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Branchenmeldungen 28.02.2019

Zoff im Gericht: Zahnärztin und Mitangeklagte uneinig

Zoff im Gericht: Zahnärztin und Mitangeklagte uneinig

Derzeit wird der Prozess der Schummel-Zahnärztin am Grazer Straflandesgericht verhandelt. Widersprüchliche Aussagen der Angeklagten und Mitangeklagten bringen die Verhandlungen ins Stocken. Rund 100 Zeugen sollen noch gehört werden.

Ein Ende im Fall der 37-jährigen Möchtegern-Zahnärztin aus der Steiermark, der bereits seit letztem Jahr verhandelt wird, scheint nicht in Sicht. Der Angeklagten wird vorgeworfen, ohne entsprechende Qualifikation über mehrere Jahre Patienten behandelt zu haben. Bohren, Füllungen oder Implantate setzen sowie kieferorthopädische Behandlungen – all das, ganz ohne Abschluss in Zahnmedizin. In elf Fällen wird sie der schweren Körperverletzung beschuldigt, so heute.at.

Dass dies so lange unbemerkt blieb, wird nun auch drei „echten“ Zahnärzten vorgeworfen, die zumindest zeitweise in dem von der Angeklagten geführten Zahnärztezentrum tätig waren. Gegenseitige Beschuldigungen und ungehaltene Wortgefechte zwischen den Mitangeklagten und der 37-Jährigen bestimmten die Verhandlungen. Es bestand nicht einmal Einigkeit darüber, ob die „echten“ Zahnärzte angestellt waren oder die Räumlichkeiten nur angemietet hatten. Die Richterin hat laut orf.at für die unzähligen Behauptungen aller Parteien nur trockenen Humor übrig.

Im Verlauf der Verhandlung sollen weitere Zahnärzte zu dem Fall befragt werden. Beim nächsten Termin sollen Patienten der Schummel-Zahnärztin zu Wort kommen.

Foto: fotomowo – stock.adobe.com

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