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Branchenmeldungen 16.07.2013

Sommer-Akademie feiert mit exklusiven Referenten

Sommer-Akademie feiert mit exklusiven Referenten

Wenn’s drauf ankommt... sollten Behandler und Praxisteam fit sein, führen können, Künstler und gleichzeitig Arzt sein. Wie all das gelingen kann, zeigte das Programm der 20. Sommer-Akademie des ZFZ Stuttgart am 5. und 6. Juli in Ludwigsburg. Zum Jubiläum wurde die Veranstaltung diesmal gemeinsam mit dem Stuttgarter Zahnärztetag abgehalten.

Wenn’s drauf ankommt... sollten Behandler und Praxisteam fit sein, führen können, Künstler und gleichzeitig Arzt sein. Wie all das gelingen kann, zeigte das Programm der 20. Sommer-Akademie des ZFZ Stuttgart am 5. und 6. Juli in Ludwigsburg. Zum Jubiläum wurde die Veranstaltung diesmal gemeinsam mit dem Stuttgarter Zahnärztetag abgehalten. 

Impressionen

 Der Eröffnung der Sommer-Akademie durch Prof. Dr. Johannes Einwag, Direktor des Zahnmedizinischen Fortbildungszentrums Stuttgart (ZFZ), wird stets mit einer besonderen Spannung entgegengesehen. In diesem Jahr war der Jubel groß, als Gotthilf Fischer von Prof. Einwag und Dr. Konrad Bühler, Vorsitzender der Bezirkszahnärztekammer Stuttgart, anmoderiert wurde. Der weltberühmte Chorleiter lobte die Zahnmediziner als die wichtigsten Ärzte für seine Sänger – denn nirgends würde während einer Fernsehübertragung ihrer Konzerte so genau hingesehen wie in den Mund. Im Forum Ludwigsburg ließ Gotthilf Fischer ca. 720 Zahnmediziner und ihre Mitarbeiter traditionelle Volkslieder anstimmen – mit dezenter Unterstützung der Fischer-Chöre im Playback und unter Zuhilfenahme von energischem Vorsingen des 85jährigen Chorleiters. Zum Abschluss des spontanen Konzertes sangen die so aufgewärmten Kongressbesucher zum 20. Geburtstag der nicht nur im Stuttgarter Raum überaus beliebten Fortbildungsveranstaltung aus voller Kehle „Happy Birthday to you“. Und entsprechend des Jubiläums hielt die Sommer-Akademie Außergewöhnliches bereit: „Wir freuen uns, in diesem Jahr viele Referenten präsentieren zu können, die man auf zahnmedizinischen Fortbildungen noch nie gehört hat“, kündigte Prof. Einwag das Programm an – und sollte Recht behalten.

Karriereplanung am Beispiel des Spitzensports

Geistige und körperliche Fitness sind wesentlich, wenn’s darauf ankommt, im Beruf Erfolg zu haben. Aus diesem Grund eröffnete Thomas Lurz, den Prof. Einwag als „Deutschlands erfolgreichsten Schwimmer“ anmoderierte, das Vortragsprogramm der Sommer-Akademie. Tatsächlich kann der 33-Jährige mit zwei Olympischen Medaillen, zehn Weltmeister-, fünf Europameister- und 26 Deutschen Meistertiteln im Freiwasserschwimmen eine beeindruckende Sportkarriere vorweisen. Er gestand ein, dass ihm seine zwei Trainingseinheiten à elf Kilometer Schwimmen an sechs Tagen in der Woche bei weitem nicht immer Spaß machen, man aber für eine erfolgreiche Karriere sein Ziel fokussieren muss und nicht mehr aus dem Auge lassen darf. Das Abstrahieren vom Sport zur Arbeit in der Praxis fiel nicht schwer: Auch hier hilft das Fokussieren des Zieles bei langen und vielleicht beschwerlichen Wegen, um letztlich den gewünschten Erfolg zu ernten.

