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Wissenschaft und Forschung 10.07.2018

Schwere Parodontitis erhöht das Krebsrisiko um 24 Prozent

Schwere Parodontitis erhöht das Krebsrisiko um 24 Prozent

Im Rahmen einer Studie, die im Journal of the National Cancer Institute veröffentlicht wurde, fanden Wissenschaftler heraus, dass Krebserkrankungen im direkten Zusammenhang mit einer schweren Parodontitis stehen.

Die Daten hatte das amerikanische Forscherteam aus einer lang angelegten Gesundheitsstudie entnommen. Daran nahmen 7.466 Probanden teil, die über einen Zeitraum von zehn Jahren beobachtet wurden. Innerhalb des Untersuchungszeitraums kam es bei den Teilnehmern zu 1.648 Krebsdiagnosen.

Ein 24 Prozent höheres Risiko, an Krebs zu erkranken, hatten dabei vor allem Patienten, die gleichzeitig an einer schweren Parodontitis litten. Teilnehmer, bei denen die Parodontitis bereits zu erheblichem Zahnverlust führte, hatten sogar ein Krebsrisiko von 28 Prozent. Besonders häufig traten in diesen Fällen Lungen- und Darmkarzinome auf.

In einem weiteren Schritt wollen die Wissenschaftler nun herausfinden, ob entsprechende Präventionsmaßnahmen gegen die Entstehung von Parodontitis mit einer Verringerung der Krebsdiagnosen einhergehen.

Foto: psdesign1 – stock.adobe.com
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