Wissenschaft und Forschung 01.09.2021

Häufiger Zahnverfärbungen bei jungen Schwimmern

Häufiger Zahnverfärbungen bei jungen Schwimmern

Foto: Kawee – stock.adobe.com

Eine australische Studie untersuchte rund 100 schwimmende Kinder im Alter zwischen fünf und 17 Jahren mit Blick auf Zahnverfärbungen.

Kinder, die auf hohem Niveau schwimmen, haben ein sechsmal höheres Risiko, Zahnverfärbungen zu bekommen. Dies geht aus einer neuen Studie der University of Western Australia hervor.

Die Teilnehmer der Studie füllten dazu einen Fragebogen über die Häufigkeit ihrer Schwimmbadbesuche und über Faktoren aus, die mit Zahnverfärbungen in Zusammenhang stehen, darunter Mundhygiene und Ernährung. Es wurden zudem intraorale Frontalaufnahmen der Eck- und Schneidezähne gemacht.
Im Vergleich zu einer Kontrollgruppe gleichaltriger Jugendlicher, die keine Schwimmwettkämpfe bestritten (44 Prozent), war die Verfärbung bei den Schwimmern deutlich höher (82 Prozent).

Zahnschmelzerosionen vermutlich durch gechlorte Schwimmbäder verursacht

„Die Ergebnisse zeigten, dass eine längere Schwimmdauer mit einer stärkeren Verfärbung einherging und dass diese Verfärbung nicht mit der Mundhygiene oder Faktoren wie der Ernährung zusammenhing“, so Studienleiter Dr. Jilen Patel. Neben Verfärbungen sind transparente Zahnränder und Heiß-Kalt-Empfindlichkeiten weitere mögliche Auswirkungen des Schwimmersports auf die Zahngesundheit.

Die Forscher fanden außerdem heraus, dass sich die Verfärbungen negativ auf die Lebensqualität der jungen Schwimmer auswirkte, wobei die Unzufriedenheit mit dem Lächeln und das Vermeiden des Lächelns bei den Kindern, die eine stärkere Verfärbung aufwiesen, größer war.

Dr. Patel sagte, dass die Ergebnisse dazu dienen würden, Eltern und Zahnärzte über mögliche Verfärbungen zu informieren, auch wenn die genaue Ursache noch nicht bekannt ist. „Weitere Forschungen konzentrieren sich darauf, die genauen Ursachen der Verfärbung zu verstehen, sei es der Chlorgehalt, der pH-Wert im Schwimmbecken oder die Zusammensetzung des Speichels“, so Dr. Patel.

Quelle: dentistry.co.uk

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