Wissenschaft und Forschung 28.01.2026

Angereicherter künstlicher Speichel soll Zähne von Krebspatienten schützen



Nach einer Strahlentherapie im Kopf-Hals-Bereich ist Mundtrockenheit für viele Patienten ein dauerhaftes Problem. Der fehlende Speichel erhöht das Risiko für Karies und Zahnhartsubstanzverluste erheblich. Eine brasilianische Forschungsgruppe hat nun eine künstliche Speichelformulierung entwickelt, die nicht nur befeuchten, sondern aktiv schützen soll.

Angereicherter künstlicher Speichel soll Zähne von Krebspatienten schützen

Foto: jiratip Generiert mit KI – stock.adobe.com

Kern des Ansatzes ist ein modifiziertes Protein aus Zuckerrohr, CANECPI-5, das sich an den Zahnschmelz anlagert und dort eine schützende Schicht bildet. In durchgeführten Laboruntersuchungen zeigte sich, dass der Schmelz dadurch weniger anfällig für Säureangriffe ist. Besonders ausgeprägt war der Effekt, wenn das Protein mit Fluorid und Xylitol kombiniert wurde. Die tägliche Anwendung reduzierte sowohl die bakterielle Aktivität als auch den Mineralverlust.

Wie unter anderem DrBicuspid und EurekAlert! berichten, richtet sich der Ansatz gezielt an Patienten mit therapiebedingter Xerostomie, für die es bislang kaum wirksame Präventionsprodukte gibt. Klinische Studien stehen noch aus, weitere Untersuchungen sind geplant.

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