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Wissenschaft und Forschung 05.08.2013

Schmerzbehandlung bei CMD

Schmerzbehandlung bei CMD

Die Kraniomandibuläre Dysfunktion ist gekennzeichnet durch einen myofaszialen Schmerz, der Patienten oft über längere Zeiträume belastet. Ein Protein spielt scheinbar eine große Rolle bei einer Kraniomandibulären Dysfunktion (CMD). Das Protein TRPV4 hat großen Einfluss darauf, wie stark Schmerzen im Kiefer empfunden werden. Wissenschaftler der Duke University arbeiten nun daran, dieses Eiweiß medikamentös auszuschalten und so dem Patienten die Schmerzen zu nehmen.

Das Tunnelprotein TRPV4 erlaubt es Kalziumionen schnell in Biomembranen vorzudringen. So dringt es auch in die Neuronenrezeptoren im Ganglion Gasseri vor. Dieses ist für alle Reizempfindungen im Kopf-Hals-Bereich verantwortlich. Im Versuch verglichen die Forscher normale Mäuse und Knockout-Mäuse, bei denen TRPV4 deaktiviert wurde. Beiden Mäusegruppen wurde im Kieferknochen eine Entzündung induziert. Beim Vergleich der Bissstärke zeigte sich, dass die Knockout-Mäuse deutlich stärker zubissen. Auch wenn bei den Mäusen ein entsprechender Gewebeschaden im Kieferbereich vorlag, schienen sie aber nicht den Schmerz bei der Beißbewegung zu empfinden, den die „normalen“ Mäuse empfanden.

Eine gezielte Medikamentierung gegen das Protein TRPV4 könnte daher eine Abhilfe für CMD-Patienten schaffen, um die Schmerzen rasch auszuschalten, während eine langfristige physische Therapiemaßnahme vorgenommen werden kann.

Quelle: DukeHealth.org

Foto: © FERNANDO BLANCO CALZADA – Shutterstock.com
Autor: Karola Richter
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