Anzeige
Branchenmeldungen 03.02.2014

Neujahrsempfang der Zahnärzteschaft in Berlin

Neujahrsempfang der Zahnärzteschaft in Berlin

Der Neujahrsempfang von Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und Kassenzahnärztlicher Bundesvereinigung (KZBV) vom 28. Januar 2014 in Berlin gab vor dem Hintergrund der neu konstituierten Ausschüsse des Deutschen Bundestages, speziell des Gesundheitsausschusses, einen Einstieg zum Dialog mit den neuen und alten Mandatsträgern.

BZÄK-Präsident Dr. Peter Engel ermunterte die Politik in seiner Rede, von Wahlkampf auf Sachpolitik umzustellen. Dabei stünden Fragen vor allem zur Reform des dualen Gesundheitssystems sowie zu der Frage, wie die (zahn-)medizinische Versorgung in Deutschland zukunfts- und demografiefest gestaltet werden könne, im Vordergrund der Tätigkeiten. Hier gelte es, zügig Regierungsverantwortung gegenüber den rund 70 Millionen gesetzlich und den rund 10 Millionen privat Krankenversicherten zu übernehmen. Und gleichfalls gegenüber den 88.000 Zahnmedizinern und ihren über 300 000 Angestellten. Es gelte nunmehr, ein stabiles gesetzliches Gerüst für die „freiberufliche“ Ausübung des Zahnarztberufes zu schaffen sowie die Selbstverwaltung in Eigenverantwortung zu stärken – als Basis einer patientennahen und hochwertigen Zahnmedizin. Denn mit dem tendenziellen Mehr an Reglementierungen werde die Freiberuflichkeit aktuell mehr geschwächt als gefördert.

Jens Spahn (CDU/CSU), MdB, erklärte in seinem Grußwort, dass in dieser Legislatur der Fokus auf Versorgungsfragen läge. Dem schloss sich Hilde Mattheis (SPD), MdB, an, die Infrastruktur für die Patienten sei ein zentrales Thema. Harald Weinberg (Die Linke), MdB, betonte die Bedeutung der Freiberuflichkeit, die im Koalitionsvertrag festgeschrieben sei, aber auch das weiterbestehende Interesse der Linken an einer solidarischen Bürgerversicherung.

Dr. Harald Terpe (Bündnis 90/Die Grünen), MdB, verwies auf den Reformstau, der angegangen werden müsse, z.B. bei der PKV-Beitragshöhe. Zudem warnte er vor allem vor kammerkritischen Tendenzen in Europa.  

Dr. Wolfgang Eßer, Vorsitzender des Vorstandes der KZBV, fasste zusammen, dass die vertragszahnärztliche Versorgung eine wohnortnahe, flächendeckende, qualitativ hochwertige Versorgung als Ziel habe. Die Zahnärzteschaft habe Versorgungskonzepte vorgelegt und brauche nun die Unterstützung der Politik.

Quelle: BZÄK

Foto: © BZÄK
Mehr
Mehr News aus Branchenmeldungen

ePaper

Anzeige