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Branchenmeldungen 11.04.2019

Steyrer Zahnarzt pleite: Insolvenzverfahren eröffnet

Steyrer Zahnarzt pleite: Insolvenzverfahren eröffnet

Die Ermittlungen im Fall des Steyrer Zahnarztes haben eine ganze Lawine an Vorwürfen wegen Betrugs, sexueller Belästigung, Körperverletzung usw. ins Rollen gebracht. Ein Ende scheint noch immer nicht in Sicht – für seine Praxen hingegen schon.

Nach Angaben des Alpenländischen Kreditorenverbands (AKV) soll der Beschuldigte zahlungsunfähig sein. Ein Insolvenzverfahren wurde bereits Ende März eröffnet, wie orf.at schrieb. Nach derzeitigem Stand beläuft sich die Passiva der Praxen auf rund eine Million Euro. Ob und wie viel die 20 Gläubiger von ihrem Geld wiedersehen, bleibt ungewiss.

Gewiss ist hingegen, dass das tatsächliche Ausmaß der kriminellen Handlungen noch immer nicht aufgeklärt ist und die Anwaltschaft wohl noch einige Zeit beschäftigen wird. Der Beschuldigte soll in mehreren Fällen Krankenkassen sowie Patienten betrogen sowie ehemalige Mitarbeiterinnen sexuell belästigt haben. Hinzu kommt, dass die Zahl der Geschädigten weiter steigt, da sich immer wieder neue Patienten melden.

Auch gegen den älteren Bruder wird derzeit auf Hochtouren unter anderem wegen fehlender Zulassung und unsachgemäßer Behandlungen ermittelt.

Bis zur Rechtsprechung gilt für die aus Syrien stammenden Brüder die Unschuldsvermutung.

Foto: Andrey Kuzmin – stock.adobe.com

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