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Branchenmeldungen 20.05.2019

Schweizer Gericht: Prothesen sind adäquater Zahnersatz

Schweizer Gericht: Prothesen sind adäquater Zahnersatz

Eine Patientin hatte geklagt, weil ihre Krankenversicherung ihr verweigerte, fehlende Frontzähne durch Implantate zu ersetzen. Das Gericht wies die Klage mit der Begründung, eine Prothese erfülle ihren Zweck in gleicher Weise, ab.

Die Klägerin hatte infolge eines Unfalls Schneidezähne verloren und den Wunsch, ihr Lächeln mit einer permanenten Lösung mithilfe einer Implantation zurückzugewinnen. Diese hätte allerdings einen stolzen Preis: Ca. 20'000 Franken müssten für die Implantate aufgebracht werden. Kosten, die die Krankenkasse Mutuel nicht bereit war, zu tragen. Die Pflichtleistung der Grundversicherung sehe lediglich die Erstattung der Kosten für eine Prothese vor, wie medinside.ch berichtete. Der Betrag hierfür belaufe sich auf rund 5'000 Franken.

Für die Schweizer Patientin sei diese jedoch kein adäquater Ersatz – sowohl aus ästhetischen als auch praktischen Gründen. Sie fühle sich mit einer Prothese eingeschränkt, wie sie vor Gericht immer wieder betonte. Insbesondere die Scham, sie regelmässig zur Reinigung herausnehmen zu müssen, sei ihrer Ansicht nach nicht vertretbar.

Das Bundesgericht blieb davon unbeeindruckt und gab der Krankenkasse recht.

Foto: Andy Ilmberger – stock.adobe.com

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