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Branchenmeldungen 21.02.2011

In Singapur bleibt es beim Kaugummi-Verbot

In Singapur bleibt es beim Kaugummi-Verbot

Zu restriktiv finden die Kritiker das Kaugummiverbot, „lächerlich“ so mancher Tourist. Weil man die Müllbekämpfung jedoch nicht untergraben will, bleibt Singapurs Regierung bei seiner altbewährten Verbotspraxis.

Trotz Kritik aus dem Parlament hält Singapur an seinem 18 Jahre alten Verbot von Kaugummi fest. "Kaugummi ist seit dem Inkrafttreten des Verbots kein bedeutendes Problem gewesen", sagte Staatssekretär Maliki Osman als Antwort auf eine parlamentarische Anfrage. "Es besteht die Sorge, dass eine Aufhebung des Verbots zu Kaugummi-Abfällen führen und damit die Müllbekämpfung untergraben könnte."

Die Abgeordnete Denise Phua, die der Regierungspartei angehört, hatte das Kaugummiverbot thematisiert, da es von Kritikern des Landes ausgenutzt werde, um Singapur als besonders restriktiv hinzustellen. "Dieses Verbot muss überdacht werden", sagte Phua. Singapur ist weltweit für seine blitzblanken Straßen bekannt. Kaugummis wurden 1992 verboten, nachdem es bei den öffentlichen Verkehrsmitteln wegen an den Türen klebender Kaumasse immer wieder zu Störungen gekommen war. Im Jahr 2004 wurde das Verbot teilweise aufgehoben, um medizinische Kaugummis wie zum Beispiel für die Zahngesundheit zuzulassen.

Touristen in der asiatischen Metropole reagierten unterschiedlich auf die Nachricht aus dem Parlament. Die Australierin Hazel Lane nannte das Verbot "lächerlich". "Ich bin sicher, dass die Singapurer nicht ihre eigene Umwelt und ihr eigenes Image verderben würden", sagte die 48-Jährige. Die 34-jährige Angel Wong aus Hongkong lobte das Verbot dagegen. "In meinem Land ist es nicht verboten und es kleben immer Kaugummis am Boden." Das Verbot sei "gut, weil es die Umwelt sauber hält".

Quelle: AFP, n-tv.de, 07.03.2010

Foto: © Shutterstock.com

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