Branchenmeldungen 05.10.2026
Hamburger Forum 2026: Zwischen Bits, Knochen und biologischen Grenzen
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Die Implantologie befindet sich mitten im digitalen Wandel. Intraoralscans, digitale Planung, navigierte Verfahren und zunehmend auch KI-gestützte Prozesse eröffnen neue Möglichkeiten. Gleichzeitig bleiben biologische Voraussetzungen, chirurgisches Können und die richtige Indikationsstellung entscheidend für den langfristigen Behandlungserfolg.
Genau diese Verbindung prägte das diesjährige Hamburger Forum für digitale Implantologie. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Univ.-Prof. Dr. Dr. Ralf Smeets bot die Veranstaltung ein vielseitiges Programm, das weit über die reine Betrachtung digitaler Technologien hinausging.
Renommierte Referenten wie Prof. Dr. Dr. Max P. Heiland, Prof. Dr. Dr. Knut A. Grötz, Prof. Dr. Sebastian Hahnel, Dr. Frank-Michael Maier, Dr. Marcus Engelschalk, Priv.-Doz. Dr. Dr. Anders Henningsen und weitere Experten beleuchteten aktuelle Entwicklungen aus unterschiedlichen Perspektiven. Anhand konkreter klinischer Situationen wurde deutlich, wo digitale Verfahren heute unterstützen können, welche Behandlungskonzepte sich in der Praxis bewähren und wo auch moderne Technologie an biologische Grenzen stößt.
Regional verankert und überregional gefragt
Das Hamburger Forum zog über beide Veranstaltungstage knapp 170 Zahnärztinnen und Zahnärzte aus der Region ebenso wie aus weiteren Teilen des Bundesgebiets an. Ein gemischtes Publikum mit vielen jungen Teilnehmenden brachte unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven in die Veranstaltung ein. Das EMPIRE RIVERSIDE HOTEL auf St. Pauli bot einen gelungenen Rahmen für die beiden Fortbildungstage, deren harmonische Atmosphäre auch den persönlichen Austausch förderte.
Digital denken, klinisch entscheiden
Ein Schwerpunkt des Kongresses lag auf der zunehmenden Digitalisierung implantologischer Abläufe. Während digitale Workflows in einigen Praxen bereits selbstverständlich zum Alltag gehören, besteht andernorts noch Orientierungs- und Entwicklungsbedarf. Gerade hier bot das Hamburger Forum einen umfassenden Überblick über aktuelle Möglichkeiten, sinnvolle Einsatzgebiete und die praktische Integration digitaler Verfahren. Zugleich wurde deutlich, dass Technologie allein nicht über den Behandlungserfolg entscheidet. Viel wichtiger ist die sinnvolle Verbindung von digitaler Unterstützung, chirurgischer Erfahrung, biologischem Verständnis und einem klar strukturierten Behandlungskonzept.
Gerade dieser Blick über einzelne Verfahren hinaus bildete den Charakter des Kongresses, auf welchem unterschiedliche Ansätze und Erfahrungen vorgestellt, diskutiert und in den Gesamtkontext einer modernen implantologischen Versorgung eingeordnet wurden.
Lebhafter Diskurs im Workshop-Programm
Die gut gefüllten Workshops zeigten das hohe Interesse an praxisnaher Fortbildung. Die Teilnehmenden stellten zahlreiche Fragen, brachten eigene Erfahrungen ein und diskutierten mit den Referenten die Umsetzung der vorgestellten Abläufe und Produkte im Behandlungsalltag. Die offene, kollegiale Atmosphäre ließ Raum für unterschiedliche Positionen und einen engagierten fachlichen Diskurs.
Wie viel Gesprächsstoff die Themen boten, zeigte sich besonders am Samstag: Die Referenten sprachen und diskutierten knapp zwei Stunden über die reguläre Veranstaltungszeit hinaus. Der Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis ging damit auch nach dem vorgesehenen Programmende weiter.
Special: QM-Handbuch live mit Christoph Jäger erarbeitet
Fortbildungsangebote zu Hygiene und Qualitätsmanagement ergänzten das wissenschaftliche Programm und nahmen wichtige organisatorische Anforderungen des Praxisalltags in den Blick. Ein besonderes Highlight war erneut der QM-Kurs mit Christoph Jäger. Mehrere Praxen stellten gemeinsam mit ihm live ihr QM-Handbuch zusammen. Dabei arbeiteten die Teams direkt an den Anforderungen ihrer eigenen Praxis und machten Qualitätsmanagement zu einer konkreten Arbeitsaufgabe mit unmittelbar nutzbaren Ergebnissen.
Druckfrisches Jahrbuch Implantologie begeistert die Teilnehmenden
Besonders hervorzuheben war das neue Jahrbuch Implantologie, das druckfrisch auf dem Hamburger Forum erschien. Die Freude, das aktualisierte Fortbildungskompendium in den Händen zu halten, war bei den Teilnehmenden deutlich spürbar. Es verbindet aktuelle Fachbeiträge und klinische Fallbeispiele mit Produktübersichten und Informationen zu implantologischen Fortbildungsangeboten. Damit bietet es ein kompaktes Update für den Praxisalltag. Das Jahrbuch ist im OEMUS-Shop sowie auf den Veranstaltungen der OEMUS MEDIA AG erhältlich.
Der persönliche Austausch am wichtigsten
Dass Fortbildung nicht allein von Vorträgen lebt, wurde besonders beim Blick in die begleitende Industrieausstellung deutlich. In den Pausen und blieb genügend Raum für persönliche Gespräche zwischen Teilnehmenden, Referenten und Vertreter der Dentalindustrie. Diese nutzten die Gelegenheit, sich über Produkte, Behandlungskonzepte und aktuelle Entwicklungen in der Implantologie auszutauschen. An den Ausstellungsständen bestand die Möglichkeit, sich über Lösungen für den Praxisalltag zu informieren und die fachlichen Impulse aus dem Programm zu vertiefen.
Die Veranstalter zogen nach zwei intensiven Fortbildungstagen eine positive Bilanz. Gut besuchte Workshops, engagierte Diskussionen und viele persönliche Begegnungen prägten das Hamburger Forum 2026. Dabei zeigte sich einmal mehr: Die Implantologie wird digitaler – ihr Erfolg bleibt jedoch das Ergebnis aus Technologie, Erfahrung und biologischem Verständnis.
Information:
OEMUS MEDIA AG
Holbeinstraße 29
04229 Leipzig
Deutschland
Tel.: +49 341 48474-308
Fax: +49 341 48474-290