Branchenmeldungen 15.06.2026
Prävention, Bürokratie, Fachzahnarztvorbehalt: Zentrale Themen bei hessischen Zahnärzten
In der Diskussion um aktuelle Gesetzesvorhaben zeigte sich Einigkeit unter den Delegierten. Zum Kabinettsentwurf des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes positionierte sich die Versammlung in einem aktuellen Antrag. Insbesondere der im GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz vorgesehene Fachzahnarztvorbehalt Kieferorthopädie sei nicht akzeptabel, da er die Versorgung massiv gefährde. Die Delegierten lehnten das Vorhaben des Gesetzgebers ohne Gegenstimme ab.
Kammerpräsidentin Dr. Doris Seiz stellte das umfangreiche politische Engagement des Vorstands im Detail vor. Es ging dabei nicht allein um die wiederholte Vorstellung von Anliegen im Bereich Vorsorge, Bürokratierückbau, Fachkräftenachwuchs oder Qualitätssicherung, sondern auch darum, Erfolge im Detail zu erzielen. Diese Erfolge, so Seiz, zeigen sich zunächst nicht unbedingt gleich in neuen Gesetzen, sondern in neuer Zusammenarbeit an vielen Stellen, um frühzeitig unsere Interessen einzubringen. Als ein aktuelles Beispiel nannte Seiz gemeinsame Infoveranstaltungen unter anderem mit einzelnen Landkreisen, um den Praxen die Vorgehensweise bei Begehungen und die Erwartungen seitens der Begeher zu verdeutlichen.
Neben den politischen Themen bildete der Bericht aus der erfolgreichen Arbeit des Versorgungswerkes einen weiteren Schwerpunkt. Dr. Hans Jürgen Nonnweiler, Vorsitzender des Verwaltungsrates der Hessischen Zahnärzte-Versorgung, konnte eine Erhöhung der Renten und Anwartschaften vorschlagen. Zudem wurde ein Versprechen der HZV eingelöst: ein Zuschlag zur Deckungsrückstellung aus der Null- und Niedrigzinsphase konnte sukzessive abgebaut werden. Die Delegierten beschlossen daher eine Leistungsverbesserung durch Anhebung des Multiplikators in der Rentenformel.