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Branchenmeldungen 24.06.2019

Zahnfleischrekonstruktionen: Naturgetreu mit Komposit

Zahnfleischrekonstruktionen: Naturgetreu mit Komposit

Wenn freiliegende Zahnhälse oder keilförmige Defekte im Zervikalbereich das optische Erscheinungsbild stören, lässt sich die rote Ästhetik mit modernen zahnfleischfarbenen Füllungsmaterialien meist gut wiederherstellen. Für Georg Mitzscherlich haben sich zur funktionellen und ästhetischen Zahnfleischrekonstruktion die neuen lichthärtenden Gingivafarben aus dem Beautifil II-Sortiment von Shofu bewährt. Wie er mit ihnen seinen Patienten auf minimalinvasive Weise wieder zu einem befreiten Lächeln ohne ästhetische Einschränkungen verhilft, erklärt der Zahnarzt, der seine Praxis in Keitum auf der Insel Sylt hat, im Interview.

Herr Mitzscherlich, welche Bedeutung hat für Sie und Ihre Inselpatienten die rote Ästhetik?

In unserer kleinen Einbehandlerpraxis auf Sylt spielt das Zusammenspiel von roter und weißer Ästhetik eine ebenso große Rolle wie in jeder anderen Praxis auch. Unsere Patienten sind zu 99 Prozent Insulaner, die sich zu 100 Prozent auf unsere zahnmedizinische Erfahrung und unsere Materialkenntnis in der Restaurativen Zahnheilkunde verlassen. Dabei gilt: Als Zahnarzt drücke ich keinem Patienten meinen ästhetischen Stempel auf. Sein individuelles Bedürfnis nach einer optischen Verbesserung seiner Mundsituation und damit auch der Wunsch nach einem natürlich aussehenden Zahnfleisch sind für mich ausschlaggebend – besonders im sichtbaren Frontzahnbereich.

Wo treten bei Zahnfleischrestaurationen mit Komposit am häufigsten Komplikationen auf?

Am ehesten geht am Übergang zum Sulkus etwas schief, denn dort kann es aufgrund von austretenden Flüssigkeiten schnell zu Problemen bei der adhäsiven Befestigung kommen. Wenn es zum Beispiel aus dem Sulkus blutet oder Sulkusfluid nach oben dringt, ist es unbedingt erforderlich, einen Retraktionsfaden zu legen; nur so lässt sich gewährleisten, dass der Bereich wirklich trocken ist. Im Umkehrschluss heißt das aber auch: Wenn ich die Füllungsfläche nicht absolut trockenlegen kann, ist für mich die Grenze der Gingivareproduktion erreicht. Daher ist der Retraktionsfaden und eine zügige Verarbeitung der Materialien bei einer Zahnfleischrestauration mit Komposit aus meiner Sicht absolut entscheidend für das Gelingen der Füllungstherapie.

Abb. 1a: Zahnhalsdefekte. Abb. 1b: Zahnhalsgestaltung mit Gum-LP.

Welche weiteren Faktoren sind noch wichtig?

Nicht nur die Trockenheit der Zahnoberfläche, auch die Wahl des Kompositsystems kann über den funktionellen und ästhetischen Erfolg einer Zahnfleischrekonstruktion mit einem gingivafarbenen Restaurationsmaterial entscheiden. Hierbei gilt: Je effizienter, einfacher und sicherer die Anwendbarkeit des Systems, desto besser, vorhersehbarer und langzeitstabiler das Ergebnis.

Sie verwenden seit geraumer Zeit das Beautifil II-System von Shofu. Warum verwenden Sie gerade dieses Kompositsystem?

