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Branchenmeldungen 12.09.2019

„Wir sind aus Tradition der Nachhaltigkeit verpflichtet“

Antje Isbaner
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„Wir sind aus Tradition der Nachhaltigkeit verpflichtet“

Kaum ein anderes Thema hat in den vergangenen Jahren in gleicher Weise an Relevanz gewonnen wie die Interdentalpflege. Viele wissen inzwischen um die Notwendigkeit der Zahnzwischenraumpflege zur Gesunderhaltung von Zähnen, Mundhöhle und letztlich des gesamten Organismus. Doch Interdentalpflege ist nicht gleich Interdentalpflege – um eine bestmögliche Reinigung der Zahnzwischenräume zu erreichen, braucht es das konsequente und gekonnte tägliche Durchführen mit dem richtigen Zubehör.

Ein Unternehmen, das nahezu synonymisch für die optimale Interdentalpflege steht, ist TePe. Dabei bietet TePe effektive und zugleich umweltschonende und nachhaltige Produkte. Welche Anfänge dem heutigen Portfolio und den Nachhaltigkeitsbemühen zugrunde liegen, erläutern Dr. Ralf Seltmann (Senior Manager Clinical Affairs TePe) und Melanie Becker (Senior Marketing Manager TePe).

Die Firma TePe ist seit 1965 führender Hersteller von Mundhygieneproduk ten in Schweden. Können Sie uns bitte die Anfänge des Unternehmens umreißen?

Dr. Ralf Seltmann: Unsere Geschichte begann mit einem dreieckigen Zahnholz, das an die natürliche Form des Interdentalraums angepasst war. Es entstand 1965 im Rahmen einer Zusammenarbeit zwischen dem Holzschnitzer Henning Eklund und zwei Professoren der School of Dentistry in Malmö. Unser Firmenname TePe ist auch die Abkürzung bzw. das Akronym von „Tandpetere“ (schwedisch) und bedeutet auf Deutsch „Zahnholz“. Dem Zahnholz folgte 1973, nach Übernahme des Geschäfts durch Hennings Sohn Bertil, die erste TePe Zahnbürste. Ein weiterer Meilenstein war die Einführung unserer TePe Interdentalbürsten im Jahr 1993, die uns seither unsere Marktführerschaft in vielen Ländern sichert, unter anderem Großbritannien, Deutschland und Schweden. In den 1990er-Jahren leitete Birgitta Nilsson, damals CEO von TePe, eine Internationalisierung mit Fokus auf den Export und die Gründung mehrerer Tochtergesellschaften im Ausland ein. So wurde beispielsweise 1998 die Außenstelle in Deutschland gegründet, die nun seit über 20 Jahren erfolgreich besteht. Joel Eklund, Enkel des Gründers, übernahm 2012 die Position des CEO und setzte die Expansion fort. Wir haben den Interdental-Stick TePe EasyPick™ auf den Markt gebracht und sind aktuell in über 60 Ländern mit unseren Mundpflegeprodukten vertreten.

Ihr Portfolio an Interdentalbürsten, Zahnbürsten, Dental-Picks und Spezialbürsten wird täglich von Verbrauchern und Zahnärzten in weltweit 60 Ländern verwendet. Gibt es dabei Produkte, die in Deutschland besonders gut funktionieren?

Dr. Ralf Seltmann: Tatsächlich gibt es von Land zu Land Unterschiede bei den Kundenpräferenzen, wenn es um unsere Produkte geht. Zum Beispiel sind wir in Schweden in erster Linie für unsere Zahnbürsten bekannt. In Deutschland hingegen verbindet man mit TePe zuallererst die Interdentalbürsten, mit denen wir uns als Marktführer positionieren. Das Konzept der einfachen Größenwiedererkennung durch das Farbsystem, die Beschaffenheit sowie der einfache Umgang und natürlich die Reinigungswirkung gepaart mit der hohen Qualität der Bürsten kommen bei Behandlern und Patienten sehr gut an. Dazu bieten wir neben den originalen TePe Interdentalbürsten auch Versionen mit extra weichen Borsten an, für empfindliche Mundsituationen oder auch nach medizinischen Eingriffen. Aber auch eine Interdentalbürste mit langem abgewinkeltem Griff, die TePe Angle™, gehört in unser Sortiment. Somit können wir für jede individuelle Patientensituation eine passende Interdentalbürste anbieten.

Melanie Becker: Für uns von TePe ist es eine Herzensangelegenheit, dass die Anwender regelmäßig Interdentalpflege betreiben, und vor allem verstehen, warum diese tatsächlich so wichtig ist. Denn Mundgesundheit steht in enger Beziehung mit der Allgemeingesundheit. Im deutschsprachigen Raum ist vielen Patienten dieser Zusammenhang jedoch noch nicht immer bewusst. Daher möchten wir aufklären und natürlich mit unseren Produkten die Mundpflege vereinfachen und verbessern.

Das Familienunternehmen TePe kümmert sich mit einer Reihe an Nachhaltigkeitsinitiativen aktiv um positive Veränderungen in Umwelt und Gesellschaft. Welche Initiativen sind das genau?

