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Wissenschaft und Forschung 20.06.2018

Forscher entwickeln künstlichen Zahnschmelz

Forscher entwickeln künstlichen Zahnschmelz

Patienten, die über Dentinhypersensibilität klagen, sind in deutschen Zahnarztpraxen nicht selten. Oft kann die Ursache im geschädigten Zahnschmelz liegen. Bisher gibt es für die irreversible Schädigung keinen adäquaten Ersatz. Dies könnte sich mit der Entwicklung künstlichen Zahnschmelzes von Forschern der Queen Mary University of London ändern.

Die Materialwissenschaftler haben ein künstliches Material entwickelt, das in seiner Struktur und seinen Eigenschaften dem von Zahnschmelz gleicht. Die Schlüsselkomponenten bilden Proteine, die das Wachstum von Apatit-Nanokristallen fördern. Mit ihnen ist es den Forschern möglich, die Mineralisierung zu steuern und ungeordnete Proteine in die für Zahnschmelz typische Ordnung zu bringen.

Mit ihrer Entdeckung, die im Journal nature communications veröffentlicht wurde, wollen die Londoner Wissenschaftler in Zukunft nicht nur Zahnschmelz regenerieren, sondern sehen auch Möglichkeiten in anderen Bereichen der regenerativen Zahnmedizin wie der Kariesbehandlung oder Dentinregeneration. Selbst Knochen soll mit dieser Methode künstlich hergestellt werden können.

Foto: Alvaro Mata
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