Darauf aufbauend präsentierte Prof. Dr. Yasmin Fargel, ehemalige Trainingskollegin von Thomas Lurz, ihren Vortrag zum professionellen Karrieremanagement. Sie erklärte am eigenen Beispiel, wie man bei der Karriereplanung mit strategisch geschicktem Vorgehen beruflich genau die Ziele erreicht, die man selbst für sich definiert hat. Das Geheimnis: Um auf der Erfolgswelle zu schwimmen, müsse man sich in seinen Fähigkeiten, Interessen und Schwerpunkten von der breiten Masse unterscheiden. Ihr eindrucksvoller Vortrag und die ungewöhnliche Karriere der Münchnerin, die mit 33 Jahren eine der jüngsten BWL-Professorinnen Deutschlands ist und gleichzeitig als Personalmanagerin in einem großen Automobilkonzern arbeitet, imponierte den Kongressteilnehmern sichtlich.    

Moderne Praxisführung verlangt gekonnte Menschenführung

Mit Reinhold Werthmann, Personalvorstand von s.Oliver, sprach ein echter Experte zum Thema „Mitarbeiter finden - Mitarbeiter binden“. Reinhold Werthmann vertritt den Standpunkt, dass Chefs erst lernen müssen, Chef zu sein und setzte sich dezidiert mit der Rolle der Führungskraft für die Mitarbeiterbegeisterung und Mitarbeiterbindung auseinander. Denn schließlich „kündigen drei Viertel aller Mitarbeiter, weil ihr direkter Vorgesetzter etwas falsch macht“, wie Prof. Einwag in der Anmoderation von Reinhold Werthmann die nicht zu unterschätzende Rolle der Qualifikation von Führungskräften deutlich machte.

In der Zahnarztpraxis ist allerdings nicht nur die Mitarbeiterführung, sondern auch die Patientenführung ein zentrales Thema, mit dem sich Martin Simmel während seines Vortrags „Charisma in der Patientenführung: Wissenschaft und Kunst im Umgang mit Patienten“ auseinandersetzte. Er vertrat den Standpunkt, dass Charisma erlernbar sei. Wenn Praxisteam und Patient sich gegenseitig verstehen, ist man auf dem Weg zum charismatischen Ansprechpartner schon weit gekommen. Mit gut umsetzbaren Kommunikations-Tipps gestaltete der Diplom-Psychologe seinen Vortrag praxisnah und leicht verständlich. 

Sonne und Grillfleisch satt

Schon am Nachmittag kündigte Grillgeruch in den Außenanlagen des Forums Ludwigsburg die Abendveranstaltung an. Wie bestellt bescherte der Ludwigsburger Himmel auch für das Jubiläums-Sommerfest der 20. Sommer-Akademie Sonne und angenehme Temperaturen. Das große Wiedersehen, das sich bereits durch den kompletten ersten Fortbildungstag gezogen hatte, fand bei professionell zubereiteten Barbecue-Spezialitäten seinen Höhepunkt.

Für Angelika Kohler-Schatz, Dentalhygienikerin im ZFZ Stuttgart, hielt der Abend noch eine besondere Ehre bereit: Als Anerkennung für ihr Engagement für das innovative Fortbildungskonzept der Aufstiegsfortbildung zur Dentalhygienikerin überreichte ihr LZK-Präsident Dr. Udo Lenke den Deutschen Preis für Dentalhygiene 2013 der Gesellschaft für Präventive Zahnheilkunde e.V. (GPZ). Prof. Dr. Petra Ratka-Krüger von der Universität Freiburg ehrte Frau Kohler-Schatz mit einer Laudatio zu ihrer fachlichen Kompetenz, die im gesamten deutschsprachigen Raum geschätzt wird. Im Anschluss durfte gelacht werden, denn mit Stimmenimitator Jörg Hammerschmidt bot die Sommer-Akademie ihren Gästen feinstes politisches Kabarett. 

