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Branchenmeldungen 18.10.2016

WikiLeaks-Gründer Julian Assange wird Zahnbehandlung verweigert

WikiLeaks-Gründer Julian Assange wird Zahnbehandlung verweigert

Julian Assange hat Zahnschmerzen, und das seit Jahren. Allerdings kann der weltweit bekannte Whistleblower und Gründungsmitglied der Enthüllungsplattform WikiLeaks nicht einfach zum Zahnarzt gehen, ohne verhaftet zu werden. Die Regierung Großbritanniens verweigert ihm seit Monaten eine ordentliche medizinische Betreuung.

Seit mittlerweile vier Jahren hält sich der gebürtige Australier in der ecuadorianischen Botschaft in London versteckt, um einer Auslieferung an die USA zu entgehen. Dort droht ihm als Bedrohung der nationalen Sicherheit die Todesstrafe. Bereits 2010 hatte sich Assange in einem Londoner Gefängnis an einem Stück Metall einen Zahn abgebrochen. Zwar wurde ihm im Juli letzten Jahres ein Hausbesuch von einem Zahnarzt gestattet, doch auch das brachte keine Besserung. Inzwischen benötigt der Whistleblower sogar einen neuen Zahn, diese Prozedur lässt sich aber nur in einer Zahnarztpraxis durchführen. Das Dilemma: Sobald der 45-Jährige die ecuadorianische Botschaft verlässt, würde ihn die britische Polizei festnehmen und möglicherweise an die USA ausliefern. Selbst für den dringend notwendigen Arztbesuch macht die Regierung Großbritanniens keine Ausnahme. Ob und wann sich Assange der Zahnbehandlung unterziehen lassen kann, ist also weiterhin fraglich.

Quelle: telesurtv.net

Foto: © pathdoc – fotolia.com
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