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Branchenmeldungen 18.04.2019

Schweizer Zahnärzte pfeifen auf Bewilligungsentzug

Schweizer Zahnärzte pfeifen auf Bewilligungsentzug

Ohne Berufsausübungsbewilligung keine Behandlung von Patienten. Die Vorgaben sind eigentlich unmissverständlich. Eigentlich. Natürlich gibt es Schlupflöcher – und nicht wenige Schweizer Zahnärzte machen sich diese zunutze.

Ist nach Ansicht der Gesundheitsdirektion eines Kantons beispielsweise die Sicherheit der Patienten in Gefahr, wird dem behandelnden Zahnarzt die Bewilligung entzogen. Derzeit sollen von 11'500 im Medizinalberuferegister des Bundes MedReg erfassten Zahnärzten 44 keine Erlaubnis besitzen. Nach Angaben von srf.ch halten sich jedoch nicht alle an das Verbot – neun Zahnärzte haben Wege gefunden, unter dem Radar weiter zu praktizieren.

Eine beliebte Strategie soll das Praktizieren im benachbarten Ausland, z.B. in Deutschland, sein. Für diejenigen, die sich bereits im Vorfeld dort ein zweites Standbein aufgebaut hatten, ist das relativ unproblematisch. Aber auch der Wechsel des Kantons scheint bei einigen zu klappen. Vermutlich, weil der Bewilligungsentzug auf kantonaler Ebene stattfindet.

Um solche Schlupflöcher zukünftig zu schliessen, schlägt die Schweizerische Zahnärzte-Gesellschaft SSO die Einführung einer Art Alarmsystem vor. Aus den Reihen der Gesundheitsdirektion wird hingegen ein drastischeres Vorgehen, der Bewilligungsentzug auf Landesebene, gefordert.

Angaben über Zahnärzte der Schweiz und deren Bewilligungsstatus beinhaltet das Medizinalberuferegister MedReg. Allerdings befindet sich dieses mit dem revidierten Medizinalberufegesetz seit 1. Januar 2018 noch im Aufbau. Bis Ende 2019 soll das Register vollständig sein.

Foto: WoGi – stock.adobe.com

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