Wenn Ästhetik zu Kunst wird

Nach dem Exkurs in die Betriebswirtschaft widmete sich der zweite Fortbildungstag nun ganz der Zahnmedizin. Wenn’s drauf ankommt, müssen Zahnmediziner auch Künstler sein und ihr ganzes Geschick in ästhetische Restaurationen münden lassen. Prof. Dr. Jürgen Manhart, Ästhetikspezialist von der Ludwig-Maximilians-Universität München, präsentierte Zahnschönheit auf höchstem Niveau. Sein Vortrag vermittelte praxistaugliche Strategien und Konzepte für den Einsatz von Keramiken im Frontzahnbereich. Klinische Step-by-Step-Falldokumentationen stellten die einzelnen Schritte der verschiedenen Behandlungsarten detailliert dar.

Dass nicht nur die Erwartungen an die endgültige Versorgung, sondern auch an das Provisorium deutlich gestiegen sind, erlebt Horst Dieterich, niedergelassen in eigener Praxis in Winnenden bei Stuttgart, jeden Tag aufs neue. Er erörterte in seinem Vortrag „Das perfekte Provisorium“ den Einsatz von Provisorien sowohl vor der Implantation als auch bereits bei der Extraktion anhand zahlreicher klinischer Beispiele.

Zusammenhänge zwischen Zahnmedizin und Allgemeinmedizin

Arzt sein, wenn’s drauf ankommt – das war das Motto des letzten Vortragblocks der Sommer-Akademie 2013. Prof. Dr. Christof Dörfer sprach über die im Praxisalltag relevanten Zusammenhänge zwischen Zahnmedizin und Allgemeinmedizin. Da sich viele, vermeintlich kausale Zusammenhänge zwischen chronischen oralen Entzündungen und Volkserkrankungen aufgelöst oder relativiert haben, stellte der Direktor der Klinik für Zahnerhaltung und Parodontologie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein den aktuellen Wissensstand dar. Auf Basis der bestehenden Datenlage gab Prof. Dörfer konkrete Empfehlungen für die Praxis und brachte Licht ins Dunkel der interdisziplinären Zusammenhänge zwischen Medizin und Zahnmedizin.

Die Sommer-Akademie schloss mit dem Vortrag von Prof. Dr. Giovanni Maio, „Deutschlands bekanntesten Medizinethiker“, wie ihn Prof. Einwag ankündigte. Er sprach in seinem Vortrag „Helfen als Geschäftsmodell? Zum Unterschied zwischen Arzt und Geschäftsmann“ über die Entwicklung der Medizinethik. Der Inhaber des Lehrstuhls für Medizinethik an der Universität Freiburg beobachtet mit Sorge, dass sich die moderne Zahnmedizin weg von der Medizin hin zum profitorientierten Geschäft wandelt. Seinem Appell, als Arzt Anwalt des Patienten zu bleiben, anstatt Anwalt eines Dienstleistungsunternehmens zu sein, schlossen sich die Teilnehmer der Sommer-Akademie mit Überzeugung an.

Jubiläum gebührend gefeiert

Mit diesem hochqualitativen und gleichzeitig außergewöhnlichen Programm bewies das ZFZ Stuttgart, dass die Sommer-Akademie auch nach 20 Jahren alles andere als reine Routine ist. Einfallsreichtum bei den Themenschwerpunkten, die den Nerv der Teilnehmer trafen, und gleich mehrere exklusive Referenten, deren Vorträge den Zuhörern noch lange im Gedächtnis bleiben werden, bestätigten die Sommer-Akademie als eine der etabliertesten Fortbildungsveranstaltungen für das komplette Praxisteam in Deutschland. Die sommerlich-leichte Atmosphäre der Veranstaltung und die professionelle Organisation tragen sicher einen erheblichen Teil zur 20-jährigen Erfolgsgeschichte bei.

Kontakt

   
Zahnmedizinisches Fortbildungszentrum Stuttgart
Herdweg 50
70174 Stuttgart
www.zfz-stuttgart.de

Foto: © Johannes Wosilat/www.wosilat.de
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