Branchenmeldungen 24.06.2026

Mit der Digiplate® in wenigen Sekunden zum artikulationsfähigen 3D-Modell



Dentallabore kommen heute nicht mehr darum herum, sich mit 3D-gedruckten Modellen zu befassen. Spätestens, wenn ein Kunde beginnt, mit einem Intraoralscanner zu arbeiten, braucht der Zahntechniker einen Weg, digitale Modelle neben den herkömmlichen aus Gips herzustellen. Es gab Ansätze, diese hochwertig gedruckten Modelle wie in der „Vor-3D-Zeit“ zu handhaben, d. h. sie mit Splitcast zu sockeln und präzise einzuartikulieren. 

Mit der Digiplate® in wenigen Sekunden zum artikulationsfähigen 3D-Modell

Foto: Mälzer Dental

Jedoch konnte bisher keiner dieser Wege hundertprozentig überzeugen. Mit dem Digiplate® Modellsystem (Mälzer Dental) steht jetzt eine Lösung zur Verfügung, die den digitalen mit dem analogen Workflow bei der Herstellung von 3D-Modellen und deren Montage im Artikulator verbindet.

Für wen lohnt sich die Lektüre dieses Artikels?

Mit diesem Artikel sind speziell Zahntechniker angesprochen, die ihre Modellherstellung digitalisieren und auf 3D-gedruckte Modelle umstellen und diese Modelle in einen Artikulator einsetzen möchten – sei es auf Basis eigener Scans oder Daten aus übermittelten Intraoralscans. Hier erfahren Sie, wie Sie 3D-Modelle einschließlich Sockelplatten aus einem Guss schnell und präzise herstellen und in gewohnter Modellsystemqualität in den Artikulator einsetzen.

Die Herausforderung im Labor

Bisher stehen Zahntechniker vor dem Problem, ihre 3D-gedruckten Zahnkränze in einem Artikulator zu fixieren. Sie ohne Splitcast-Sockel einfach mit Gips zu montieren und damit gleichzeitig auf dessen Vorteile zu verzichten, bedeutet einen Rückschritt hinsichtlich Genauigkeit und Arbeitskomfort.

Bereits mit dem DIVARIO 3D Klebesystem (Mälzer Dental) ist es gelungen, die gedruckten Modelle professionell und sauber durch Verkleben mit der Sockelplatte in das Splitcast-System und auf diesem Wege in den Artikulator einzusetzen. Jedoch sind vor dem Einartikulieren zusätzliche Arbeitsschritte nötig – Schritte, die Zeit und Geld kosten.

Mit dem neuen Digiplate® Modellsystem (Mälzer Dental) geht das jetzt nicht nur einfacher, sondern auch deutlich schneller als zuvor und in der gewohnten Präzision, wie sie der Zahntechniker aus der Splitcast-Technik kennt. Lesen Sie im Folgenden, wie die Arbeit damit Schritt für Schritt funktioniert, welche Vorteile das System bietet und worauf bei der Verarbeitung aus Anwendersicht zu achten ist.

In wenigen Schritten zum artikulationsfähigen Modell

Mit dem Digiplate® Modellsystem (Abb. 1) gelangt der Anwender in vier Schritten und in deutlich kürzerer Zeit als bisher zum artikulationsfähigen 3D-Modell.

1. Konstruieren und Matchen: Konstruieren Sie wie gewohnt. Verbinden Sie den mitgelieferten USB-Stick mit Ihrem Computer und laden Sie den Digiplate® Datensatz in Ihre Software (Abb. 2). Ob Exocad, BiSS oder eine andere Anwendung: Der Import erfolgt ganz einfach über die Attachment Importfunktion Ihres CAD-Programms.

Sie möchten die Digiplate in Slicing-Programmen wie dem Asiga Composer, der Chitubox oder der Netfabb von Rapid Shape nutzen? Dann platzieren Sie Ihr Modell einfach oberhalb der Digiplate. Achten Sie darauf, beide Objekte so zu positionieren, dass ein nahtloser Übergang entsteht, so gewährleisten Sie eine optimale Druckqualität.

2. Drucken: Um Ihre gematchten Modelle präzise zu drucken, empfehlen wir die Verwendung eines 3D-Druckers basierend auf der SLA- oder DLP-Technologie. Das flache Profil der Digiplate® sorgt für einen zügigen Druckprozess, während die kanalisierte Lochstruktur störende Saugeffekte und Druckfehler effektiv minimiert. So erzielen Sie optimale Ergebnisse bei jedem Druckvorgang (Abb. 3). Voraussetzung dafür ist ein dimensionsstabiles 3D-Druck-Resin..

3. Montieren: Nach dem Waschen und Aushärten montieren Sie die mitgelieferte Halteplatte. Befestigen Sie diese mit der beiliegenden selbstschneidenden Kreuzschlitzschraube an der Digiplate® (Abb. 4). Durch den festen Sitz in der Sockelplatte ist eine gleichbleibende Haltekraft zwischen der Splitcastplatte und der gedruckten Sockelplatte gewährleistet.

4. Artikulieren: Abschließend artikulieren Sie das gedruckte Modell zusammen mit der Digiplate® und der Splitcastplatte wie gewohnt mittelwertig ein (Abb. 5). Dank der Kompatibilität mit jedem Artikulator erzielen Sie einen reproduzierbaren und präzisen Sitz der Modelle in ihrer ursprünglichen Position (Abb. 6).

Fazit

Mit dem neuen Digiplate® Modellsystem optimieren Sie Ihren digitalen Workflow und schaffen die perfekte Verbindung zwischen dem digitalen und analogen Workflow in Ihrem Labor. Wer, wie viele Anwender, seine 3D-gedruckten Modelle z. B. auf separaten Sockelplatten verklebt hat, spart sich diesen Schritt. Darüber hinaus bietet ihm das Digiplate® System mit seiner stabilen Splitcastplatte den sicheren Halt und die reproduzierbare Position der Modelle im Artikulator. Der in die Splitcastplatte integrierte und bereits vormontierte Dauermagnet sorgt für eine konstante Abzugskraft. Das System passt für alle gängigen Artikulator-Systeme.

Dieser Beitrag stammt von dem Anbieter und spiegelt nicht die Meinung der Redaktion wider.
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