Dr. Ralf Seltmann: Das Thema Nachhaltigkeit hat schon immer bei TePe Tradition und ist fest in unserer Firmenphilosophie verankert. Daher setzen wir uns mit kontinuierlichen Nachhaltigkeitsinitiativen aktiv für positive Veränderungen für die gegenwärtige Generation ein – und für die zukünftigen. So können wir beispielsweise mit unserer Solaranlage am Hauptsitz in Malmö die vor Ort erzeugte Energie direkt in der Produktion verwenden und nutzen ausschließlich Ökostrom. Wir arbeiten ständig daran, unseren CO2-Fußabdruck in der Wertschöpfungskette vom Lieferanten bis zum Kunden zu reduzieren. Von Forschung über Design bis Produktion stellen wir unsere gesamte Produktpalette in Schweden her.

Melanie Becker: Neben den ökologischen Zielen verfolgen wir auch soziale und ökonomische. Uns ist es wichtig, Arbeitsplätze zu schaffen, inklusive sicherer und fairer Arbeit sowie hochwertige, zertifizierte Produkte anzubieten, die durch die Qualität überzeugen. Auch unseren Verhaltenskodex „Social Code of Conduct“ leben wir bei TePe zu hundert Prozent und möchten und erleben auch, dass unsere Kollegen Verantwortung übernehmen. Eine weitere Initiative ist die „Eklund Foundation for Odontological Research and Education“, die die Eklund-Familie anlässlich des 50-jährigen Bestehens von TePe im Jahr 2015 gründete. Sie soll einen Beitrag zu Forschung und Ausbildung auf dem Gebiet der Zahnmedizin leisten und unterstützt jährlich hochwertige Forschungsprojekte. Auch das entspricht der Familienvision, eine gute Mundgesundheit für jedermann zu ermöglichen. Vieles mehr kann in unserem aktuellen Nachhaltigkeitsbericht (2018) nachgelesen werden.

Mit der neuen Initiative TePe GOOD™ leisten Sie einen weiteren Beitrag zu einer nachhaltigen Zukunft. Was genau verbirgt sich hinter dieser aktuellen Kampagne?

Melanie Becker: TePe GOOD™ ist eine Initiative, mit der wir die Welt (erneut) ein kleines bisschen besser machen möchten. Mit TePe GOOD™ haben wir eine Produktlinie entwickelt, die aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt wird. Sie besteht aus hygienischem Biokunststoff auf Basis von Zuckerrohr. Immer dann, wenn es, wie in Medizin und Mundgesundheit, um konstante Qualität und optimale Hygienefähigkeit geht, sind derzeit Biokunststoffe die beste Wahl. Der Vorteil von Zuckerrohr als Rohstoff für Biokunststoff ist, dass es während seines schnellen Wachstums 95 Prozent des CO2, welches bei Ernte, Produktion, Transport und Entsorgung entsteht, aufnimmt. Die weichen Borsten der Zahnbürsten werden ebenfalls aus Biokunststoff gewonnen – in diesem Fall Rizinusöl. Durch die Verwendung dieser Rohstoffe und die Nutzung von 100 Prozent erneuerbarer, grüner Energie aus Schweden haben wir einen zu 95 Prozent klimaneutralen Produktlebenszyklus geschaffen. Wir helfen somit bewusst bei der Erreichung der UN-Klimaziele zur Reduzierung von CO2-Emissionen.

Die TePe GOOD™ Mundpflegeprodukte sind bewiesenermaßen nachhaltig, aber putzen die Zahnbürsten auch gut? Und welche Zielgruppe möchten Sie mit den grünen Zahnbürsten ansprechen?

Dr. Ralf Seltmann: Die TePe GOOD™ Mundpflegeprodukte, bestehend aus drei verschiedenen Zahnbürstengrößen und einem Zungenreiniger, stehen in Reinigungsleistung und Handhabung konventionellen Produkten in nichts nach. All unsere Mundpflegeprodukte werden unseren hohen Qualitätsansprüchen gerecht, entsprechen den ISO-Normen und wurden in Zusammenarbeit mit Zahnärzten entwickelt. Die TePe GOOD™ Zahnbürsten haben zudem zusätzlich einen biegbaren Bürstenhals. Dieser ermöglicht eine ergonomische Individualisierung der Bürste für ein besseres Handling und die Reinigung, auch bei schwer zugänglichen Zahnflächen.

Melanie Becker: TePe GOOD™ soll Menschen erreichen, denen Nachhaltigkeit am Herzen liegt und die dabei keine Abstriche machen möchten, wenn es um Funktionalität, Hygiene, Sicherheit und ergonomisches Design bei Mundhygieneprodukten geht.

So weit, so „GOOD“: Wo sieht sich das Unternehmen in den nächsten Jahren beim Thema Nachhaltigkeit? Sollen zukünftig alle Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden?

Dr. Ralf Seltmann: TePe CEO Joel Eklund hat es schön gesagt: „Langfristig möchten wir alle unsere Produkte komplett ohne fossile Rohstoffe herstellen, zum Wohl unserer und künftiger Generationen. Entsprechend unseren hohen Qualitätsansprüchen bedarf diese Umstellung jedoch einer langfristigen, ökologisch, sozial und ökonomisch sinnvollen Strategie, in einem sich ständig ändernden Umfeld. Schließlich ist Nachhaltigkeit auch ein Weg und keine Destination. GOOD ist für uns also nur der Anfang auf der Produktebene – und zugleich ein nächster, konsequenter Schritt in unserer Entwicklung. Wir sind aus Tradition der Nachhaltigkeit verpflichtet: Den Menschen und der Umwelt, der Gesundheit und der Qualität zuliebe. Richtlinien und Regularien wollen wir nicht nur erfüllen, sondern wir setzen uns eigene, hohe Ziele.

Foto: TePe

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