Branchenmeldungen 16.02.2026
Orales Bakterium mit Schwere der Behinderung bei Multipler Sklerose verknüpft
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In der Studie wurden Zungenproben von Patienten mit MS sowie von Personen mit anderen demyelinisierenden Erkrankungen analysiert. Bei MS-Patienten zeigte sich, dass ein höherer relativer Anteil von Fusobacterium nucleatum mit höheren Werten auf der Expanded Disability Status Scale und damit mit einer stärkeren Behinderung verbunden war. Dieser Zusammenhang blieb auch nach Berücksichtigung von Alter, Krankheitsdauer, Schubhäufigkeit und MS-Subtyp bestehen. Bei anderen neurologischen Autoimmunerkrankungen wie der Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankung oder der MOG-assoziierten Erkrankung ließ sich dieser Zusammenhang nicht beobachten, so die Autoren. Die Forschenden diskutieren, dass orale Bakterien über entzündliche Mechanismen möglicherweise Einfluss auf neuroinflammatorische Prozesse nehmen könnten. Gleichzeitig betonen die Autoren, dass es sich um eine Assoziation handelt und kein kausaler Zusammenhang belegt ist.
Quelle: Hiroshima University