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Branchenmeldungen 19.12.2011

Neue Wege der DGZI und strategische Verstärkung im Vorstand

Dr. Georg Bach
E-Mail:
Neue Wege der DGZI und strategische Verstärkung im Vorstand

Die Implantologie im Wandel

„Die Implantogie befindet sich im Wandel – die DGZI hat dies früh erkannt und richtet sich neu aus“, dies das Resümee des Präsidenten der DGZI, Professor Dr. Dr. Frank Palm auf der Jahreshauptversammlung der Deutschen Gesellschaft für Zahnärztliche Implantologie, die am 17. Dezember 2011 stattfand.

Ein äußerlicher Wandel war denn auch allseits bemerkt worden: Waren die Mitgliederversammlungen der ältesten europäischen Fachgesellschaft in den vergangenen Jahren stets von widrigen Wetterbedingungen und Schneechaos gekennzeichnet, so konnte die Anreise dieses Jahr unter angenehmen Umweltbedingungen stattfinden und so fand auch eine stattliche Anzahl von Mitgliedern der Deutschen Gesellschaft für Zahnärztliche Implantologie am Samstag des letzten Adventswochenendes den Weg in das RADISON Blu in Köln. Mit höchster Zufriedenheit, aber auch dankbar konnte das DGZI-Präsidium um seinen Präsidenten auf ein außergewöhnlich erfolgreiches Jahr zurückblicken, in dessen Mittelpunkt naturgemäß der Jahreskongress in Köln stand. Aber auch in anderen Teilbereichen der Vorstandsarbeit der implantologischen Fachgesellschaft konnten bemerkenswerte Erfolge in den Rechenschaftsberichten der Vorstandsmitglieder vermeldet werden: Der Haushalt für das kommende Jahr ist gesichert, sodass die DGZI auf allen Ebenen überaus gut aufgestellt ist.

 

Bericht des Präsidenten


„Die Zeiten hemmungslosen Wachstums in der Implantologie sind Vergangenheit“, gleich zu Beginn seines Rechenschaftsberichtes wies Professor Dr. Dr. Frank Palm darauf hin, dass „neue Wege und Perspektiven“ für die DGZI von enormer Bedeutung sind. Sein Rückblick auf die exakt einjährige Amtszeit – Palm wurde im Rahmen der 2010er Mitgliederversammlung gewählt – war dennoch positiv: Viele wichtige und fruchtbare Kooperationen mit anderen in- und ausländischen Fachgesellschaften konnten auf den Weg gebracht oder wesentlich verstärkt werden. Namentlich wurden hier befreundete Fachgesellschaften in Japan und den USA erwähnt. Ebenfalls überaus erfreulich: Die Mitgliederzahl konnte erneut gesteigert werden. „Wirtschaftlich schweren Zeiten zum Trotz und in einer verschärften Wettbewerbssituation haben wir erneut zahlreiche neue Mitglieder gewonnen“, nicht ohne Stolz konnten Präsident Palm, aber auch seine beiden Vizepräsidenten Hille und Vollmer darauf hinweisen, dass die Fachgesellschaft weit über 4.000 Mitglieder hat. „Die DGZI ist gut positioniert und in gutem Fahrwasser“, so der Präsident weiter. Er konnte zudem einen Rückblick auf den sehr erfolgreichen Kongress in Köln Ende September/Anfang Oktober geben, der neben einer außerordentlichen Besucherresonanz auch große Anerkennung gefunden hat.

Konsensuskonferenz Implantologie – Wissenschaftlicher Beirat


Vizepräsident Dr. Roland Hille, Vertreter der DGZI in der Konsensuskonferenz Implantologie, konnte über eine überaus konstruktive Zusammenarbeit mit den Oral- und Kieferchirurgen sowie der DGI berichten. Aber auch Neues hielt Einzug in den Bericht Hilles: ein Promotionsstipendium der DGZI, mit dem besondere Arbeiten eines Vertreters des jüngsten wissenschaftlichen Nachwuchses gewürdigt werden soll. Darüber hinaus fand die Finanzierung einer halben Drittmittelstelle an der Universität Bonn (Abteilung Professor Götz) große Zustimmung der Mitgliederversammlung. Diese Zufriedenheit konnte auch auf das Projekt selbst übertragen werden. „Jedes DGZI-Mitglied kann nun Präparate einsenden und wichtige Erkenntnisse erhalten“, so die Einschätzung des DGZI-Vizepräsidenten.

