com

Neue Studie zum Thema Zahnarztwechsel präsentiert

Die Betreiber einer unabhängigen zahnmedizinischen Onlineplattform haben jetzt die Gründe für einen Zahnarztwechsel erforscht. Sie befragten dafür mehr als 1.300 Patienten. Die Ergebnisse der Umfrage lassen den Rückschluss zu, dass Zahnarztwechsel vor allem infolge einer unzureichenden Behandlung vollzogen werden. Ein Großteil der Befragten bereue den Wechsel bis heute nicht.

Für eine neue Erhebung wertete eine unabhängige Plattform mehr als 1.300 Einzeldatensätze aus. Laut den vorliegenden Ergebnissen wechseln drei Viertel der Patienten wortlos und aufgrund nicht zufriedenstellender Behandlung ihren Zahnarzt. Die Ergebnisse variieren dabei zwischen Männern und Frauen nur geringfügig.

Dass sich Patienten bewusst gegen eine Zahnarztpraxis entscheiden, kann vielfältige Gründe haben. Ein Grund für das sogenannte Ärztehopping kann bspw. Unzufriedenheit mit der Behandlung, zu lange Wartezeiten oder gestresstes, unfreundliches Praxispersonal sein. Diese Indikatoren zum Wechsel stützen auch die Ergebnisse der neuesten Befragungsergebnisse der Plattform www.kosten-beim-zahnarzt.de

Demnach hat die Mehrheit von 73 Prozent aller befragten Personen mindestens zweimal oder bereits mehrmals den Zahnarzt gewechselt. Nur 27 Prozent blieben ihrem Zahnarzt treu. 47 Prozent wechselten den Zahnarzt, weil sie mit der letzten Behandlung unzufrieden waren. Nur die wenigsten (11 Prozent) wechselten aus Kostengründen. Auch längere Wartezeiten stellten offensichtlich für die Befragten keinen Grund zum Praxiswechsel dar (nur 7 Prozent). Knapp ein Drittel (29 Prozent) hatte nach der Behandlung den Eindruck, dass der Zahnarzt nicht kompetent genug war, und suchte deshalb einen neuen Zahnarzt auf.


Unabhängig vom Geschlecht haben fast die Hälfte aller Befragten (49 Prozent) den Zahnarztwechsel nicht bereut. 38 Prozent gaben zudem an, dass sie den Zahnarzt schon viel eher hätten wechseln sollen. Insgesamt 11 Prozent aller Befragten sagten aus, dass sie den Zahnarztwechsel nur geringfügig bereuten.

Besonders sticht hervor, dass die Mehrheit von 83 Prozent einen Praxiswechsel vollzog, ohne ihren aktuellen Zahnarzt über den anstehenden Wechsel zu informieren. Solch eine Zahnarzt-Patient-Beziehung lässt wohl den Status „Es ist kompliziert – Versöhnung ausgeschlossen“ zu.

 

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