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Branchenmeldungen 24.04.2014

Sicher aufbereiten dank Expertenplanung

Sicher aufbereiten dank Expertenplanung

Der Aufbereitungsraum ist einer der wichtigsten Räume in einer Zahnarztpraxis. Allerdings wird in den einzelnen Bundesländern die Umsetzung der Hygiene­anforderungen, die in den Richtlinien des Robert Koch-Instituts (RKI) beschrieben sind, in baulicher Hinsicht unterschiedlich gehandhabt.

Neben der zentralen Lage in der Praxis ist auch die Größe des Aufbereitungsraums ein wichtiger Faktor. Dabei ist auch das Verhältnis von Praxisgröße und Anzahl der Behandlungszimmer maßgeblich. Selbst wenn der Aufbereitungsraum zentral im Behandlungsbereich liegen sollte, ist es nicht zwingend erforderlich, diesen an einer Fensterfront zu platzieren. Das kommt vielen Praxen entgegen, da sie Zimmer mit Tageslichteinfall in erster Linie für Behandlung oder den Wartebereich nutzen möchten. Liegt der Aufbereitungsbereich in einem fensterlosen Raum, ist allerdings unbedingt für ausreichende mechanische Be- und Entlüftung zu sorgen.

Um einen ergonomischen Arbeitsablauf zu ermöglichen und die notwendigen Ablageflächen, Aufstellflächen der Geräte und Bewegungsflächen der Mitarbeiter zu berücksichtigen, sollte für den Aufbereitungsraum eine Mindestfläche von etwa 10 m²  zur Verfügung stehen.

Reiner und unreiner Bereich

Am wichtigsten bei der Planung des Aufbereitungsraumes ist die strikte Trennung zwischen dem reinen und dem unreinen Bereich. Bei der Einrichtung und Geräteanordnung muss eine Kreuzung dieser Wege ausgeschlossen sein. Hier können die db-Spezialisten schon durch eine durchdachte Platzierung der Tür und deren Aufschlagrichtung gewährleisten, dass beim Betreten des Raumes automatisch die unreine Seite angesteuert wird.

Auf der unreinen Seite werden die benutzten Instrumente abgestellt, Verbrauchsmaterialien in unter der Arbeitsplatte positionierten Mülleimern getrennt und handfrei entsorgt. In einer daneben eingebauten Spüle erfolgt die Vorreinigung. Der Spülenunterschrank sollte nicht zu klein gewählt werden, denn hier liegen neben den Wasseranschlüssen auch die notwendigen Installationen für den Thermodesinfektor und eine eventuelle Wasseraufbereitung an. Es folgen auf der Arbeitsplatte der Ultraschallreiniger, darunter der Thermodesinfektor, die Prüffläche und ein Gerät zur Pflege der Instrumente (z.B. DAC, Sirona).

Hier befindet sich der Übergang zum reinen Bereich, in dem Folien­schweißgerät, Sterilisator und als Abschluss eine Fläche zur Prüfung und Freigabe sowie die Dokumentation vorhanden sein müssen. Einige Bun­desländer fordern zusätzlich eine Station zur Händedesinfektion. Um die strikte Trennung in reinen und unreinen Bereich auch optisch unmissverständlich darzustellen, können an den Möbeln oder auch durch farbige Akzentstreifen an der Wand die Ampelfarben Rot und Grün eingesetzt werden.

Netzwerk für digitale Dokumentation einplanen

Eine digitale Chargendokumentation macht in der Regel einen Netz­werkzugang notwendig. Deshalb planen die dental bauer-Spezialisten in den Aufbereitungsräumen ne­ben der generell notwendigen Strom- und Druckluft-Versorgung auch ausreichend EDV-Netzwerk­kabel ein, die in einem Kunststoffkanal zusammenlaufen, den man an den erforderli­chen Stellen mit Steckdosen oder Druckluftkupplungen versehen kann. Somit können auch nachträglich angeschaffte Geräte ohne großen Aufwand integriert werden.

Robuste Materialien notwendig

Oberflächen wie Wände, Böden und Möbel müssen im Aufbereitungsraum leicht zu reinigen, beständig gegen die verwendeten Reinigungs- und Desinfektionsmittel sowie wasserundurchlässig sein. Fugenlos verlegte PVC- oder Kautschukbodenbeläge, beschichtete Möbelplatten und Rückwandverkleidungen im Nassbereich haben sich hier bewährt.

Wo mit Feuchtigkeit oder Dampf zu rechnen ist, empfehlen sich Schutzmaßnahmen durch Edelstahlbleche oder der Einsatz von Vollkernmaterialien. Dichte Kanten an den Möbelplatten und der – soweit möglich – weitgehende Verzicht auf Fugen vermindern das Risiko, dass Möbelplatten durch das Eindringen von Feuchtigkeit aufquellen. Da das Mobiliar im Aufbereitungsraum stark beansprucht wird, sollte hier auf eine hohe Qualität Wert gelegt werden.

Gestaltung des Steri-Raums

Es ist nicht sinnvoll, im Aufbereitungsraum aufwendige innenarchitektonische Elemente zu integrieren. Auf den Arbeitsplatten sollten nur die wirklich notwendigen Geräte stehen. Relingsysteme mit Handschuhen, Accessoires etc. lassen sich schlecht reinigen. Empfehlenswert ist es hingegen, auch im Aufbereitungsraum mit geschlossenen Hygienehängern zu arbeiten, in denen berührungslos zu bedienende Spender für Seife, Desinfektionsmittel,  Handschuhe, Papiertücher etc. sauber verstaut sind.

Für eine ausreichende Beleuchtung empfehlen sich eingebaute Leuchten, die leicht zu reinigen sind und eine Lichtstärke von 500 bis 600 Lux erreichen, bei einer Lichtfarbe von 840 neutralweiß.

dental bauer-Mitarbeiter, die auf die überregionalen Anforderungen an Hygiene und Qualitätsmanagement in der Zahnarztpraxis spezia­lisiert sind, gewährleisten, dass bei der Planung des Steriraums alle Richtlinien und Vorgaben eingehalten und sowohl dental bauer-Kunden als auch Mitarbeiter stets über den aktuellen Stand der Hygieneanforderungen informiert werden. Die Steriraum-Planung für die Kunden aller db-Niederlassungen in Deutschland wird den Anforderungen der jeweiligen Bundesländer angepasst und so realisiert, dass die Praxisinhaber auch auf sich ggf. ändernde Rahmenbedingungen jederzeit reagieren können.

Autorin: Manuela Bitsch-Kanitz, Innenarchitektin bei dental bauer

Foto: © jonasginter - Fotolia.com
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