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Branchenmeldungen 13.01.2009

Kiefer-Abdruck in Sekundenschnelle

Kiefer-Abdruck in Sekundenschnelle

Äußerlich hat sich die Mundkamera kaum verändert. Die blaue Lichtemission zeigt aber, dass für die CEREC Bluecam eine völlig neue Aufnahmetechnologie entwickelt worden ist. Das asphärische Linsensystem und kurzwelliges Licht machen Scans schneller, schärfer und genauer. Das ermöglicht Ganzkieferaufnahmen für die abdruckfreie Praxis.

Statt des herkömmlichen Laser- oder Infrarotlichts verwendet sie das Licht einer blauen Hochleistungs-LED. Auch der Strahlengang in der Kamera wurde weiterentwickelt: Ein neues Linsensystem mit asphärischen Linsen bündelt den Lichtstrahl und richtet ihn parallel auf den Bildsensor (CCD) aus. Um die Bildfolge zu beschleunigen, haben die Entwickler einen lichtempfindlicheren Sensor eingebaut. Bei der Projektionsmatrix blieb es beim bisherigen Streifenlichtraster.

Welche Vorteile bieten diese technischen Neuerungen dem Anwender? Um es auf den Punkt zu bringen: Der CEREC-Nutzer erhält in erheblich kürzerer Zeit als früher Bilder von einer Präzision, die die Passung der Restauration noch einmal verbessert und das Indikationsspektrum deutlich erweitert.

Höchste Präzision für optimale Passung und mehr Indikationen
Grundlage einer optimal passenden CAD/CAM-Restauration ist die hoch präzise Erfassung der Präparation und der Nachbarzähne. Das kurzwellige blaue Licht der CEREC Bluecam ermöglicht eine Genauigkeit des digitalen Abdrucks, die in der CAD/CAM-Technologie mit anderen Aufnahmeverfahren bislang nicht erreichbar ist. In-Vitro-Studien der Universität Zürich haben ergeben, dass Vermessun- gen von Einzelzähnen mit der CEREC Bluecam im Mittel nur um 19 Mikrometer (bei einer Standardabweichung von unter 6 Mikrometern) von der Messung eines Referenz-Laserscanners abweichen. 19 Mikrometer – das entspricht dem Drittel Durchmesser eines menschlichen Haares. Diese Präzision erhöht die Passgenauigkeit der Restauration; dadurch werden bei adhäsiver Befestigung die Überschüsse und der Beseitigungsaufwand reduziert.



Und es gibt noch weitere Vorteile: Die CEREC Bluecam erfasst selbst die Aufnahmeränder nahezu verzerrungsfrei. Dadurch ist das System in der Lage, beliebig viele Aufnahmen zusammenzusetzen und so Quadranten und ganze Kiefer als virtuelles 3D-Modell zu berechnen. So kann der Zahnarzt das Anwendungsspektrum seines CEREC-Systems über die Einzelzahnversorgung hinaus ausweiten und seinen Patienten bei zusätzlichen Indikationen den Komfort eines optischen Abdrucks anbieten – etwa vollanatomische Brückenprovisorien mit bis zu vier Gliedern, der er gleich chairside ausschleifen kann. Oder er versendet in Zukunft den optischen Abdruck von Quadranten und sogar ganzen Ober- oder Unterkiefern über das Webportal CEREC Connect an das Partnerlabor. Das geht vergleichsweise schnell, denn die Datensätze sind deutlich kleiner als früher. Die Software prüft die Einzelaufnahmen pixelweise und verwirft schlechte Bilddaten, sobald bessere Informationen aus einer anderen Aufnahme vorliegen. Unbrauchbare Fotos werden automatisch gelöscht. Dadurch sinkt das Datenvolumen eines Modells von Ober- oder Unterkiefer auf rund 25 Megabyte.

Einfache Bedienung sorgt für große Zeitersparnis
CEREC Bluecam steigert den Aufnahmekomfort und beschleunigt damit den Workflow. Der Anwender erkennt genau, welche Stelle er aufnimmt, denn das blaue Licht markiert exakt das Aufnahmefeld. Die Messtiefe wurde um 20 Prozent gesteigert, die Tiefenschärfe beträgt 14 Millimeter. Dadurch muss kein exakt bestimmter Abstand zur Präparation beachtet werden; die Kamera kann mit einer kleinen Stütze direkt auf dem Zahn aufgesetzt werden – eine Erleichterung besonders bei Aufnahmen im distalen Bereich. Die parallele Ausrichtung des Strahlengangs und die hohe Tiefenschärfe ermöglichen es darüber hinaus, selbst Mundpartien problemlos aufnehmen, die für Kameras mit divergentem Strahlengang nicht zu erreichen sind.

Eine Verwacklung der Bilder ist praktisch ausgeschlossen. Die Kamera löst automatisch aus, wenn sie ausreichend ruhig gehalten wird. Damit kann sie ganz einfach schrittweise über den Kiefer geführt werden. Die Bedienung des Fußschalters und somit die Koordination von Auge und Fuß entfällt. Die automatische Bildauslösung arbeitet so schnell, dass ein Quadrant und selbst ganze Kiefer zügig aufgenommen werden können. Dies bedeutet für den Zahnarzt eine merkliche Zeitersparnis. Die Verwacklungssensitivität kann eingestellt werden. Die Verwacklungskontrolle führt zu einer höheren Präzision des virtuellen Modells – insbesondere auch, wenn mehrere Aufnahmen überlagert werden. Die automatische Bildauslösung macht in Kombination mit der Abbildungstiefe die Bedienung so einfach, dass alle Aufnahmen vor der Präparation an eine Assistenz delegiert werden können. Das führt zu einem durchgängigen, effizienten und zeitsparenden Workflow im Praxisalltag.

Nähere Informationen erhalten Sie unter:
Sirona Dental Systems GmbH
Fabrikstraße 31
D-64625 Bensheim
Telefon +49 (0) 6251 / 16 0
Telefax +49 (0) 6521 / 16 2591
E-Mail: contact@sirona.de
Internet: www.sirona.de

Quelle: Sirona Dental Systems GmbH, 13.01.2009

Foto: © Sirona

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