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Branchenmeldungen 30.10.2019

Schweiz hat Nachholbedarf im Bereich Digital Health

Schweiz hat Nachholbedarf im Bereich Digital Health

Die Schweiz belegt in einem Ranking zum Digitalisierungsreifegrad im Gesundheitswesen der Bertelsmann Stiftung  Platz  14  von 
untersuchten 17 Ländern. Eine neue Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) zeigt: Um in 
diesem Bereich aufholen zu können, müssten Entscheidungsträger proaktiv handeln und den digitalen Wandel im Gesundheitswesen aktiv steuern. Und das sei nötiger denn je, sagt ZHAW-Forscher Alfred Angerer vom Winter­thurer Institut für Gesundheitsökonomie. Der Ökonom erwartet ein rasantes Wachstum des Digital-
Health-Marktes. Für Angerer sind hier aber nicht nur die technischen Entwickler gefordert, sondern auch die Wirtschaft und die Politik. «Der Wandel im Bereich Digital Health hängt nicht nur von der Technologie allein ab, sondern von der Politik und den Managemententscheidungen, die dahinterstehen», so eine der Einschätzungen der neuen ZHAW-
Studie «Digital Health – Revolution oder Evolution?».

Augmented Reality

Doch was verstehen Experten eigentlich unter «Digital Health»? Das lässt sich am besten anhand neuer Technologien aufzeigen. Laut der ZHAW-Studie werden zurzeit zahlreiche Digital-Health-Lösungen getestet und eingeführt. Das Univer­sitätsspital Zürich verwendet beispielsweise Augmented-Reality-Brillen für das Anzeigen von wichtigen patientenspezifischen  Informationen  während  orthopädischer Eingriffe. In den Bereich Digital Health gehören laut den Studienautoren auch Themen wie Roboter in der Pflege, digitale Avatare, künstliche Intelligenz für medizinische Analysen oder ein spielerischer Zugang beispielsweise zu Prävention durch Games (Gamification).

KI wird Personal unterstützen

Die Studie identifiziert zentrale Veränderungsfelder bei der Vernetzung aller Leistungserbringer zur Behandlung des Patienten – von der Prävention bis zur Rehabilitation (Health Value Chain). Hier sehen die Studienautoren Veränderungen beispielsweise bei der Prävention. Pa­tienten werden künftig viel umfangreicher auch im privaten Umfeld 
persönliche Gesundheitsdaten erheben und besser an Gesundheits­informationen  gelangen  können. Digital Health kann laut der Studie zudem bei der Koordination von Patientenwegen innerhalb von Organisationen  helfen.  Im  Bereich  Dia­gnostik wird künstliche Intelligenz (Machine Learning) künftig medi­zinisches Personal bei der Erkennung von Mustern und Auffälligkeiten von Laborwerten unterstützen. 

Quelle: ZHAW School of Management and Law

Foto: Robert Kneschke – stock.adobe.com

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