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Branchenmeldungen 11.10.2018

Parodontitis – eine Ursache von Kinderlosigkeit?

Parodontitis – eine Ursache von Kinderlosigkeit?

In einer prospektiven Observationsstudie1 wurde mikrobiologisch und serologisch die Frage von Markerkeimen bei Parodontitis, assoziiert mit der Fertilität bei 256 non-pregnant women (Durchschnitt = 29,2 Jahre; Range 19–42 Jahre), untersucht.

Klinische orale, serologische und gynäkologische Untersuchungen wurden zum Nachweis der wichtigsten oralen Pathogene im Speichel sowie Antikörper im Speichel und Serum der Probandinnen durchgeführt. Der Untersuchungszeitraum zur Fertilitätsprüfung umfasste zwölf Monate. Porphyromonas gingivalis war signifikant (p = 0,032) erhöht im Speichel der unfruchtbaren Frauen (8,3 Prozent) im Gegensatz zu jenen, die in dieser Zeit schwanger wurden (2,1 Prozent). Der Median-Level im Speichel für P. gingivalis-Immunglobulin A- (IgA; p = 0,006) und IgG-Antikörper (p = 0,007) war höher bei den Nichtschwangeren relativ zu den Schwangeren. Porphyromonas gingivalis ist assoziiert mit Infertilität bei Frauen.

Im Rahmen der aMMP-8- Studie2 sowie in Vorstudien am Keimspektrum des Sulkusfluids konnte sowohl eine Reduktion der Destruktionsaktivität als auch eine signifikante Reduktion der Keimzahlen nachgewiesen werden. Vom Ausgangsbefund, der obligat eine Breitbandantibiose erforderte – siehe Keimdiagramm – konnte ohne Antibiotika in nur vier Monaten die Keimzahl sowie die Aktivität der Destruktion, gemessen mit aMMP-8 bzw. Kollagenase II, signifikant gesenkt werden in eine als physiologisch anzusehende Biofilmbesiedlung.

1 S. Paju et al., University of Helsinki, JOURNAL OF ORAL MICROBIOLOGY, 2017, VOL. 9, 1330644.

2 H.-P. Olbertz, R. Olbertz, L. Netuschil, P.-H. Volkmann, DENT IMPLANTOL 1/2011.

Quelle: hypo-A GmbH

Foto: hypo-A GmbH
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