Internationale Präsenz der DGZI und Haushaltswesen


Der erste Vizepräsident der DGZI, Dr. Rolf Vollmer, ist in Personalunion auch Schatzmeister der Fachgesellschaft. Er vermochte über die ausgezeichnete Reputation der DGZI im In- und Ausland zu berichten, vor allem die Zusammenarbeit mit Fachgesellschaften in den USA und Australien sowie neu in Japan (mit über 500 neu kooptierten Mitgliedern) entwickle sich in jüngster Zeit außergewöhnlich erfolgreich. Vollmer resümierte: „Um den Bereich ‚International relations‘ werden wir allgemein beneidet!“ Diese positive Einschätzung trifft auch auf die erweiterten Dienstleistungsangebote der DGZI zu: Der Überprüfung und Wiederzuerkennung des Tätigkeitsschwerpunktes Implantologie sowie der „German Board“-Prüfung in englischer Sprache, die vor allem von jüngeren Kolleginnen und Kollegen vermehrt nachgefragt wird. Im Bereich Haushaltswesen stellte Vollmer den abschließenden Haushalt für das Jahr 2011 und den Haushaltsansatz für das kommende Jahr vor. Eine einwandfreie und stets nachvollziehbare Haushaltsführung bescheinigten die Kassenprüfer Dres. Rugyschik und Erpelding, sodass die Entlastung der Vorstandsmitglieder ebenfalls ohne Gegenstimme vollzogen werden konnte.

Curriculum Implantologie und Bericht des Fortbildungsreferenten


Dr. Rainer Valentin konnte als Referent für Organisation über den erfolgreichen Relaunch des Curriculums Implantologie berichten, vor allem die Aufteilung in Pflichtmodule und von den Teilnehmern frei wählbare Wahlmodule hat große Zustimmung erhalten. Fazit Valentins: „Wir sind auf dem richtigen Weg!“ In seinem Rechenschaftsbericht konnte der Fortbildungsreferent und Autor dieses Beitrages   über seine Arbeit in folgenden Tätigkeitsfeldern berichten: Erarbeitung und Verwirklichung eines Öffentlichkeitskonzeptes für die DGZI, redaktionelle Arbeit für das Vereinsorgan „Implantologie Journal“, beide erwiesen sich als sehr zeitintensive Bereiche. Als neues Serviceangebot der DGZI für Patienten gelang es dem Fortbildungsreferenten, eine „Online-Patientenfrage-Option“ zu etablieren. Auch sind vermehrte Anfragen aus dem Kollegenbereich zu unterschiedlichsten Aspekten zu bearbeiten gewesen. Naturgemäß nahm auch bei der Arbeit des Fortbildungsreferenten in diesem Jahr der Jubiläumskongress und dessen Vorbereitung und nachträgliche Würdigung in der Fach- und Laienpresse breiten Raum ein.

Neuwahlen


Turnusgemäß standen die Neuwahlen beider Vizepräsidenten an, hier wurden die bereits tätigen Vizepräsidenten für eine weitere Amtszeit einstimmig im Amt bestätigt. Mit diesem überaus eindrucksvollen Vertrauensbeweis würdigten die Mitglieder der DGZI die allseits anerkannte und gelobt Arbeit der beiden „alten und neuen“ Vizepräsidenten. Indes galt es anschließend zwei neue Beisitzer in den Vorstand der DGZI zu wählen, da sowohl Dr. Dr. Wolfgang Hörster als auch Dr. Detlef Bruhn nicht mehr zur Verfügung standen. Professor Dr. Dr. Frank Palm würdigte die Arbeit der beiden scheidenden Vorstandsmitglieder, verbunden mit einem herzlichen Dank für deren konstruktive und engagierte Mitarbeit. Zu ihren Nachfolgern wurden für die nächsten drei Jahre Professor Dr. Herbert Deppe und Zahntechnikermeister Christian Müller gewählt.

Der Münchener Lehrstuhlinhaber Professor Deppe hält nicht nur das einzige Extraordinat für Zahnärztliche Implantologie inne, sondern ist seit vielen Jahren als Referent und souveräner Moderator bei vielen Kongressen bekannt. Er wird nun den Bereich Verzahnung der DGZI mit den Hochschulen verstärken. Als weiteren Beisitzer im Vorstand der DGZI – auch dies ein Novum – wurde ein Zahntechniker gewählt. Mit Christian Müller (Freiburg) wird nun ein renommierter Vertreter seiner Zunft, ein Organisator mehrerer zahntechnischer Kongresse, aber auch ein langjähriger Wegbegleiter der Oralen Implantologie im Vorstand der DGZI vertreten sein. Mit seiner Wahl bekennt sich die DGZI ausdrücklich zur Kooperation mit den Zahntechnikern und zum verstärkten Ausbau der Zusammenarbeit, die im Vorfeld  bereits viele Früchte, wie zum Beispiel das Curriculum Implantatprothetik, getragen hat.

Nach einer intensiven und arbeitsträchtigen Mitgliederversammlung mit richtungsweisenden Beschlüssen konnte Präsident Palm mit einem herzlichen Dankeswort die Sitzung am frühen Mittag schließen.

Foto: © DGZI
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