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Branchenmeldungen 03.06.2013

„Segeln mit vollem Wind“

„Segeln mit vollem Wind“

Die Hamburger Dental-Experten der Flemming Dental AG hatten vom 31. Mai bis 2. Juni 2013 ins Westin Grand Hotel nach München geladen: Zum „Flemming Kongress & MEHR“. Zwar ließ sich bei Wind und Regen auch im Süden die Sonne nicht blicken – dennoch waren insgesamt 110 Zahnärzte der Einladung zu einem spannenden Fortbildungswochenende gefolgt.

Schließlich stand „Innovative Zahnheilkunde“ im Fokus – „für jeden Patienten, schmerzfrei, minimalinvasiv, wiederherstellend... und die richtige Versorgung.“ So referierten zwei Tage lang rund 20 namhafte Wissenschaftler unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Wolf-Dieter Grimm (Witten/Herdecke) über den Nutzen und die praktische Anwendbarkeit einer innovativen Zahnheilkunde für den Patienten. Dabei reichte das Themenspektrum des mittlerweile 14. Traditionskongresses, zuvor unter dem Titel „Implantologie & Mehr“, erstmals über die Implantologie hinaus.

Nach der persönlichen Begrüßung der Gäste durch Flemming-Vorstand Tobias Kiesewetter bildeten Dr. Bernd Giesenhagen (Kassel) und Prof. Grimm den gemeinsamen Auftakt. In ihrem Vortrag präsentierten die versierten Zahnmediziner die von Dr. Giesenhagen entwickelte Knochenringtechnik als stammzellinduzierte präimplantologische vertikale Knochenaugmentation mit allogenen Knochenzylindern. Diese Technik erlaubt es auch bei größeren dreidimensionalen Knochendefekten, in einer OP die Knochentransplantation und Implantation vorzunehmen. Im Anschluss referierte Dr. Marko Knauf (Freiburg) über die vielfältigen Möglichkeiten der Implantatprothetik, die Frage nach der richtigen Lösung für den Patienten und darüber, was sich klinisch bewährt hat – ob festsitzend oder abnehmbar, verschraubt oder zementiert. Dabei ging er auf die Einzelzahnversorgung in der ästhetischen Zone bis hin zum teilbezahnten und zahnlosen Patienten ein und stellte prothetische Konzepte vor. Es folgte Priv.-Dozent Dr. Dr. Steffen Köhler (Berlin) zum Thema „Treffpunkt Kieferhöhle“ mit Reflektionen über die sinnvolle Kooperation von Zahnheilkunde und HNO. Dabei sprach sich der Implantologe für eine verstärkte Zusammenarbeit beider aus. Priv.-Dozent Dr. Wael Att (Freiburg) zeigte in seinem Vortrag anspruchsvolle Fälle der ästhetischen Zahnheilkunde und deren ästhetische Gesichtspunkte auf. Ferner wurden an verschiedenen Beispielen neueste Material- und Technikentwicklungen zur Optimierung von Behandlungsergebnissen diskutiert.

Prof. Dr. Marc Schmitter (Heidelberg) gab Einblick in Patientenfälle mit zunächst unklaren Zahnschmerzen, die oftmals als „psychisch auffällig“ oder „funktionsgestört“ bezeichnet werden. Durch bildgebende Verfahren, so Schmitter, konnten Schmerzursachen visualisiert und damit erfolgreich bis zur Beschwerdefreiheit therapiert werden. Den gelungenen Schlusspunkt des ersten Kongresstages setzte Jens-Christian Katzschner (Hamburg) mit seinen Ausführungen über den funktionsgestörten Patienten – von der Diagnose bis zur Therapie.

Am zweiten Tag startete der Kongress von Flemming Dental mit einem Referat über die „Implantologische Versorgung bei Patienten mit schwierigen systemischen Konditionen“ von Univ.-Prof. Dr. Jochen Jackowski (Witten/Herdecke). Ferner referierte Prof. Dr. Hans-Peter Jöhren (Bochum) über die Wichtigkeit, psychosomatische Erkrankungen vor der zahnärztlichen Therapie zu erkennen, um implantologische Misserfolge zu vermeiden. Nachfolgend erläuterten Prof. Dr. Peter Cichon (Witten/Herdecke) und Prof. Grimm zahnärztlich-restaurative Maßnahmen bei Pflegebedürftigen und Patienten mit Behinderungen; weiterhin wurden auf Grundlage von Langzeit-Studien geeignete Therapiekonzepte vorgestellt. Dagegen machte vor dem Hintergrund der sich verändernden Bevölkerungsstruktur Univ.-Prof. Dr. Anton Friedmann (Witten/Herdecke) die periimplantäre Stabilität bei einer Parodontitisvorerkrankung zum Thema, bei Osteoporose oder einer fortgeschrittenen Atrophie. Weitergeführt wurde die Thematik im Vortrag von Dr. Annette Felderhoff-Fischer (München), der navigierte Chirurgie beim älteren Menschen in den Mittelpunkt stellte.

Einen Exkurs in die digitale Zahnheilkunde unternahmen Dr. Ulrich Wegmann (Bonn), der über ganzheitliche Zahnmedizin in einer digitalen Welt referierte,  sowie Dr. Uwe Radmacher (Mannheim) mit „3-D-Knochenaufbau in der navigierten Chirurgie“. Weitere Akzente setzten Prof. Dr. Martin Jörgens (Düsseldorf) mit Lasertechnologie und moderner Photodynamik und nicht zuletzt Dr. Eleonore Behrens (Kiel), die Einblicke gewährte ins Spannungsfeld zwischen internationalen Leitlinien und der praktischen Anwendung bei Implantatindikationen.

Ganz eigene Erfahrungen über Grenzbereiche und Hürden außerhalb der Zahnheilkunde brachte Stargast Joey Kelly ein. Der bekannte Musiker, Unternehmer und Ausdauersportler gewann mit seinen Ausführungen zu „No Limits. Wie schaffe ich mein Ziel?“ das Auditorium schnell für sich. Das konnte am Samstagabend zur echt bayerischen Party im Löwenbräukeller die anregenden und intensiven Tage in München noch einmal Revue passieren lassen. Veranstalter Flemming Dental jedenfalls hat bereits erfolgreich Kurs auf die Zukunft genommen: „Wir segeln mit vollem Wind!“, so Vorstand Tobias Kiesewetter.

Foto: © Flemming Dental
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