Anzeige
Branchenmeldungen 11.12.2018

Keramikimplantate: Straumann und Z-Systems bilden Partnerschaft

Keramikimplantate: Straumann und Z-Systems bilden Partnerschaft

Die Straumann Group und Z-Systems, ein international führender Anbieter von keramischen Dentalimplantatsystemen aus der Schweiz, sind eine strategische Partnerschaft eingegangen. Die beiden Unternehmen haben eine Vereinbarung unterzeichnet, gemäß welcher Straumann 34 % des Aktienkapitals der Z-Systems AG erwirbt und als Gegenleistung der Z-Systems AG Kapital zuführt sowie Darlehen zum Ausbau der Produktion und zur Entwicklung der Produktepipeline von Z-Systems gewährt.

Straumann erhält für die meisten wichtigen Märkte die exklusiven Vertriebsrechte für die Z-Systems Implantatlinie der nächsten Generation, die das aktuelle Straumann PURE Keramikimplantatsystem ergänzt. Das neue zweiteilige Bone-Level-Keramikimplantat bietet prothetische Flexibilität und ist praktisch in der Handhabung. Im Gegensatz zu anderen Implantaten verfügt es über eine Verbindungsschraube aus Keramik und ist damit das erste vollständig metall- und kunststofffreie, zweiteilig verschraubte Zahnimplantat. Straumann plant, die neue Linie 2019 einzuführen.

Marco Gadola, CEO der Straumann Group: „Wir sind überzeugt, dass Keramikimplantate erhebliche Wachstumschancen bieten und weiterhin an Popularität gewinnen werden. Ausschlaggebend hierfür sind die zunehmende klinische Erfahrung und die verbesserte Flexibilität bei zweiteiligen Lösungen. Gemeinsam mit Z-Systems bieten wir die breiteste Palette an keramischen Implantaten an und unterstützen diese mit digitalen Workflows sowie Biomateriallösungen. Die Kombination aus unserer Fachkompetenz, Forschungskapazitäten, Vertriebsstärke und globaler Reichweite positioniert uns als führende Kraft im globalen Keramikimplantatmarkt.“

Ernst Thomke, Mitglied des Verwaltungsrats von Z-Systems, ergänzte: „Wir sind sehr stolz darauf, Partner des weltweit führenden Unternehmens in der Dentalimplantologie zu sein.“

Über Keramikimplantate

Keramik bietet gegenüber Metall einen bedeutenden ästhetischen Vorteil und ist für Patienten, die nach hochästhetischen, metallfreien Alternativen verlangen, eine ausgezeichnete biokompatible Lösung. Darüber hinaus weist Yttrium-stabilisierte Zirkonoxid-Keramik eine gute mechanische Festigkeit1, ausgezeichnete Gewebeverträglichkeit, eine mit Titan vergleichbare Osseointegration2 sowie eine reduzierte Anhaftung von Plaque3 auf. In der Vergangenheit stellte die mechanische Festigkeit eine Hürde für den breiten Einsatz dar; Straumann und Z-Systems haben diese jedoch mit der Entwicklung von geeigneten Werkstoffen, Bauweisen und fortschrittlichen Herstellungsverfahren überwunden. In den letzten Jahren haben verschiedene Anbieter Keramikimplantate auf den Markt gebracht, aber nur wenige verfügen über den gleichen Erfahrungsschatz und bieten eine vergleichbare Auswahl, Flexibilität und klinische Dokumentation wie die beiden Partnerunternehmen.

Obwohl Keramikimplantate derzeit einen Nischenmarkt bedienen, wächst ihre Popularität. Im führenden Markt Deutschland besetzen sie etwa 5 % des Gesamtmarktes.

Über Z-Systems

Seit der Gründung des Unternehmens im Jahr 2004 wurden weltweit zehntausende Z-Systems Implantate erfolgreich eingesetzt. Dies unterstreicht den Ruf der Firma als Vorreiter mit technischer Kompetenz, hoher Produktqualität und kontinuierlicher Weiterentwicklung. Da der unternehmenseigene Werkstoff Zirkolith® und die SLM®-Oberflächentechnologie, die alle Implantate von Z-Systems auszeichnen, bereits 2009 eingeführt wurden, liegen heute umfangreiche klinische Langzeitdaten vor. Z-Systems war das erste Unternehmen mit einer FDA-Zulassung für ein zweiteiliges Keramikimplantat. Nun hat das Unternehmen das erste zweiteilige Bone-Level-Implantat entwickelt, das zu 100 % aus Keramik besteht.

Die Z-Systems AG mit Hauptsitz in Oensingen (Schweiz) befindet sich im Besitz der Metalor Dental Holding AG sowie der Straumann Group und beschäftigt rund 25 Mitarbeitende.

Das Keramikimplantat-Portfolio von Straumann

Das PURE Keramikimplantatsystem von Straumann ist das Ergebnis aus mehr als zwölf Jahren klinischer Forschung und Entwicklung, um ein Höchstmass an Vorhersagbarkeit zu erreichen. Der Monotype wurde 2014 eingeführt und ebnete den Weg für die 2018 lancierte zweiteilige Lösung. Diese erhöht die prothetische Flexibilität, vereinfacht die Handhabung und ist für geführte Implantatinsertionen geeignet. Anders als die Implantate von Z-Systems verfügen diejenigen von Straumann über ein parallelwandiges Tissue-Level-Design sowie die ZLA®-Oberfläche mit Makro- und Mikrostruktur für eine verbesserte Osseointegration. 

In der Entwicklungspipeline der Gruppe findet sich ein hochinnovatives Implantatsystem, das mittels Keramik-Spritzgusstechnologie gefertigt wird. Es wird im Rahmen eines Joint Ventures mit Maxon entwickelt und soll von Neodent vermarktet werden.

1 Manicone PF, Rossi Iommetti P, Raffaelli L. An overview of zirconia ceramics: basic properties and clinical applications. J Dentistry 2007;35(11):819–26.

2 Gahlert M, Gudehus T, Eichhorn S, Steinhauser E, Kniha H, Erhardt W. Biomechanical and histomorphometric comparison between zirconia implants with varying surface textures and a titanium implant in the maxilla of miniature pigs. Clin Oral Implants Res 2007;18(5):662–8.

3 Scarano A, Piattelli M, Caputi S, Favero GA, Piattelli A. Bacterial adhesion on commercially pure titanium and zirconium oxide disks: an in vivo human study. J Periodontol 2004;75(2):292–6.

Quelle: Straumann Holding AG

Foto: georgejmclittle – stock.adobe.com
Mehr News aus Branchenmeldungen

ePaper

Anzeige