Wissenschaft und Forschung 10.09.2026
Frühere Menopause = schnellerer Rückgang der geistigen Fitness?
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Das Alter bei der Menopause hängt offenbar mit der Gehirngesundheit im späteren Leben zusammen. Eine neue Langzeitstudie verknüpft eine frühere Menopause mit einem schnelleren Rückgang geistiger Fähigkeiten und einer früheren Alzheimerdiagnose. Das Team um M. Pia Campagna wertete dafür Daten von 2.603 Frauen aus, die bei Studienbeginn durchschnittlich 78 Jahre alt waren.1
Über bis zu 18 Jahre wurden ihre kognitiven Fähigkeiten jährlich untersucht. Für 774 Teilnehmerinnen lagen zudem wiederholte MRT-Aufnahmen vor. Bei Frauen mit früherer Menopause nahmen die geistigen Leistungen insgesamt schneller ab, insbesondere das Erinnern persönlicher Ereignisse. Eine zehn Jahre frühere Menopause entsprach im statistischen Modell einer rund 1,8 Jahre früheren Alzheimerdiagnose, bezogen auf das durchschnittliche Diagnosealter von 88,4 Jahren. Auch die Bildgebung zeigte Unterschiede. Nach früherer natürlicher Menopause nahmen Veränderungen der weißen Hirnsubstanz schneller zu. Diese sogenannten Hyperintensitäten erscheinen im MRT als helle Bereiche. Bei operativ bedingter Menopause zeigte sich dieser Zusammenhang nicht. Die Autoren sehen im Menopausenalter einen bereits in der Lebensmitte erfassbaren Marker, der helfen könnte, spätere neurologische Risiken frühzeitig zu erkennen.
1 M. Pia Campagna et al, Age at Menopause and Brain Atrophy Among Older Women, JAMA Network Open (2026). DOI: 10.1001/jamanetworkopen.2026.30973