Während meines Zahnmedizinstudiums bin ich mit diversen Restaurationsmaterialien in Kontakt gekommen, ich habe viele Produkte ausprobiert, aber das Beautifil-System hat mich damals schon überzeugt. So bin ich dem Universalkomposit und seinem Nachfolgermaterial Beautifil II über viele Jahre hinweg treu geblieben und verwende es nun auch in meiner eigenen Praxis. Warum? Weil das Kompositsystem über ein passgenau abgestimmtes Farbensortiment verfügt, weil es einfach in der Handhabung und herausragend in der Farbgebung ist und mit einem ausgezeichneten Chamäleon-Effekt aufwartet. Das einzige Manko: Es fehlten zum System passende lichthärtende Zahnfleischfarben. Umso erfreuter war ich, als zur IDS 2017 die Beautifil II Gingiva-Massen herauskamen. Seitdem verwende ich sie gerne und oft.

Für welche Indikationen verwenden Sie die pastösen Gingivafarben?

Ich versorge mit ihnen zum Beispiel freiliegende Zahnhälse nach Gingivarezession, Wurzelerosionen oder auch keilförmige Defekte im Zervikalbereich. Parodontitispatienten, deren klinische Kronen durch einen zurückweichenden Zervikalsaum zu lang wirken, kann ich damit ebenfalls ästhetisch behandeln.

Was zeichnet die Beautifil II Gingiva-Massen Ihrer Meinung nach aus? Sie lassen sich leicht und sicher verarbeiten, hervorragend modellieren und sind im Nu auf Hochglanz poliert. Kurz: Sie lassen sich wunderbar in den Praxisalltag integrieren! So hat mich die Form- und Modellierbarkeit des rosafarbenen Komposits von Anfang an begeistert. Ich trage das Material nicht direkt aus der Spritze auf, sondern appliziere es mit einem Kugelstopfer, anschließend lässt es sich leicht und ohne am Instrument zu kleben mit einem Heidemann-Spatel modellieren. Mit einem feinen, dünnen Diamantfinierer mit gelber Körnung – der für mich übrigens unerlässlich für ein gelungenes Finish ist – nehme ich zum Abschluss die Überschüsse weg und schaffe so einen perfekten, für den Patienten nicht spürbaren Übergang vom natürlichen Zahn zur Restauration. Ein weiterer Vorteil von Beautifil II Gingiva ist der natürliche Glanz, der sich bereits mit einer einfachen Politur erzielen lässt.

Und wie zufrieden sind Sie mit der Farbgebung?

Auch sie hat mich überzeugt. Die fünf Gingivamassen adaptieren sich farblich sehr gut an das natürliche Zahnfleisch, sodass ich für ein ästhetisch überzeugendes Ergebnis nicht mehrere Farben gleichzeitig auftragen oder die Massen miteinander mischen muss. Ein einfarbiger Auftrag reicht für eine naturgetreue Darstellung der Gingiva meist aus.

Abb. 2: Zahnhalsgestaltung mit Gum-BR.

Wie lautet also Ihr Fazit?

Mit den Beautifil II Gingiva-Massen, deren hohe Material- und Verarbeitungsqualität auf dem bewährten, modular aufgebauten Beautifil-System von Shofu basiert, lassen sich auf minimalinvasive Weise unschöne Defekte an der Zervikalgrenze schnell, einfach und langzeitstabil kaschieren. Dabei kann ich nicht nur Zahnhalsdefekte und freiliegende, verfärbte oder hypersensible Zahnhälse ästhetisch versorgen, sondern gleichzeitig auch die Integrität der Zahnhartsubstanz nachhaltig vor Erosionen und Abrasionen schützen – das sind also doppelt rosige Aussichten für naturgetreue Gingivarekonstruktionen! Für den restaurativen „Rundumschlag“ in meiner Praxis fehlen mir jetzt eigentlich nur noch einige fließfähige Gingivafarben, mit denen sich sehr kleine Defekte und Kavitäten noch ein bisschen leichter versorgen lassen würden.

Herr Mitzscherlich, vielen Dank für dieses Gespräch.

Das Interview ist in der DENTALZEITUNG erschienen.

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